OpenAI hat Codex vom Coding-Tool zur agentischen Plattform umgebaut: Computer-Steuerung, Browser, Bildgenerierung und 111 Plugins. Die Kernfunktion bleibt der Schweiz vorerst verwehrt.
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OpenAI baut Codex zur agentischen Super-App mit 111 Plugins und Computer-Steuerung aus – die Schweiz ist bei der Kernfunktion explizit vom Launch ausgeschlossen.
OpenAI hat am 16. April das grösste Codex-Update seit dem Launch veröffentlicht. Die Desktop-App kann jetzt im Hintergrund andere macOS-Programme bedienen – klicken, tippen, navigieren. Mehrere Agenten arbeiten parallel, ohne deinen eigenen Workflow zu stören.
Dazu kommen ein eingebauter Browser für Web-Previews, Bildgenerierung über gpt-image-1.5 und eine Memory-Funktion, die sich an frühere Aufgaben erinnert. SSH-Verbindungen zu Remote-Devboxes laufen im Alpha-Test.
Die eigentliche Nachricht steckt in der Infrastruktur: 111 neue Plugins verbinden Codex mit Atlassian Rovo, CircleCI, GitLab, der Microsoft-Suite, Neon by Databricks und Dutzenden weiteren Tools. Ein neuer @plugin-creator Skill lässt dich eigene Plugins bauen und über lokale Marketplaces mit dem Team teilen.
Head of Codex Thibault Sottiaux sagt offen: «We’re building the super app out in the open.» Laut OpenAI nutzen über 3 Millionen Entwickler Codex wöchentlich – GPT-5.4 mit experimentellem 1-Million-Token-Kontextfenster ist das empfohlene Modell.
Hier wird es für Schweizer Entwickler brisant: Im offiziellen Changelog steht klipp und klar: «Computer use feature isn’t available in the European Economic Area, the United Kingdom, or Switzerland at launch.» Die Kernfunktion – die autonome Computer-Steuerung – bleibt uns also vorerst verwehrt.
Das ist mehr als ein Rollout-Zeitplan. Während Anthropics Claude Code und Cowork in der Schweiz uneingeschränkt funktionieren, signalisiert OpenAI mit der expliziten CH-Sperre ein regulatorisches Zögern. Für die Schweizer KI-Souveränitätsdebatte ein relevantes Datenpunkt: Wer auf US-Anbieter setzt, muss mit regionalen Feature-Lücken rechnen.