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EPFL-Spin-off DPhi Space lässt Schweizer LLM erstmals im Orbit laufen

Das Lausanner EPFL-Spin-off DPhi Space hat mit Clustergate-2 eine satellitenbasierte Rechenplattform live im Orbit demonstriert. Auf dem Momentus-Satelliten Vigoride-7 wurde erstmals ein Large Language Model (Liquid AI LFM2-3B) ausgeführt – um automatisch eine Beschreibung eines Erdbildes zu generieren.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
1. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Satelliten im Orbit mit der Schweiz darunter, KI-Schaltkreise und ein generierter Text auf dem Display, kinewsletter.ch Stil
DPhi Satellite D
INHALT
01Die Hardware im Orbit02Was DPhi konkret kann03Funding und Schweizer Verankerung04Warum das relevant ist
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01Die Hardware im Orbit02Was DPhi konkret kann03Funding und Schweizer Verankerung04Warum das relevant ist
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Erstmals führt ein Schweizer Unternehmen ein generatives KI-Modell autonom auf einem Satelliten aus – ein praktischer Meilenstein für «Edge AI in Space» und ein Schweiz-Highlight in einer KI-Welt voller Mega-Funding-Schlagzeilen.

Während in San Francisco über 900-Milliarden-Bewertungen diskutiert wird, läuft in Lausanne eine andere Geschichte – konkret und im wahrsten Sinne abgehoben. Das EPFL-Spin-off DPhi Space hat mit Clustergate-2 eine satellitenbasierte Rechenplattform live im Orbit demonstriert. Auf dem Momentus-Satelliten Vigoride-7 wurde erstmals ein Large Language Model (Liquid AI LFM2-3B) ausgeführt, um automatisch eine Beschreibung eines Erdbildes zu generieren.

Die Hardware im Orbit

  • 2× ARM Quad-Core A53 mit je 4 GB RAM
  • SYNC Ultrascale Plus FPGA für spezialisierte Berechnungen
  • Nvidia GPU von EdgeX für die KI-Workloads
  • Mehrere TB redundanter Storage – Container-Apps deploybar wie in einer Cloud

Die Mission startete Ende März 2026. Erste Schweizer Anwender sind ClearSpace; ein Hackathon mit Liquid AI läuft bis 8. Mai.

Was DPhi konkret kann

Anwendungsfälle laut Unternehmen:

  • Post-quanten-verschlüsselte Kommunikation
  • KI-Objekterkennung auf Erdbeobachtungsdaten
  • Open-Source-LLMs auf Payload-Daten
  • Maritime Anomalie- und Bergbaudetektion

Funding und Schweizer Verankerung

Pre-Seed-Runde: CHF 2,1 Mio., angeführt von QBIT Capital, mit ZKB, Apprecia Capital und Kickfund. DPhi Space ist Top-100-Schweizer-Startup, Venture-Kick-Sieger und ESA-BIC-Switzerland-Mitglied. Ein gutes Beispiel für die Schweizer Stärke in Spezial-Nischen, wo Hardware, Forschung und KI zusammenkommen.

Warum das relevant ist

Edge AI in Space ist ein neues Anwendungsfeld: Statt Daten zur Erde zu funken und dort verarbeiten zu lassen, läuft die Verarbeitung direkt am Satelliten – mit deutlich geringerer Bandbreite und schnellerer Reaktionszeit. Für Erdbeobachtung, maritime Überwachung und industrielle Anwendungen ein Game-Changer.

Der Stanford AI Index 2026 sieht die Schweiz weltweit auf Platz 1 bei KI-Talentdichte (110,5 Fachkräfte pro 100'000 Einwohner). DPhi Space ist ein konkretes Beispiel, wie aus dieser Talentdichte spezialisierte, hochtechnische Produkte entstehen – auch wenn die Schweiz bei den Mega-Funding-Runden nicht mitspielt.

Quellen

EPFL-Spin-off bringt KI-Rechner in den Orbit (Netzwoche)↗ EXTERNER LINKDPhi Space lance plateforme de calcul en orbite (ICTjournal)↗ EXTERNER LINKDPhi Space raises CHF 2.1M (Venturelab)↗ EXTERNER LINK
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