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Snap streicht 1'000 Stellen – und begründet es mit KI

Snapchats Mutterkonzern baut 16 Prozent der Belegschaft ab. CEO Evan Spiegel nennt KI-generierten Code als Hauptgrund – und löst damit eine Debatte über KI als Jobkiller aus.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
20. APRIL 2026
1 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Tuscheskizze eines halb leeren Grossraumbüros mit Snapchat-Ghost und leuchtendem Laptop
Handgezeichnete Tuscheskizze eines halb leeren Grossraumbüros mit Snapchat-Ghost – Dark Mode
INHALT
01«Crucible Moment»02Schweiz-Kontext
INHALT
01«Crucible Moment»02Schweiz-Kontext
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Snap streicht 1'000 Stellen und nennt KI-generierten Code als Hauptgrund – die Debatte über KI und Arbeitsplätze erreicht damit eine neue Ebene.

«Crucible Moment»

Am 15. April kündigte Snap den Abbau von rund 1’000 Vollzeitstellen an. Zusätzlich wurden über 300 offene Positionen gestrichen. CEO Evan Spiegel sprach in einem internen Memo von einem «Crucible Moment» – eingeklemmt zwischen Tech-Giganten und flinken Startups.

Die Begründung ist bemerkenswert offen: KI-Agenten generieren inzwischen über 65 Prozent des neuen Codes bei Snap. Das Unternehmen will seine jährliche Kostenbasis bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 um über 500 Millionen Dollar senken. Die Aktie stieg nach der Ankündigung. Im Hintergrund hatte der Aktivist-Investor Irenic Capital Management (2,5 Prozent Anteil) auf Kostensenkungen gedrängt.

Betroffene US-Mitarbeitende erhalten vier Monate Abfindung, Krankenversicherung und beschleunigte Aktienzuteilung.

Schweiz-Kontext

Snap hat keine Schweizer Büros, aber die Meldung befeuert die hiesige Debatte. Laut einer EY-Studie glauben 75 Prozent der Schweizer Angestellten, dass KI langfristig Arbeitsplätze kosten wird. Die Stelleninserate für administrative Berufe sind in der Schweiz im Jahresvergleich um 20 Prozent zurückgegangen, IT-Stellen um 18 Prozent. Gleichzeitig stagnieren die ICT-Löhne laut SwissICT-Salärstudie 2026 auf hohem Niveau – der Markt verschiebt sich Richtung hochspezialisierte KI-Rollen.

Quellen

TechCrunch↗ EXTERNER LINKCNBC↗ EXTERNER LINKInside IT↗ EXTERNER LINK
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