NewsKategorienNewsletter-ArchivÜber uns
AnmeldenKostenlos abonnieren

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·NEUE MODELLE

DeepSeek V4 und Qwen3.6 setzen proprietäre Labs unter Druck – Open Weights auf Rekordniveau

Zwei Tage, zwei Meilensteine: DeepSeek liefert das grösste Open-Weights-Modell der Geschichte, Alibabas Qwen3.6 schlägt mit 27 Milliarden Parametern ein 15-mal grösseres Modell beim Coding.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
24. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze einer offenen Schatztruhe mit Chips und einer Waage
Handgezeichnete Skizze einer offenen Schatztruhe mit Chips und einer Waage
INHALT
011,6 Billionen Parameter unter MIT-Lizenz0227 Milliarden schlagen 397 Milliarden03Tencent und Alibaba wollen bei DeepSeek einsteigen04Schweiz-Kontext
INHALT
011,6 Billionen Parameter unter MIT-Lizenz0227 Milliarden schlagen 397 Milliarden03Tencent und Alibaba wollen bei DeepSeek einsteigen04Schweiz-Kontext
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

DeepSeek V4-Pro ist mit 1,6 Billionen Parametern das grösste Open-Weights-Modell der Geschichte, während Qwen3.6-27B beweist, dass ein kompaktes Modell auf einer einzelnen GPU Flagship-Coding-Performance liefern kann – der Druck auf proprietäre Labs war nie grösser.

1,6 Billionen Parameter unter MIT-Lizenz

Am 24. April veröffentlichte DeepSeek zwei Modelle unter MIT-Lizenz: DeepSeek V4-Pro mit 1,6 Billionen Gesamtparametern (49 Milliarden aktiv) und V4-Flash mit 284 Milliarden (13 Milliarden aktiv). Beide nutzen eine Mixture-of-Experts-Architektur mit einem Kontextfenster von einer Million Tokens. V4-Pro ist damit das grösste Open-Weights-Modell überhaupt – grösser als Kimi K2.6 (1,1 Billionen) und mehr als doppelt so gross wie DeepSeeks eigener Vorgänger V3.2.

Beim Coding erreicht V4-Pro einen Codeforces-Score von 3’206 – über GPT-5.4 xHigh – und 55,4 Prozent auf SWE-Bench Pro. V4-Flash ist das eigentliche Preisbrecher-Modell: Nur $0,14 pro Million Input-Tokens und $0,28 pro Million Output-Tokens – das günstigste Frontier-Modell am Markt.

27 Milliarden schlagen 397 Milliarden

Zwei Tage zuvor hatte Alibabas Qwen-Team mit Qwen3.6-27B vorgelegt – ein dichtes (kein MoE) Modell unter Apache-2.0-Lizenz. Das Bemerkenswerte: Es übertrifft das hauseigene, 15-mal grössere Qwen3.5-397B-MoE auf den wichtigsten Coding-Benchmarks. Die Zahlen: 77,2 Prozent auf SWE-Bench Verified (vs. 76,2 beim 397B-Modell), 59,3 Prozent auf Terminal-Bench 2.0 (vs. 52,5) und 48,2 auf SkillsBench (vs. 30,0). Damit liegt Qwen3.6-27B auf dem Niveau von Claude Opus 4.5 und 4.6.

Der Clou: Das Modell läuft auf einer einzigen RTX 4090 mit 18 GB VRAM – Flagship-Coding-Performance für Hardware, die in vielen Büros steht. Innerhalb von 24 Stunden: 23’964 Downloads auf Hugging Face und 113 Community-Quantisierungen.

Tencent und Alibaba wollen bei DeepSeek einsteigen

Parallel zur Modell-Offensive verdichtete sich die Funding-Story: Bloomberg meldete am 24. April, dass Tencent und Alibaba mit DeepSeek über die erste externe Finanzierungsrunde verhandeln. Tencent schlug bis zu 20 Prozent Anteil vor – wurde aber abgewiesen. Die anvisierte Bewertung liegt bei über 20 Milliarden Dollar. DeepSeek gehört dem chinesischen Hedgefonds High-Flyer Capital Management und hat bisher keine externen Investoren.

Schweiz-Kontext

Die Open-Weights-Offensive ist für Schweizer Unternehmen besonders relevant: DeepSeek V4-Flash und Qwen3.6-27B erlauben lokales Deployment auf eigener Hardware – ein wichtiges Argument für Branchen mit strengen Datenschutzanforderungen wie Finanzdienstleistungen, Pharma und öffentliche Verwaltung. Die ETH Zürich und das Swiss AI Center arbeiten bereits mit Open-Weights-Modellen in Forschungsprojekten. Die Preisgestaltung von V4-Flash ($0,14/Mio. Tokens) unterbietet selbst die günstigsten europäischen Hosting-Angebote.

Quellen

Simon Willison: DeepSeek V4 – almost on the frontier, a fraction of the price↗ EXTERNER LINKHugging Face: DeepSeek-V4-Pro↗ EXTERNER LINKSimon Willison: Qwen3.6-27B – Flagship-Level Coding in a 27B Dense Model↗ EXTERNER LINKHugging Face: Qwen3.6-27B↗ EXTERNER LINKBloomberg: Tencent, Alibaba in Talks to Join DeepSeek’s First Funding Round↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Tintenfasses mit Füllfederhalter, Bauplänen und Zirkel auf einem Zeichentisch, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Tintenfasses mit Füllfederhalter, Bauplänen und Zirkel auf einem Zeichentisch, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·17. JULI 2026

Muratis erstes Modell ist offen – und bewusst nicht das beste

Thinking Machines Lab veröffentlicht Inkling: 975 Milliarden Parameter, offene Gewichte. Laut der Firma bewusst nicht das stärkste Modell – sondern ein Rohling zum Feintunen.

Illustration einer riesigen kreisförmigen Maschine in einer Werkhalle, mit einer winzigen Person auf dem Laufsteg als Grössenvergleich, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer riesigen kreisförmigen Maschine in einer Werkhalle, mit einer winzigen Person auf dem Laufsteg als Grössenvergleich, kinewsletter.ch Stil
NEUE MODELLE·17. JULI 2026

Kimi K3 erreicht Frontier-Niveau – und beendet die Billig-Ära

Moonshot AI hat Kimi K3 vorgestellt: 2,8 Billionen Parameter, eine Million Token Kontext, offene Gewichte ab dem 27. Juli. Das Modell spielt auf Augenhöhe mit den besten US-Systemen – und kostet dreimal so viel wie sein Vorgänger. Die Zeit der chinesischen Kampfpreise ist damit vorbei.

Handgezeichnete Skizze: drei Tueren zunehmender Groesse in einem Werkstattflur, jede mit einem leeren Preisschild am Griff, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze: drei Tueren zunehmender Groesse in einem Werkstattflur, jede mit einem leeren Preisschild am Griff, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
NEUE MODELLE·10. JULI 2026

GPT-5.6 für alle: OpenAI bringt drei Modelle zu drei Preisen

Seit dem 9. Juli ist OpenAIs neue Generation GPT-5.6 öffentlich verfügbar – in drei Stufen namens Sol, Terra und Luna, deren Preise von 1 bis 30 Dollar pro Million Token reichen. Zuvor hatte eine staatliche Sicherheitsprüfung die Freigabe wochenlang verzögert.

Skizze zu Grok 4.5 von SpaceXAI, kinewsletter.ch Stil
Skizze zu Grok 4.5 von SpaceXAI, kinewsletter.ch Stil (dark)
NEUE MODELLE·9. JULI 2026

Grok 4.5: SpaceXAIs günstiger Angriff auf Claude Opus

SpaceXAI hat Grok 4.5 veröffentlicht – ein «Opus-class model» für Coding und agentische Aufgaben, das beim Output rund viermal günstiger ist als Claude Opus 4.8. Die Leistungsvergleiche stammen allerdings aus xAI-eigenen Benchmarks, und selbst dort liegt Grok nicht an der Spitze.

Handgezeichnete Skizze eines Studiomikrofons mit Lautsprecher, Schallwellen und einer Stoppuhr, mit elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines Studiomikrofons mit Lautsprecher, Schallwellen und einer Stoppuhr, mit elektroblauem Akzent (Dark Mode)
NEUE MODELLE·7. JULI 2026

OpenAIs neue Sprachmodelle antworten schneller – und eines wird günstiger

OpenAI hat zwei neue Realtime-Sprachmodelle veröffentlicht: gpt-realtime-2.1 und die günstigere Mini-Variante. Beide reagieren dank besserem Caching mindestens 25 Prozent schneller – die Technik hinter Sprachassistenten und Telefon-Bots wird flüssiger und billiger.

Illustration eines offenen Serverschranks an einer Werkbank, kinewsletter.ch Stil
Illustration offener Serverschrank, kinewsletter.ch Stil Dark
NEUE MODELLE·7. JULI 2026

Tencent bringt Hy3: offenes 295-Milliarden-Modell, das über seiner Klasse boxt

Nur 21 Mrd. aktive Parameter, Apache-2.0-Lizenz und Self-Hosting: Tencents neues MoE-Modell zielt auf Effizienz statt Grösse.

Mehr aus Neue Modelle →