NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI IN DER SCHWEIZ

Der Bund will KI für alle – acht Massnahmen und noch kein Budget

Der Bundesrat hat einen konkreten Umsetzungsplan mit acht Massnahmen für den KI-Einsatz in der Bundesverwaltung beschlossen – inklusive eines eigenen KI-Systems für alle Mitarbeitenden. Doch der Finanzierungsentscheid steht noch aus.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
2. MÄRZ 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 5. MÄRZ 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration des Bundeshauses mit Antenne auf dem Dach, Amtssiegel und Stapel von Policy-Dokumenten – kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Der Hintergrund02Was genau geplant ist03Weiter als gedacht04Der Haken: Noch kein Budget05Einordnung
INHALT
01Der Hintergrund02Was genau geplant ist03Weiter als gedacht04Der Haken: Noch kein Budget05Einordnung
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Schweizer Bundesverwaltung bekommt ein eigenes KI-System und einen internen Marktplatz – aber wie schnell das kommt, hängt vom Budget ab, das frühestens im Frühjahr 2026 entschieden wird.

Die Bundesverwaltung soll ein eigenes KI-System bekommen – und zwar nicht nur für die Chefetage, sondern für alle rund 40'000 Mitarbeitenden. Der Bundesrat hat im Dezember 2025 einen Umsetzungsplan mit acht konkreten Massnahmen genehmigt. Was steckt dahinter?

Der Hintergrund

Die heutige KI-Strategie baut auf sieben Leitlinien auf, die der Bundesrat bereits im November 2020 verabschiedet hat: Mensch im Mittelpunkt, Transparenz, Rechenschaftspflicht, Sicherheit. Im September 2024 beauftragte er die Bundeskanzlei, daraus eine konkrete Teilstrategie zu erarbeiten. Im März 2025 lag sie vor – mit drei Grundsätzen: vertrauenswürdiger KI-Einsatz, Kompetenzaufbau bei den Mitarbeitenden und Prozessoptimierung.

Der entscheidende Schritt folgte am 12. Dezember 2025: Der Bundesrat genehmigte den konkreten Umsetzungsplan mit acht Massnahmen und stärkte gleichzeitig das Kompetenznetzwerk Künstliche Intelligenz (CNAI).

Was genau geplant ist

Vier der acht Massnahmen sind öffentlich detailliert:

Bundesinternes KI-System: Alle Verwaltungsmitarbeitenden sollen Zugang zu einem generativen KI-System erhalten. Ein Vorläufer existiert bereits: Gov-GPT, eine Eigenentwicklung des Bundesamts für Informatik (BIT) auf Basis von Meta Llama. Das System läuft seit November 2024 als Pilot in den gesicherten Rechenzentren des Bundes – bisher aber nur für die oberste Führungsebene (Bundesrätinnen, Amtsdirektoren, Staatssekretäre). Informationen bis Stufe «vertraulich» dürfen verarbeitet werden. Gov-GPT dürfte als technischer Vorläufer für das breitere System dienen.

Interner KI-Marktplatz: Bundesämter sollen über eine zentrale Plattform auf wiederverwendbare «KI-Bausteine» zugreifen können – etwa Chatbots oder Übersetzungstools, die andere Stellen bereits entwickelt haben. Ziel: keine Doppelentwicklungen.

Handbuch und rechtliche Grundlagen: Ein Handbuch für den KI-Einsatz wird erarbeitet. Bereits verfügbar sind Merkblätter zur Nutzung generativer KI-Werkzeuge, zu Large Language Models und zu DeepL Pro Translator (alle aktualisiert Ende 2025).

Bundesweite Potenzialerfassung: Systematisch wird erhoben, wo KI Verwaltungsprozesse optimieren kann.

Weiter als gedacht

Was viele nicht wissen: Laut der CNAI-Projektdatenbank laufen bereits 60 bis 90 KI-Projekte in verschiedenen Bundesämtern. Darunter: Vorhersage des nationalen Stromverbrauchs (produktiv), Warendeklarationsanalyse beim Zoll (produktiv), Wetter- und Pollenprognosen bei MeteoSchweiz, Betrugsbekämpfung bei der WEKO, über fünf Chatbot-Projekte bei verschiedenen Stellen und maschinelle Übersetzung bei der Bundeskanzlei.

Der Haken: Noch kein Budget

Der Finanzierungsentscheid steht per März 2026 noch aus. Der Bundesrat hat den Budgetbeschluss auf das Frühjahr 2026 verschoben. Die offizielle Kommunikation ist klar: Die Finanzierung wird massgeblichen Einfluss darauf haben, wie schnell und umfassend die Massnahmen umgesetzt werden. Ein erschwerender Faktor ist der erhebliche Konsolidierungsdruck auf den Bundeshaushalt (Entlastungspaket 2027). Konkrete Zahlen zum KI-Budget sind öffentlich nicht verfügbar.

Zum Vergleich: Für die Swiss Government Cloud wurde separat ein Verpflichtungskredit von 246,9 Mio. Franken beantragt – diese Infrastruktur dürfte auch für KI-Dienste relevant sein.

Einordnung

Die Stossrichtung stimmt: Der Bund will KI nicht einfach ignorieren oder wild experimentieren, sondern strukturiert einsetzen. Dass bereits 60–90 Projekte laufen, zeigt: Die Verwaltung ist weiter als ihr Ruf. Doch ohne klares Budget bleibt vieles Absichtserklärung. Besonders das bundesinterne KI-System für alle Mitarbeitenden könnte ein Meilenstein werden – wenn es denn finanziert wird. Für dich als Schweizer Steuerzahler heisst das: Die Verwaltung digitalisiert sich, aber ob das Tempo reicht, entscheidet sich in den nächsten Monaten.

Quellen

Medienmitteilung Bundesrat, 12.12.2025↗ EXTERNER LINKBundeskanzlei – KI in der Bundesverwaltung↗ EXTERNER LINKInside IT – Gov-GPT, 24.03.2025↗ EXTERNER LINKNetzwoche – KI-Strategie Bundesverwaltung↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
Meta
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier
Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier
KI IN DER SCHWEIZ·25. SEPTEMBER 2026

Zürich verdoppelt sein Produktivitätswachstum – auf dem Papier

Eine ZHAW-Modellrechnung für den Kanton Zürich sieht KI die Arbeitsproduktivität um zusätzlich 1,1 Prozent pro Jahr steigern – doppelt so viel wie in den letzten 25 Jahren. Im selben Bericht steht, dass die Zahl der Stellensuchenden in stark KI-exponierten Berufen seit Oktober 2022 um 118 Prozent gestiegen ist.

Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis
Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis
KI IN DER SCHWEIZ·25. SEPTEMBER 2026

Sakana AI holt Schmidhuber, IDSIA bleibt seine Basis

Sakana AI hat Jürgen Schmidhuber laut eigener Ankündigung als Chief Scientific Advisor für sein neues RSI Lab in Tokio gewonnen. Der KI-Pionier bleibt dabei nach Angaben des Unternehmens weiterhin wissenschaftlicher Direktor des IDSIA in Lugano. Bestätigt ist die Personalie bislang nur durch Sakana selbst und spezialisierte Fachportale.

Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Globus mit einem Fragebogen und Checkboxen, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·24. SEPTEMBER 2026

Der besorgte Westen: Viel KI-Nutzung, noch mehr Skepsis

Gallup und Microsoft haben die ersten 37 Länder einer weltweiten KI-Studie veröffentlicht: In 34 davon überwiegen die positiven Gefühle. Die grosse Ausnahme sind die USA, wo sich 74 Prozent der KI-bewussten Erwachsenen sorgen – ausgerechnet dort, wo am meisten genutzt wird. Innerhalb dieser Länder gilt allerdings das Gegenteil: Wer täglich mit KI arbeitet, sorgt sich am wenigsten.

Illustration einer Küche mit Kücheninsel und Holzboden, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Küche mit Kücheninsel und Holzboden, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·23. SEPTEMBER 2026

Comparis bringt die Schweizer Immobiliensuche in ChatGPT

Comparis lanciert als erstes Schweizer Immobilienportal ein eigenes ChatGPT-Plug-in. Eine hauseigene Bildanalyse durchsucht die Inseratefotos nach Merkmalen wie Kücheninsel, Holzboden oder besonders hellen Räumen, für die kein Filter existiert. Wichtiger als die Technik ist die Verschiebung dahinter: Der Einstiegspunkt der Suche wandert vom Portal in den Chat.

Illustration einer Standseilbahn, die einen steilen Berghang hinunterfährt, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Standseilbahn, die einen steilen Berghang hinunterfährt, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·15. SEPTEMBER 2026

Schweizer KI-Aktien brechen ein – ABB verliert 3,6 Prozent

Nachdem führende KI-Chefs am Wochenende vor den Risiken ihrer eigenen Technologie gewarnt hatten, gerieten am Montag auch Schweizer Aktien unter Druck. Comet verlor 6,6 Prozent, VAT 5,7 Prozent, ABB 3,6 Prozent. Betroffen sind vor allem Zulieferer für Rechenzentren und Chipfertigung.

Illustration eines leeren Werbeplakats auf einem Dachgerüst mit Leiter, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines leeren Werbeplakats auf einem Dachgerüst mit Leiter, kinewsletter.ch Stil
KI IN DER SCHWEIZ·7. SEPTEMBER 2026

ChatGPT-Werbung: Schweizer KMU können jetzt selbst buchen

Seit Ende August können Schweizer Werbetreibende Anzeigen in ChatGPT direkt über den Ads Manager buchen – ohne Agentur, ohne OpenAI-Sales. Das Mindest-Tagesbudget liegt bei 20 Franken. Personalisierte Werbung bleibt in der Schweiz vorerst gesperrt.

Mehr aus KI in der Schweiz →