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xAI verliert die Hälfte seiner Gründer – was bei Musk schiefläuft

Sechs von zwölf Gründungsmitgliedern haben Elon Musks KI-Startup verlassen – zwei davon innerhalb von 24 Stunden. Der Exodus trifft xAI in einer kritischen Phase vor dem geplanten Mega-Börsengang.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
11. FEBRUAR 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 5. MÄRZ 2026
2 MIN. LESEZEIT
xAI verliert die Hälfte seiner Gründer
INHALT
01Wer geht – und warum das wehtut027,8 Milliarden verbrannt, Rückstand bleibt03Das Timing ist brisant04Geld und Hardware ersetzen kein Talent
INHALT
01Wer geht – und warum das wehtut027,8 Milliarden verbrannt, Rückstand bleibt03Das Timing ist brisant04Geld und Hardware ersetzen kein Talent
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

xAI verliert mit Jimmy Ba und Tony Wu zwei Schlüsselforscher – ein schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit des Unternehmens kurz vor dem IPO.

Sechs von zwölf Gründungsmitgliedern haben Elon Musks KI-Startup xAI verlassen. Am Dienstag ging Jimmy Ba, am Montag Tony Wu – zwei Schwergewichte der KI-Forschung, innerhalb von 24 Stunden. Damit hat xAI exakt die Hälfte seines Gründerteams verloren.

Wer geht – und warum das wehtut

Jimmy Ba ist nicht irgendein Forscher. Er hat den Adam-Optimizer miterfunden – einen Algorithmus, ohne den heute kaum ein KI-Modell trainiert wird. Dazu kommt Layer Normalization, ein Baustein, der in jedem modernen Sprachmodell steckt. Ba berichtete direkt an Musk.

Tony Wu leitete das Reasoning-Team – die Gruppe, die Grok das logische Denken beibringen sollte. Er war zuvor bei Google an Projekten wie Minerva (mathematische Problemlösung) und AlphaGeometry (automatisierte Geometrie-Beweise) beteiligt.

Die komplette Abgangsliste: Kyle Kosic wechselte bereits 2024 zurück zu OpenAI. Christian Szegety ging im Februar 2025 zu Morph Labs. Chief Engineer Igor Babuschkin gründete im August 2025 eine eigene AI-Safety-Firma. Greg Yang trat im Januar 2026 wegen einer Borreliose-Diagnose zurück.

7,8 Milliarden verbrannt, Rückstand bleibt

Die Financial Times berichtet von internen Spannungen: überambitionierte Versprechen an Musk, Frust über Groks Qualitätsprobleme und ein Arbeitsklima, das selbst für Musk-Verhältnisse fordernd sein soll. Dazu kommt der Deepfake-Skandal – Grok generierte millionenfach nicht-einvernehmliche Bilder, Behörden von Kalifornien bis zur EU ermitteln.

xAI hat in neun Monaten 7,8 Milliarden Dollar verbrannt – ohne den Rückstand auf OpenAI und Anthropic nennenswert zu verkleinern. Groks Coding-Fähigkeiten hinken hinter Anthropics Claude Code her.

Das Timing ist brisant

SpaceX hat xAI kürzlich für rund 250 Milliarden Dollar übernommen – zusammen soll die Firma bei einem geplanten Mega-IPO Mitte 2026 mit 1,5 Billionen Dollar bewertet werden. Der Plan: orbitale Rechenzentren, die KI-Berechnungen im All durchführen.

Konkret heisst das: xAI verliert seine besten Köpfe genau dann, wenn es Investoren von einer Billionen-Bewertung überzeugen muss. Wer in KI investiert, achtet auf Talent – und der Exodus sendet ein deutliches Signal.

Geld und Hardware ersetzen kein Talent

Das Muster ist bekannt: Auch bei Tesla gab es zuletzt eine Welle von Führungskräfte-Abgängen. Analysten sprechen von "Musk Exhaustion" – dem Punkt, an dem selbst loyale Top-Leute die Intensität nicht mehr mittragen. Für dich als KI-Beobachter zeigt dieser Fall: Geld und Infrastruktur allein reichen nicht. Ohne erstklassige Forscher lässt sich der Vorsprung von OpenAI und Anthropic nicht aufholen.

Quellen

TechCrunch: Half of xAI's founding team has left↗ EXTERNER LINKCNBC: Tony Wu departure↗ EXTERNER LINKBenzinga: Why leaders keep ditching Musk↗ EXTERNER LINK
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