Common Sense Media stuft ChatGPT for Teens als unannehmbares Risiko ein: Elternalarme blieben aus, Krisenverweise fehlten oft, der Lernmodus liess sich umgehen. OpenAI bestreitet die Methodik. Wir ordnen ein, was das für Familien in der Schweiz heisst.
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Die Untersuchung bezieht sich auf die US-Version und wird von OpenAI bestritten, zeigt aber, dass Elternalarme und Altersschätzung bei ChatGPT for Teens laut Testern nicht zuverlässig greifen.
Die US-Organisation Common Sense Media stuft «ChatGPT for Teens» als «unannehmbares Risiko» ein. Das ist die niedrigste Bewertung, die ihr Youth AI Safety Institute vergibt. Laut der Mitteilung von Common Sense Media vom 7. Oktober sollte OpenAI ChatGPT bis zur Behebung der Mängel auf Nutzende ab 18 Jahren beschränken. OpenAI widerspricht der Methodik.
Das Institut liess mehr als 4'000 Anfragen auf Konten laufen, die für 13- bis 17-Jährige angelegt waren. Getestet wurde vor und nach OpenAIs Ankündigung der Teen-Schutzfunktionen vom 18. August. Fachleute, darunter Kinderpsychiater und ein Kinderarzt, werteten die Antworten aus. Das Institut gibt an, durch Philanthropie und Industrie finanziert zu werden, auch durch die OpenAI Foundation, und redaktionell unabhängig zu sein.
OpenAI bezeichnet die Ergebnisse laut CBS6 Albany als ungenau. Ein Teil der Tests könnte begonnen und geendet haben, bevor die Elternfunktionen vollständig aktiv waren, was bis zu einigen Stunden dauern könne. Das Unternehmen bittet um einen neuen Test mit voll aktivierten Konten und grösserer Stichprobe. Common-Sense-Gründer Jim Steyer hält die Untersuchung für «äusserst gründlich».
Die Untersuchung bezieht sich auf die US-Version. Ob die Schutzfunktionen hierzulande gleich funktionieren, geht aus den Berichten nicht hervor. Common Sense Media rät Familien, sich nicht allein auf die eingebauten Schutzfunktionen zu verlassen und mit den Jugendlichen über Risiken zu sprechen, etwa darüber, dass ein Bot sich wie ein Freund anfühlen kann.
Wenn du oder jemand in deiner Nähe in einer Krise steckt: Die Dargebotene Hand (Telefon 143) und die Beratung von Pro Juventute für Kinder und Jugendliche (Telefon 147) sind rund um die Uhr erreichbar.
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