Oracle hat am 31. März begonnen, bis zu 30'000 Mitarbeitende zu entlassen – rund 18 % der Belegschaft. Das freiwerdende Geld fliesst in den KI-Datacenter-Ausbau, darunter das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate mit OpenAI.
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Oracle setzt darauf, dass die KI-Zukunft genug Nachfrage nach Rechenleistung generiert, um $58 Mrd. Schulden zu bedienen – ob diese Wette aufgeht, entscheidet sich in zwei bis drei Jahren.
Oracle hat am 31. März begonnen, bis zu 30’000 Mitarbeitende zu entlassen – rund 18 % der Belegschaft. Das freiwerdende Geld fliesst in den KI-Datacenter-Ausbau, darunter das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate mit OpenAI.
Die Entlassungswelle traf Mitarbeitende in den USA, Indien, Kanada, Mexiko und Uruguay ohne Vorwarnung. Um 6 Uhr morgens Ortszeit erhielten sie eine E-Mail von «Oracle Leadership» – ihr letzter Arbeitstag sei heute. Der Zugang zu Firmensystemen wurde sofort gesperrt. Kein Gespräch mit HR, kein Gespräch mit dem Vorgesetzten.
Besonders betroffen: die Bereiche Revenue/Health Sciences, SaaS/Virtual Operations und das NetSuite-India-Dev-Center (über 30 % Abbau).
Die Massnahme soll $8 bis $10 Milliarden an freiem Cashflow generieren. Oracle braucht das Geld für einen aggressiven KI-Infrastruktur-Ausbau – allen voran das Stargate-Projekt: eine Joint Venture mit OpenAI und SoftBank im Wert von $500 Milliarden für KI-Datacenter.
Die Finanzlage ist angespannt: Oracle hat in den letzten Monaten rund $58 Milliarden Schulden aufgenommen. Die Aktie liegt rund 25 % unter dem Jahreshoch.
Investmentbank TD Cowen schätzt die Gesamtzahl auf 20’000 bis 30’000 Stellen – das wäre die grösste Entlassungswelle in Oracles Geschichte. Zum Vergleich: Metas grosse Entlassungsrunde 2023 umfasste 10’000 Stellen.
Die Ironie: Oracle baut Arbeitsplätze ab, um Infrastruktur für KI-Systeme zu finanzieren, die laut Anthropics Economic Index bereits 49 % aller Berufe berühren. Das Unternehmen setzt darauf, dass die KI-Zukunft genug Nachfrage nach Rechenleistung generiert, um die Schulden zu bedienen. Ob diese Wette aufgeht, entscheidet sich in den nächsten zwei bis drei Jahren.