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KI überholt Blockchain – Schweizer FinTech-Studie markiert Zeitenwende

Die IFZ-FinTech-Studie 2026 der Hochschule Luzern zeigt: KI ist erstmals die grösste Technologiekategorie im Schweizer FinTech-Sektor. 529 Unternehmen, Genf und Zürich direkt hinter Singapur.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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12. MÄRZ 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Schweizer Bankgebäudes mit Börsenticker, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Schweizer Bankgebaeudes mit Boersenticker, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
INHALT
01529 FinTechs und ein Paradigmenwechsel02Genf und Zürich direkt hinter Singapur03Von der Blockchain-Nation zur KI-Nation
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01529 FinTechs und ein Paradigmenwechsel02Genf und Zürich direkt hinter Singapur03Von der Blockchain-Nation zur KI-Nation
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Künstliche Intelligenz hat Blockchain als grösste Technologiekategorie im Schweizer FinTech-Sektor abgelöst – ein Meilenstein, der eine strukturelle Transformation der Branche markiert.

Die IFZ-FinTech-Studie 2026 der Hochschule Luzern zeigt: Künstliche Intelligenz ist erstmals die grösste Technologiekategorie im Schweizer und liechtensteinischen FinTech-Sektor – und verdrängt damit Blockchain vom Spitzenplatz.

529 FinTechs und ein Paradigmenwechsel

Per Ende 2025 zählen die Schweiz und Liechtenstein 529 FinTech-Unternehmen – ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2015 hat sich die Zahl verdreifacht. Doch die eigentliche Nachricht liegt in der Technologie-Verteilung: Data Analytics, Big Data und KI haben erstmals Prozessdigitalisierung und Blockchain als grösste Kategorie abgelöst.

Co-Autor Thomas Ankenbrand ordnet ein: Der Aufstieg von KI liege nicht nur an neuen Startups. Bestehende FinTechs hätten ihren Technologiefokus aktiv auf daten- und KI-basierte Anwendungen verschoben. Das ist kein Hype-Effekt, sondern eine strukturelle Transformation der gesamten Branche.

Genf und Zürich direkt hinter Singapur

Infrastruktur hat Investment Management als grösstes Produktsegment abgelöst. B2B- und SaaS-Modelle dominieren. Im globalen IFZ FinTech Hub Ranking positionieren sich Genf und Zürich direkt hinter Singapur – als weltweit führende FinTech-Zentren.

Ein Wermutstropfen: Die Venture-Capital-Aktivität ist rückläufig, trotz starker internationaler Positionierung. Die Hochschule Luzern nennt die Ursachen «nicht eindeutig erklärbar» – der Trend zeige sich zwar global, falle aber für die Schweiz besonders auf.

Von der Blockchain-Nation zur KI-Nation

Für die Schweiz markiert diese Studie einen Wendepunkt. Jahrelang wurde das Land als «Crypto Valley» und Blockchain-Standort wahrgenommen. Jetzt verschiebt sich das Bild: Die Schweiz entwickelt sich zum KI-FinTech-Hub – und das nicht durch Disruption, sondern durch evolutionäre Transformation bestehender Unternehmen.

Konkret heisst das: Wer im Schweizer Finanzsektor arbeitet, kommt an KI nicht mehr vorbei. Der Wandel passiert nicht irgendwo im Silicon Valley – er passiert direkt vor der Haustür.

Die elfte Ausgabe der Studie wurde durch Finnova, Finstar, Inventx, den Kanton Zug, SFTI, SIX und die Zürcher Kantonalbank ermöglicht.

Quellen

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