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Neura sammelt 1,4 Milliarden für Roboter aus Europa

Die deutsche Neura Robotics hat bis zu 1,4 Milliarden Dollar eingesammelt – die grösste Runde, die ein Robotik-Unternehmen je gesehen hat. Mit dabei: Amazon, NVIDIA, Bosch, Schaeffler und die Europäische Investitionsbank. Das Ziel: Millionen kognitiver Roboter bis 2030.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
13. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze eines Roboterarms, der Zahnraeder an einer Werkbank montiert, kinewsletter.ch Stil
Skizze eines Roboterarms, der Zahnraeder an einer Werkbank montiert, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Die Liste der Geldgeber ist die eigentliche Nachricht02«Physical AI» heisst das neue Zauberwort03Europa gegen Silicon Valley und China
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01Die Liste der Geldgeber ist die eigentliche Nachricht02«Physical AI» heisst das neue Zauberwort03Europa gegen Silicon Valley und China
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Europa setzt mit einer Rekordrunde von 1,4 Milliarden Dollar ein Zeichen in der Robotik – und zielt damit auf Branchen, in denen auch der Schweiz die Fachkräfte fehlen.

Eine Roboterfirma aus dem schwäbischen Metzingen hat gerade die grösste Finanzierungsrunde eingesammelt, die ein Robotik-Unternehmen je gesehen hat: Bis zu 1,4 Milliarden Dollar fliessen in die deutsche Neura Robotics. Und die Investorenliste liest sich wie das Who-is-who der Tech-Welt.

Die Liste der Geldgeber ist die eigentliche Nachricht

Angeführt wird die Series-C-Runde vom Stablecoin-Konzern Tether. Mit dabei: der Chiphersteller Qualcomm, Amazon, der KI-Chip-Riese NVIDIA, der Halbleiter-Investor imec.xpand – und mit Bosch und Schaeffler zwei deutsche Industrie-Schwergewichte, die zugleich wichtige Zulieferer für die Schweizer Maschinen- und Werkzeugindustrie sind. Auch die Europäische Investitionsbank (EIB) ist an Bord.

Laut Medienberichten wird Neura damit mit rund 7 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen selbst nennt es die «grösste Runde, die ein Full-Stack-Robotik-Unternehmen je hatte» – also eine Firma, die Hardware, Sensoren, Software und KI aus einer Hand baut, statt nur Teile zuzukaufen.

«Physical AI» heisst das neue Zauberwort

Neura, 2019 gegründet, baut sogenannte kognitive Roboter – Maschinen, die sehen, hören, fühlen und dazulernen können. Gründer und CEO David Reger nennt das Physical AI: künstliche Intelligenz, die nicht auf dem Bildschirm bleibt, sondern in der echten Welt anpackt.

«In Zukunft werden die Menschen nicht nur fragen, was KI sagen kann», so Reger. «Sie werden fragen, was KI physisch tun kann.»

Das Geld soll die Serienproduktion auf mehrere Millionen Roboter bis 2030 hochfahren. Herzstück ist der «Neuraverse» – ein offenes Ökosystem, in dem Roboter Fähigkeiten und Erlerntes untereinander teilen. Dazu kommen «NEURA Gyms», eine Art Trainingshallen, in denen die Maschinen in der realen Welt üben. Der bestehende Auftragsbestand liegt bereits bei über einer Milliarde Dollar.

Europa gegen Silicon Valley und China

Bemerkenswert ist, wer hier investiert – und wo. Mit der EIB stellt sich erstmals europäisches Staatskapital deutlich hinter einen Robotik-Champion. EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer spricht von «europäischer Feuerkraft» und «technologischer Autonomie».

«Viele glaubten, global relevante KI-Infrastruktur könne nur aus dem Silicon Valley kommen», sagt Reger. «Wir glauben, die nächste Generation kann überall entstehen.» Neura sieht sich nun in einer Liga mit den Besten aus den USA und China.

Für dich und den Werkplatz Schweiz ist das mehr als eine Standortmeldung. Humanoide und kognitive Roboter zielen genau auf jene Branchen – Industrie, Logistik, Pflege –, in denen auch hierzulande Fachkräfte fehlen. Wenn ausgerechnet Schweizer Zulieferpartner wie Bosch und Schaeffler diese Technologie mit hochskalieren, rückt die Debatte über Roboter in der Fabrik von der Vision in die Planung.

Quellen

NEURA Robotics – Announces Record Series C of up to $1.4 Billion↗ EXTERNER LINKCNBC – Humanoid robotics company raises up to $1.4 billion from Nvidia, Amazon and others↗ EXTERNER LINKTech Funding News – Amazon, NVIDIA and Tether back NEURA Robotics' $1.4B raise↗ EXTERNER LINK
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