Das Lausanner EPFL-Spin-off DPhi Space hat mit Clustergate-2 eine satellitenbasierte Rechenplattform live im Orbit demonstriert. Auf dem Momentus-Satelliten Vigoride-7 wurde erstmals ein Large Language Model (Liquid AI LFM2-3B) ausgeführt – um automatisch eine Beschreibung eines Erdbildes zu generieren.

Erstmals führt ein Schweizer Unternehmen ein generatives KI-Modell autonom auf einem Satelliten aus – ein praktischer Meilenstein für «Edge AI in Space» und ein Schweiz-Highlight in einer KI-Welt voller Mega-Funding-Schlagzeilen.
Während in San Francisco über 900-Milliarden-Bewertungen diskutiert wird, läuft in Lausanne eine andere Geschichte – konkret und im wahrsten Sinne abgehoben. Das EPFL-Spin-off DPhi Space hat mit Clustergate-2 eine satellitenbasierte Rechenplattform live im Orbit demonstriert. Auf dem Momentus-Satelliten Vigoride-7 wurde erstmals ein Large Language Model (Liquid AI LFM2-3B) ausgeführt, um automatisch eine Beschreibung eines Erdbildes zu generieren.
Die Mission startete Ende März 2026. Erste Schweizer Anwender sind ClearSpace; ein Hackathon mit Liquid AI läuft bis 8. Mai.
Anwendungsfälle laut Unternehmen:
Pre-Seed-Runde: CHF 2,1 Mio., angeführt von QBIT Capital, mit ZKB, Apprecia Capital und Kickfund. DPhi Space ist Top-100-Schweizer-Startup, Venture-Kick-Sieger und ESA-BIC-Switzerland-Mitglied. Ein gutes Beispiel für die Schweizer Stärke in Spezial-Nischen, wo Hardware, Forschung und KI zusammenkommen.
Edge AI in Space ist ein neues Anwendungsfeld: Statt Daten zur Erde zu funken und dort verarbeiten zu lassen, läuft die Verarbeitung direkt am Satelliten – mit deutlich geringerer Bandbreite und schnellerer Reaktionszeit. Für Erdbeobachtung, maritime Überwachung und industrielle Anwendungen ein Game-Changer.
Der Stanford AI Index 2026 sieht die Schweiz weltweit auf Platz 1 bei KI-Talentdichte (110,5 Fachkräfte pro 100'000 Einwohner). DPhi Space ist ein konkretes Beispiel, wie aus dieser Talentdichte spezialisierte, hochtechnische Produkte entstehen – auch wenn die Schweiz bei den Mega-Funding-Runden nicht mitspielt.
Erstmals führt ein Schweizer Unternehmen ein generatives KI-Modell autonom auf einem Satelliten aus – ein praktischer Meilenstein für «Edge AI in Space» und ein Schweiz-Highlight in einer KI-Welt voller Mega-Funding-Schlagzeilen.

Eine Beobachter-Recherche von Otto Hostettler und Lukas Lippert deckt auf: Rund 100 ETH- und EPFL-Wissenschaftler warnten das Schweizer Parlament im Sommer 2025 vor «zu strengen» KI-Gesetzen. Ihre Hochschulen erhalten Millionen von Meta, Google und ByteDance.
Akademisches Lobbying gegen Schweizer KI-Regulierung kommt von Forschern, deren Hochschulen Millionen von genau jenen Konzernen erhalten, die zu regulieren sind. Eine Story, die Schweizer Politik und Forschungs-Community gleichermassen beschäftigt.

Im Mai 2026 startet das Apertus-basierte Meditron-LLM in der Notaufnahme des CHUV (Lausanne). Der Bund finanziert das Projekt mit 20 Mio CHF bis 2028. Apertus selbst hat seit Launch im September 2025 die Marke von 1 Million Downloads überschritten – das Schweizer Open-Source-LLM beweist Substanz.
Mit dem CHUV-Pilot wird Apertus erstmals in einem klinisch kritischen Setting eingesetzt – ein Leuchtturm für regulierte Branchen, die KI nicht in die USA schicken können oder wollen.

Am 27. April hat die FINMA erstmals explizit vor Claude Mythos & Co. als systemisches Risiko für den Schweizer Finanzplatz gewarnt. Zeitgleich publiziert Swisscom den Cybersecurity Threat Radar 2026 mit «massiv verschärfter» Risiko-Einstufung autonomer KI-Agenten. Beide Berichte machen Mythos zur strategischen CH-Schwerpunkt-Story.
FINMA und Swisscom heben gleichzeitig den Risikolevel für KI-Agenten und Frontier-Modelle – Schweizer CISOs sollten Vendor-Risk-Management und Shadow-AI-Inventare diese Woche aktualisieren.