NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·NEUE MODELLE

Muratis erstes Modell ist offen – und bewusst nicht das beste

Thinking Machines Lab veröffentlicht Inkling: 975 Milliarden Parameter, offene Gewichte. Laut der Firma bewusst nicht das stärkste Modell – sondern ein Rohling zum Feintunen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
17. JULI 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Tintenfasses mit Füllfederhalter, Bauplänen und Zirkel auf einem Zeichentisch, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Tintenfasses mit Füllfederhalter, Bauplänen und Zirkel auf einem Zeichentisch, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01975 Milliarden Parameter, 41 arbeiten mit02Ein Drittel der Tokens fürs gleiche Ergebnis03Das Geld liegt nicht im Modell
INHALT
01975 Milliarden Parameter, 41 arbeiten mit02Ein Drittel der Tokens fürs gleiche Ergebnis03Das Geld liegt nicht im Modell
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Inkling ist kein Frontier-Modell, sondern ein Rohling: Thinking Machines verschenkt die Gewichte und verdient am Feintuning über Tinker.

Anderthalb Jahre lang hat Mira Muratis Startup vor allem Infrastruktur gebaut – und geschwiegen. Am Mittwoch kam die Antwort: Inkling, das erste eigene Modell von Thinking Machines Lab. Anders als die Flaggschiffe von OpenAI, Anthropic oder Google ist es open-weight: Jede Firma kann die Gewichte herunterladen und umbauen.

975 Milliarden Parameter, 41 arbeiten mit

Inkling ist ein Mixture-of-Experts-Modell: Statt für jede Aufgabe das ganze Netzwerk anzuwerfen, springen nur die passenden Spezialisten an. Von 975 Milliarden Parametern sind pro Aufgabe rund 41 Milliarden aktiv – das hält ein Riesenmodell bezahlbar. Trainiert wurde es auf 45 Billionen Tokens aus Text, Bild, Audio und Video; nativ nachdenken kann es über Text, Bilder und Audio. Das Kontextfenster reicht bis zu einer Million Tokens.

Dazu zwei Besonderheiten: Der «thinking effort» lässt sich stufenlos regeln – du tauschst Tempo gegen Gründlichkeit. Und Inkling ist auf Kalibrierung trainiert: Es markiert Unsicherheit, statt zu raten.

Ein Drittel der Tokens fürs gleiche Ergebnis

Auf dem Coding-Benchmark Terminal Bench 2.1 erreicht Inkling laut eigenen Angaben dieselbe Leistung wie Nvidias Nemotron 3 Ultra – mit rund einem Drittel der Tokens. Die unabhängige Analyseplattform Artificial Analysis stützt die Richtung: 41 Punkte im Intelligence Index, drei mehr als Nemotron 3 Ultra. Damit ist Inkling das stärkste offene Modell aus einem US-Labor, bleibt aber hinter den besten chinesischen Open-Source-Modellen zurück.

Der Haken: Bei der Faktentreue schwächelt es. Auf dem Wissens-Benchmark AA Omniscience misst Artificial Analysis 40 Prozent Genauigkeit – bei einer Halluzinationsrate von 63 Prozent. Thinking Machines selbst formuliert ungewohnt nüchtern, Inkling sei «nicht das stärkste Modell, das es heute gibt, ob offen oder geschlossen». Gesucht ist der Allrounder, nicht der Rekord.

Das Geld liegt nicht im Modell

Genau darin steckt die Wette. Inkling ist ein Enterprise-Produkt und als Rohling gedacht: Firmen justieren es über Tinker, Muratis Trainingsplattform, auf ihre eigenen Daten. Für dich als Unternehmen heisst das: selbst betreiben, Daten im Haus. Verdient wird am Feintuning, nicht am Modell. Wie viel das bringen kann, zeigten im Juni eigene Zahlen aus dem gemeinsamen Projekt mit dem Hedgefonds Bridgewater. Rückenwind gibt Microsoft-Chef Satya Nadella: Wer proprietäre Modelle nutze, warnte er am Sonntag, zahle doppelt – einmal fürs Abo, einmal mit dem eigenen Firmenwissen.

Ganz aus eigener Kraft entstand Inkling nicht: Vortrainiert wurde von Grund auf, bei den ersten Post-Training-Daten halfen aber andere offene Modelle mit, darunter Moonshots Kimi K2.5. Gerechnet wurde komplett auf Nvidias GB300-NVL72-Systemen.

Nachschub ist angekündigt: Inkling-Small (276 Milliarden Parameter, 12 davon aktiv) läuft als Vorschau und schlägt das grosse Geschwistermodell in mehreren Benchmarks. Die Gewichte kommen, sobald die Tests durch sind.

Quellen

Inkling: Our open-weights model – Thinking Machines Lab↗ EXTERNER LINKThinking Machines amps up its bet against one-size-fits-all AI with its first open model, Inkling – TechCrunch↗ EXTERNER LINKEx-OpenAI CTO Murati's Thinking Machines drops Inkling, a 975B parameter model that leads US labs but trails China – The Decoder↗ EXTERNER LINKthinkingmachines/Inkling – Hugging Face Model Weights↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
OpenAIAnthropicGoogleMicrosoft
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Skizze einer offenen Tresortür mit hängendem Vorhängeschloss vor einer Steinwand, kinewsletter.ch Stil
Skizze einer offenen Tresortür mit hängendem Vorhängeschloss vor einer Steinwand, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·30. AUGUST 2026

GLM-5.3 ist offen – aber die MIT-Lizenz ist weg

Z.ai hat die Gewichte seines 753-Milliarden-Parameter-Flaggschiffs GLM-5.3 freigegeben – zwei Wochen verspätet und erstmals nicht unter MIT. Die neue Hauslizenz verpflichtet Model-as-a-Service-Anbieter ab 10 Milliarden Dollar Umsatz zu einer Sicherheitsprüfung durch Z.ai. Für alle anderen bleibt das Modell frei – die eigentliche Hürde sind die 810 Gigabyte Speicher, die es braucht.

Illustration eines offenen Serverschranks mit Kabelbündel und einer Platine auf einem Wartungswagen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines offenen Serverschranks mit Kabelbündel und einer Platine auf einem Wartungswagen, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·28. AUGUST 2026

Chinas GLM-5.3-Flash läuft ohne Nvidia – und trägt MIT-Lizenz

Z.ai hat GLM-5.3-Flash freigegeben: 320 Milliarden Parameter unter MIT-Lizenz, drei Punkte hinter dem grossen Schwestermodell – zum Siebtel des Preises. Die ganze Testphase lief auf chinesischen Chips. Was daran belegt ist und was nicht.

Illustration eines Granitblocks auf einer Steinmetz-Werkbank mit Meissel und Fäustel, daneben eine offene Holzkiste, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Granitblocks auf einer Steinmetz-Werkbank mit Meissel und Fäustel, daneben eine offene Holzkiste, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·27. AUGUST 2026

IBM gibt Granite 4.2 frei – ohne Lizenzhaken

IBM veröffentlicht Granite 4.2 in den Grössen 3B, 8B und 30B unter Apache 2.0 – frei herunterladbar, feintunebar, produktiv einsetzbar. Klein genug fürs eigene Rechenzentrum.

Illustration eines Abakus auf einem Kaufmannstisch mit blauen Kugeln, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Abakus auf einem Kaufmannstisch mit blauen Kugeln, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·27. AUGUST 2026

Alibaba zeigt die Qwen4-Architektur – zum Zwölftel-Preis

Alibabas Qwen-Team hat Qwen3.8-Flash-Next veröffentlicht – ein Modell mit offenen Gewichten, das die Architektur des kommenden Qwen4 vorwegnimmt. 125 Milliarden Parameter, davon nur 6 Milliarden aktiv pro Token, und ein API-Preis von 0.16 Dollar pro Million Eingabe-Tokens: rund ein Zwölftel dessen, was Alibabas eigenes Flaggschiff kostet.

Handgezeichnete Skizze einer grossen runden Glaslinse in Elektroblau auf einem Messingstativ auf einer Holzwerkbank, daneben ein kleiner Schrank mit Vorhängeschloss und drei lose Linsen in einer Metallschale, kinewsletter.ch Stil
Handgezeichnete Skizze einer grossen runden Glaslinse in Elektroblau auf einem Messingstativ auf einer Holzwerkbank, daneben ein kleiner Schrank mit Vorhängeschloss und drei lose Linsen in einer Metallschale, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·22. AUGUST 2026

DeepSeek gibt Flash Augen – und behält diesmal die Gewichte

DeepSeek hat sein günstiges V4-Flash um Bildverständnis erweitert – zum identischen Preis, ohne Aufschlag. Laut DeepSeeks eigener Tabelle kommt das experimentelle Modell nahe an Claude Opus 4.8 heran und schlägt es auf drei von elf Benchmarks. Zwei Details fehlen in den Schlagzeilen: Jedes Bild wird auf 0,64 Megapixel eingedampft – und die Gewichte veröffentlicht DeepSeek diesmal nicht.

Illustration einer geöffneten Tresortür mit Serverracks dahinter, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer geöffneten Tresortür mit Serverracks dahinter, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·16. AUGUST 2026

Qwen3.8 ist offen – Apache 2.0 aber nur für das kleine Modell

Alibabas Qwen-Team hat die Gewichte von Qwen3.8 freigegeben. Apache 2.0 gilt aber nur fürs 27B-Modell – beim Max steht Kleingedrucktes im Lizenztext.

Mehr aus Neue Modelle →