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Metas KI-Chatbot verschenkte Instagram-Konten

Eine Lücke in Metas KI-Support-Chatbot liess Angreifer fremde Instagram-Konten übernehmen – ohne Passwort, ohne E-Mail. Über 20'000 Konten waren betroffen, darunter prominente. Schütze dich mit Zwei-Faktor-Login.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
10. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines offenen Vorhängeschlosses auf einem Smartphone mit Schlüssel und elektroblauem Akzent
Handgezeichnete Skizze eines offenen Vorhängeschlosses auf einem Smartphone mit Schlüssel und elektroblauem Akzent
INHALT
01Einfach nach einer neuen E-Mail gefragt02Über 20'000 Konten – auch prominente03Das solltest du jetzt tun
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01Einfach nach einer neuen E-Mail gefragt02Über 20'000 Konten – auch prominente03Das solltest du jetzt tun
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Wer beim KI-Support-Bot einfach nett fragte, bekam Zugriff auf fremde Instagram-Konten – ein Lehrstück, wie KI-Assistenten zur Sicherheitslücke werden.

Manchmal braucht es keinen ausgefuchsten Hackerangriff – es reicht, den richtigen Bot freundlich zu fragen. Genau das ist bei Meta passiert: Eine Schwachstelle im KI-Support-Chatbot des Konzerns liess Angreifer fremde Instagram-Konten übernehmen.

Einfach nach einer neuen E-Mail gefragt

Der Trick war erschreckend simpel. Die Angreifer baten den AI Support Assistant von Meta darum, eine neue E-Mail-Adresse zum Zielkonto hinzuzufügen – und der Bot tat es. Wer die Kontroll-E-Mail ändern kann, kann das Passwort zurücksetzen und das Konto übernehmen. Voraussetzung war nur, dass das Opfer keine Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert hatte. Den Nutzernamen, das Passwort oder die Telefonnummer mussten die Angreifer nicht kennen. Häufig nutzten sie ein VPN in der Nähe des mutmasslichen Wohnorts des Opfers, um keinen Verdacht zu erregen.

Über 20'000 Konten – auch prominente

Laut einer Meldung, die Meta bei der Staatsanwaltschaft von Maine einreichte, wurden zwischen dem 17. April und Anfang Juni rund 20'225 Konten kompromittiert; neuere Berichte gehen von noch mehr aus. Unter den Zielen waren auch prominente Accounts – etwa das (seit 2017 inaktive) Konto des Weissen Hauses aus der Obama-Ära, der Account eines hohen Vertreters der US Space Force sowie der Kosmetikkette Sephora. Meta spielte übers Wochenende einen Notfall-Patch ein und betonte, es sei keine Datenbank im Hintergrund geknackt worden.

Das solltest du jetzt tun

Für dich ist die Lehre konkret: Aktiviere für Instagram – und für alle wichtigen Konten – die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Genau sie hätte den Angriff ins Leere laufen lassen. Der Fall zeigt zudem ein neues Muster: KI-Assistenten, die im Kundendienst eigenständig handeln dürfen, werden selbst zur Angriffsfläche. Ein hilfsbereiter Bot, der zu viel darf, ist ein Sicherheitsrisiko – ganz ohne klassische Schadsoftware.

Quellen

Hackers Used Meta's AI Support Bot to Seize Instagram Accounts (KrebsOnSecurity)↗ EXTERNER LINKHackers Simply Asked Meta AI (404 Media)↗ EXTERNER LINKHackers hijacked Instagram accounts via Meta AI support chatbot (TechCrunch)↗ EXTERNER LINK
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