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Tesla FSD erhält erste europäische Zulassung – die Niederlande machen den Anfang

Die niederländische Fahrzeugbehörde RDW hat Tesla als erstem Hersteller in Europa eine Typgenehmigung für Full Self-Driving Supervised erteilt.

Pascal Eugster
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13. APRIL 2026
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01Level 2 – kein autonomes Fahren02Preis und Rollout03Was das für die Schweiz bedeutet
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Die niederländische FSD-Zulassung schafft einen regulatorischen Präzedenzfall für ganz Europa – eine Schweizer Zulassung könnte bis Q4 2026 folgen.

Die niederländische Fahrzeugbehörde RDW hat Tesla als erstem Hersteller in Europa eine Typgenehmigung für Full Self-Driving Supervised erteilt. Nach 18 Monaten Testphase, 1,6 Millionen gefahrenen Kilometern auf EU-Strassen und über 400 Compliance-Anforderungen ist die Zulassung am 10. April offiziell geworden.

Level 2 – kein autonomes Fahren

Die Einordnung ist wichtig: FSD Supervised ist als Level-2-Fahrassistenz unter UN-Regulierung 171 klassifiziert. Der Fahrer bleibt jederzeit verantwortlich und muss das System überwachen. Es handelt sich um einen fortgeschrittenen Assistenten, nicht um autonomes Fahren.

Die RDW betont ausdrücklich: Die europäische FSD-Version «unterscheidet sich wesentlich» von der US-Version. Die Software wurde für europäische Strassenverkehrsregeln, Beschilderung und Fahrkulturen angepasst. Neben den Testkilometern flossen 13'000 begleitete Fahrten und 4'500 geschlossene Testtrack-Prüfungen in die Bewertung ein.

Preis und Rollout

Tesla-Besitzer in den Niederlanden können FSD seit dem 11. April nutzen – zunächst im Early-Access-Programm. Der Preis: 99 Euro pro Monat im Abo oder 7'500 Euro als Einmalkauf. Wer bereits Enhanced Autopilot hat, zahlt nur 49 Euro monatlich.

Als nächste Märkte erwartet Tesla Deutschland, Frankreich und Italien innerhalb von vier bis acht Wochen. Bis Sommer 2026 soll die EU-weite Ausweitung stehen.

Was das für die Schweiz bedeutet

Die Schweiz hat ihr eigenes Zulassungssystem und ist nicht automatisch an EU-Entscheidungen gebunden. Allerdings orientiert sich die Schweizer Regulierung traditionell stark an europäischen Standards. Seit März 2025 gilt die neue Schweizer Verordnung über automatisiertes Fahren (VaF) – die allerdings Level-2-Systeme wie FSD Supervised nicht abdeckt, da diese unter das reguläre Strassenverkehrsrecht fallen.

Tesla bot bereits Ende März Probefahrten in Cham, Bern, Zürich und Basel an – ein Zeichen dafür, dass die Schweizer Zulassung aktiv vorbereitet wird. Ein realistischer Zeitrahmen: Q4 2026.

Die niederländische Zulassung schafft einen regulatorischen Präzedenzfall für ganz Europa. Für Schweizer Tesla-Besitzer und die laufende Debatte um autonomes Fahren ist das ein Meilenstein – auch wenn der Begriff «autonom» hier technisch nicht zutrifft.

Quellen

RDW: European type approval Tesla↗ EXTERNER LINKElectrek: Tesla FSD Netherlands↗ EXTERNER LINK
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