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Google stoppt KI-Hacker: Erstmals echter Zero-Day-Exploit mit KI gebaut

Google Threat Intelligence hat einen kriminellen Angreifer entdeckt, der mit KI einen funktionsfähigen Zero-Day-Exploit entwickelt hat – und gestoppt, bevor er Tausende Server treffen konnte.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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13. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Lupe über verheddertem Kabelhaufen in einem Serverraum mit Warnlicht, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Lupe über verheddertem Kabelhaufen in einem Serverraum mit Warnlicht (Dark Mode), kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Die Lücke, die niemand kannte02Vom Hype zum Alltag03Was IT-Teams jetzt anpassen sollten
INHALT
01Die Lücke, die niemand kannte02Vom Hype zum Alltag03Was IT-Teams jetzt anpassen sollten
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Zum ersten Mal hat ein Sicherheitsteam einen KI-gebauten Zero-Day-Exploit dokumentiert und gestoppt – die Ära der KI-getriebenen Angriffe ist offiziell da.

Sicherheitsforscher haben jahrelang gewarnt, dass KI-Modelle eines Tages Angreifern helfen werden, Sicherheitslücken automatisiert auszunutzen. Jetzt liegt der erste dokumentierte Beweis vor: Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat einen Angreifer entdeckt, der mit Hilfe eines KI-Modells einen funktionierenden Zero-Day-Exploit entwickelt hat – und konnte den geplanten Massenangriff stoppen.

Die Lücke, die niemand kannte

Der Angreifer zielte auf ein populäres Open-Source-Tool für Server-Administration – die Art Software, mit der Unternehmen ihre Server, Mitarbeitenden-Accounts und Sicherheits-Einstellungen verwalten. Das KI-Modell fand eine bis dahin unbekannte Schwachstelle (Zero-Day) und baute daraus eine Methode, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.

Wäre der Exploit live gegangen, hätten Tausende Server gleichzeitig angegriffen werden können – das, was die Sicherheitswelt ein «Mass Exploitation Event» nennt. Google sagt, man habe «hohe Konfidenz», dass es sich tatsächlich um KI-generierten Code handelt – nicht um manuell geschriebene Exploits mit KI-Hilfe. Das eigene Gemini-Modell sei nicht involviert gewesen; der Täter nutzte andere, frei zugängliche KI-Tools.

Vom Hype zum Alltag

Seit dem letzten GTIG-Report im Februar 2026 hat sich die Lage gedreht: Aus experimentellen KI-Angriffen sind erste produktive Kampagnen geworden. GTIG verfolgt nach eigenen Angaben mehrere staatlich gelenkte Akteure aus Nordkorea und China, die KI in unterschiedlichen Stufen ihrer Angriffsketten einsetzen.

Die Ära der KI-getriebenen Schwachstellen-Ausnutzung ist nicht mehr ein Zukunftsszenario – sie ist hier.

Brisant ist der Kontext: Letzte Woche hatten verschiedene Quellen berichtet, dass Anthropics neues Cyber-Modell «Mythos» Angreifern dramatische Vorteile verschaffen könnte. Anthropic hat den Zugriff darauf bewusst eng gehalten. Der Fall von Google zeigt jetzt: Auch ohne Spezialmodell sind die frei verfügbaren KI-Tools mittlerweile gut genug, um echten Schaden anzurichten.

Was IT-Teams jetzt anpassen sollten

Für Schweizer Unternehmen heisst das konkret: Wer Open-Source-Komponenten in der eigenen Infrastruktur einsetzt, sollte Patch-Zyklen kürzer takten und auf Telemetrie achten, die auch ungewöhnliche Angriffsmuster erkennt. Klassische Signaturen reichen nicht mehr, wenn KI in Sekunden neue Varianten generiert. Und Multi-Faktor-Authentifizierung muss so gebaut sein, dass sie auch dann hält, wenn ein Angreifer dynamisch lernt – Phishing-resistente Tokens wie Passkeys sind deutlich robuster als SMS- oder TOTP-Codes.

Quellen

Adversaries Leverage AI for Vulnerability Exploitation – Google Cloud Blog↗ EXTERNER LINKGoogle says it likely thwarted effort by hacker group to use AI for mass exploitation event – CNBC↗ EXTERNER LINKGoogle disrupts hackers using AI to exploit an unknown weakness – NBC News↗ EXTERNER LINKGoogle issues dire warning after catching hackers using AI – Fortune↗ EXTERNER LINKGoogle says criminals used AI-built zero-day in planned mass hack spree – The Register↗ EXTERNER LINK
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