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  4. Microsoft–OpenAI: Das stille Erdbeben – Exklusivrechte fallen, AWS steigt ein
KI-Business

Microsoft–OpenAI: Das stille Erdbeben – Exklusivrechte fallen, AWS steigt ein

Am Montag, 27. April, veröffentlichten Microsoft und OpenAI zeitgleich Blogposts zur «next phase» ihrer Partnerschaft – die dritte Vertragsüberarbeitung seit 2025. Microsofts Exklusivrecht entfällt, OpenAI darf jeden Cloud-Anbieter nutzen, AWS kündigt sofort eine eigene OpenAI-Integration an.

Freitag, 8. Mai 2026~2 Min. Lesezeit
Pascal Eugster
Pascal EugsterGründer & Entwickler
Illustration eines auseinanderbrechenden Vertragsstapels mit drei Cloud-Symbolen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines auseinanderbrechenden Vertragsstapels mit drei Cloud-Symbolen, kinewsletter.ch Stil
Das Wichtigste

Microsoft verliert seine Exklusivkontrolle über OpenAI – damit fällt der letzte Stein vor einem OpenAI-IPO Ende 2026 und AWS steigt direkt ins Geschäft ein.

Am Montag, 27. April 2026, veröffentlichten Microsoft und OpenAI zeitgleich Blogposts zur «next phase» ihrer Partnerschaft – die dritte Vertragsüberarbeitung seit Anfang 2025. Wer das Erdbeben verpasst hat: Microsofts Exklusivrecht zum Vertrieb von OpenAI-Modellen ist gefallen, OpenAI kann seine Produkte ab sofort über jeden Cloud-Anbieter ausliefern, und AWS-Chef Andy Jassy kündigte noch am gleichen Tag die direkte Integration via Amazon Bedrock an.

Was sich konkret geändert hat

  • Microsofts Exklusivrecht entfällt: OpenAI kann seine Modelle bei AWS, Google Cloud, Oracle oder jedem anderen Anbieter hosten und vertreiben.
  • Revenue-Share neu strukturiert: Microsoft zahlt keinen Revenue-Share mehr an OpenAI. OpenAI selbst zahlt weiter rund 20 % bis 2030, neu aber mit Gesamt-Cap und entkoppelt vom AGI-Meilenstein.
  • IP-Lizenz nicht-exklusiv bis 2032: Microsoft behält Zugang zu OpenAI-Modellen, aber ohne Exklusivität.
  • Microsoft bleibt grösster Investor: ~27 % Beteiligung im Wert von rund 135 Mrd. Dollar, OpenAI-Bewertung im Verfahren 852 Mrd.

AWS reagiert binnen Stunden

AWS-CEO Andy Jassy kündigte auf X an, OpenAI-Modelle in den kommenden Wochen direkt über Amazon Bedrock anzubieten – inklusive einer gemeinsamen «Stateful Runtime Environment» für persistente AI-Agenten. Damit ist auch das im Februar 2026 von Microsoft angedrohte Klageszenario zum 50-Mrd-Dollar-Amazon-Deal vom Tisch.

Der eigentliche Subtext: IPO-Vorbereitung

Markt liest die Restrukturierung als Vorbereitung auf einen OpenAI-IPO Ende 2026. Eine Firma, die nur über einen einzigen Cloud-Anbieter verkaufen darf und deren Verträge an undefinierte AGI-Meilensteine geknüpft sind, lässt sich nicht öffentlich listen. Mit der jetzigen Struktur ist OpenAI ein normales SaaS-Unternehmen mit Multi-Cloud-Distribution.

Was das für Schweizer Unternehmen bedeutet

  1. Multi-Cloud wird Standard: Wer GPT-5.5 oder Codex via Azure einsetzt, kann ab Sommer auch via AWS Bedrock auf dieselben Modelle zugreifen.
  2. Lock-in-Risiko sinkt: OpenAI ist nicht länger an Microsoft gefesselt. Wer eigene Cloud-Souveränität will, kann jetzt auf einen direkten OpenAI-Vertrag drängen.
  3. AGI-Klausel weg: Verträge mit OpenAI werden für Compliance- und Legal-Teams überschaubar.

Die Restrukturierung ist die wichtigste Strukturmeldung des Jahres bisher – nicht weil ein Modell schneller wurde, sondern weil sich das Spielfeld der KI-Verteilung grundlegend verändert hat.

Fazit

Microsoft verliert seine Exklusivkontrolle über OpenAI – damit fällt der letzte Stein vor einem OpenAI-IPO Ende 2026 und AWS steigt direkt ins Geschäft ein.

Quellen

  • The next phase of our partnership (Microsoft Blog)(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Next phase of Microsoft partnership (OpenAI)(wird in neuem Tab geöffnet)
  • OpenAI-Microsoft revenue cap (CNBC)(wird in neuem Tab geöffnet)
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