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Anthropic legt fünf Prozent seiner Aktien in Gemeinwohl-Fonds

Anthropic will einem neuen «Public Benefit Fund» fünf Prozent seiner Aktien zusagen, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre. Bei steigendem Firmenwert kann der Verwaltungsrat weitere zwei Prozent beisteuern. Struktur und Führung des Fonds sollen später folgen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. OKTOBER 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze einer runden Torte, aus der ein Stück auf einem Tortenheber zu kleinen Setzlingen gereicht wird; das Stück leuchtet in Blau
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INHALT
01Fünf Prozent, plus Zuschläge02Vertrauen als Thema03Was noch fehlt
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Anthropic bindet einen wachsenden Aktienanteil an das Gemeinwohl, doch wer über die Mittel entscheidet und wie der Fonds geführt wird, ist noch offen.

Anthropic gründet einen «Public Benefit Fund» und will ihm fünf Prozent seiner Aktien zusagen. Das hat das Unternehmen am 18. Oktober angekündigt. Die Zusage steht unter dem Vorbehalt, dass die Aktionäre zustimmen.

Fünf Prozent, plus Zuschläge

Der Fonds soll eine hundertprozentige Tochter in Form einer LLC (einer US-Gesellschaftsform) werden, keine Stiftung. Das gebe Spielraum für verschiedene Formen des Gebens, schreibt Anthropic: grosse Spenden an etablierte Organisationen, aber auch direkte Zahlungen an bestimmte Gruppen, wie TechCrunch ergänzt. Dazu kommt ein Mechanismus: Der Verwaltungsrat darf weitere zwei Prozent beisteuern, sobald der Unternehmenswert um jeweils 50 Prozent über eine festgelegte Basis steigt. Den Wert dieser Basis nennt Anthropic nicht.

Der Fonds darf sein Aktienpaket weder für Lobbying noch für politische Spenden einsetzen, weder in den USA noch im Ausland. Zusammen mit den früheren Zusagen der Gründer, 80 Prozent ihres Eigenkapitals zu spenden, und einem Spendenprogramm, an dem laut Anthropic etwa die Hälfte der Mitarbeitenden teilnimmt, kämen rund 20 Prozent der Aktien dem Gemeinwohl zugute, plus mögliche Zuschläge. Alle Zahlen stammen von Anthropic.

Vertrauen als Thema

TechCrunch ordnet die Ankündigung in eine Phase wachsenden Misstrauens gegenüber KI ein. Dario Amodei habe die Gegenreaktion als Vertrauenskrise bezeichnet. Anthropic selbst schreibt, schnellerer Fortschritt könne «mutigere Ansätze» verlangen. Ende September war zudem bekannt geworden, dass die sieben Mitgründer vor einem Börsengang gemeinsam 50,1 Prozent der Stimmrechte erhalten sollen, bei jeweils rund zwei Prozent des Kapitals.

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Wer über die Mittel entscheidet, ist offen. Struktur, Führung und die Wert-Meilensteine will Anthropic «in den kommenden Monaten» nachliefern und später einen Bericht zum Gemeinwohl veröffentlichen. Auch einen Dollarbetrag nennt das Unternehmen nicht. Einen Schweiz-Bezug gibt es nicht.

Quellen

Anthropic, Investing in the public benefit, 18.10.2026↗ EXTERNER LINKTechCrunch, 18.10.2026↗ EXTERNER LINKTechCrunch, 25.09.2026↗ EXTERNER LINK
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