35 Jahre lang hat Arm nur Chip-Designs lizenziert. Jetzt produziert der britische Konzern erstmals selbst – mit 136 Kernen, 3nm-Technologie und Meta als Co-Entwickler.

Arm steigt mit dem AGI CPU in die eigene Chip-Produktion ein – mit Meta als Partner und SAP als Launch-Kunde, direkt relevant für Schweizer Enterprise-IT.
35 Jahre lang hat Arm nur Chip-Designs lizenziert. Jetzt produziert der britische Konzern erstmals selbst – und das gleich für die grösste Wachstumsbranche der Welt.
Am 24. März stellte Arm Holdings in San Francisco den Arm AGI CPU vor. Die Spezifikationen lesen sich wie eine Kampfansage an Intels und AMDs Dominanz im Rechenzentrum: bis zu 136 Neoverse-V3-Kerne, gefertigt in TSMCs modernster 3-Nanometer-Technologie, mit 300 Watt TDP, 96 PCIe-Gen6-Lanes und CXL-3.0-Support. Arm beansprucht mehr als doppelte Performance pro Rack gegenüber x86-Plattformen.
Der Clou: Meta ist nicht nur Launch-Kunde, sondern Co-Entwickler. Weitere Partner an Bord sind OpenAI, Cerebras, Cloudflare, SAP, SK Telecom, Positron und Rebellions. Hardware-Partner Supermicro, Lenovo und ASRock Rack bauen die Server-Plattformen.
Warum der Strategiewechsel? Arm verdiente bisher an Lizenzen – ein margenstarkes, aber wachstumslimitiertes Modell. Mit einem eigenen Chip im boomenden KI-Rechenzentrumsmarkt öffnet sich eine völlig neue Umsatzdimension. Arm prognostiziert $15 Milliarden Jahresumsatz allein durch diesen Chip bis 2031 und potenzielle $10 Milliarden CapEx-Einsparungen pro Gigawatt Rechenzentrums-Kapazität für Kunden. Die Arm-Aktie reagierte mit einem Plus von 16%.
Dass SAP zu den Launch-Kunden gehört, macht den Chip für die Schweizer Enterprise-IT unmittelbar interessant. Viele Schweizer Grossunternehmen setzen auf SAP-Infrastruktur – wenn diese künftig auf Arm-Prozessoren läuft, könnte das die Kostenstruktur von Rechenzentren grundlegend verändern. Die neue Chip-Architektur verspricht nicht nur mehr Leistung, sondern auch deutlich geringeren Energieverbrauch – ein zentraler Faktor für Schweizer Datacenter-Betreiber, die unter steigendem Nachhaltigkeitsdruck stehen.

OpenAI sammelt über die $110-Milliarden-Runde hinaus weitere $10 Milliarden ein, stellt seine Video-KI Sora nach nur sechs Monaten ein und gibt das klarste IPO-Signal bisher.
OpenAI räumt vor dem Börsengang auf: unprofitable Projekte wie Sora werden gestrichen, die Bewertung auf $850 Milliarden getrieben.

Die Schweizer Online-Apotheke DocMorris hat eine strategische Partnerschaft mit Google angekündigt. Die gesamte IT-Infrastruktur wird auf Google Cloud migriert, ein KI-Gesundheitsbegleiter auf Basis von Googles Gemini-Modellen ist in Entwicklung. Ein Signal für die digitale Transformation der Schweizer Gesundheitsbranche.
DocMorris setzt als erste grosse Schweizer Gesundheitsfirma voll auf Google-KI – ein Signal für die Branche, aber auch ein Testfall für Datensouveränität im Gesundheitswesen.

Das mysteriöse KI-Modell «Hunter Alpha», das seit dem 11. März die OpenRouter-Rangliste dominierte, gehört nicht zu DeepSeek – sondern zu Xiaomi. Mit rund 1 Billion Parametern und einem 1-Million-Token-Kontextfenster positioniert der Smartphone-Riese sein MiMo-V2-Pro als «Gehirn für KI-Agenten».
Xiaomis anonymer «Stealth Release» auf OpenRouter zeigt: Chinas KI-Ökosystem reicht weit über DeepSeek hinaus – und der Smartphone-Riese meint es ernst mit KI-Agenten.