Am Montag, 27. April, veröffentlichten Microsoft und OpenAI zeitgleich Blogposts zur «next phase» ihrer Partnerschaft – die dritte Vertragsüberarbeitung seit 2025. Microsofts Exklusivrecht entfällt, OpenAI darf jeden Cloud-Anbieter nutzen, AWS kündigt sofort eine eigene OpenAI-Integration an.
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Microsoft verliert seine Exklusivkontrolle über OpenAI – damit fällt der letzte Stein vor einem OpenAI-IPO Ende 2026 und AWS steigt direkt ins Geschäft ein.
Am Montag, 27. April 2026, veröffentlichten Microsoft und OpenAI zeitgleich Blogposts zur «next phase» ihrer Partnerschaft – die dritte Vertragsüberarbeitung seit Anfang 2025. Wer das Erdbeben verpasst hat: Microsofts Exklusivrecht zum Vertrieb von OpenAI-Modellen ist gefallen, OpenAI kann seine Produkte ab sofort über jeden Cloud-Anbieter ausliefern, und AWS-Chef Andy Jassy kündigte noch am gleichen Tag die direkte Integration via Amazon Bedrock an.
AWS-CEO Andy Jassy kündigte auf X an, OpenAI-Modelle in den kommenden Wochen direkt über Amazon Bedrock anzubieten – inklusive einer gemeinsamen «Stateful Runtime Environment» für persistente AI-Agenten. Damit ist auch das im Februar 2026 von Microsoft angedrohte Klageszenario zum 50-Mrd-Dollar-Amazon-Deal vom Tisch.
Markt liest die Restrukturierung als Vorbereitung auf einen OpenAI-IPO Ende 2026. Eine Firma, die nur über einen einzigen Cloud-Anbieter verkaufen darf und deren Verträge an undefinierte AGI-Meilensteine geknüpft sind, lässt sich nicht öffentlich listen. Mit der jetzigen Struktur ist OpenAI ein normales SaaS-Unternehmen mit Multi-Cloud-Distribution.
Die Restrukturierung ist die wichtigste Strukturmeldung des Jahres bisher – nicht weil ein Modell schneller wurde, sondern weil sich das Spielfeld der KI-Verteilung grundlegend verändert hat.