Elon Musk hat seine Klage gegen OpenAI massiv erweitert: Sam Altman soll als CEO raus, 134 Milliarden Dollar gehen an den Nonprofit-Arm.

Die rechtliche Schlacht um OpenAI wird persönlicher – und könnte die Zukunft der KI-Industrie mitgestalten.
Die rechtliche Schlacht zwischen Elon Musk und OpenAI wird persönlicher und spektakulärer. Am 7. April reichte Musk eine massiv erweiterte Klage ein, die nicht nur finanziellen Schadenersatz fordert, sondern auch konkrete personelle Konsequenzen fordert: Sam Altman soll als CEO und Greg Brockman als President raus aus ihren Positionen. Das ist neu.
Was Musk da treibt, ist taktisch interessant. Die Klage zielt auf eine Umkehrung der For-Profit-Umwandlung ab, die OpenAI vor Jahren vorgenommen hat. Zusätzlich verlangt Musk die Übertragung aller persönlichen finanziellen Vorteile. Die Höhe des geforderten Schadensersatzes? Bis zu 134 Milliarden Dollar – aber mit einem Twist: Das Geld soll nicht an Musk selbst gehen, sondern an OpenAIs Nonprofit-Arm. Das macht die Klage weniger gierig wirken, als sie ist.
Ab dem 27. April wird in Oakland ernstgemacht: Die Jury-Auswahl beginnt, und dann könnte es wirklich für OpenAI eng werden.
Doch OpenAI sitzt nicht untätig herum. Das Unternehmen hat einen Brief an die Generalanwältinnen und Generalanwälte von Kalifornien und Delaware geschrieben und fordert Ermittlungen gegen Musk wegen «wettbewerbswidrigen Verhaltens». Das ist seinerseits offensiv.
Noch spekulativer: OpenAI behauptet, dass Musk und Meta-CEO Mark Zuckerberg koordiniert gegen OpenAI vorgehen könnten. Die beiden könnten also gemeinsam Druck aufbauen – beide haben schliesslich Interesse daran, OpenAI zu schwächen. Koordination oder blosse Konfrontation? OpenAI will das untersucht haben.
Diese Eskalation zeigt: Der Streit um KI-Dominanz wird zunehmend judiziert. Es geht nicht mehr nur um Überzeugungen oder Geschäftsmodelle, sondern um Macht und Kontrolle. Musk hat eine bestechend einfache Strategie: Wenn du gewinnst, bekommen nicht du, sondern die Nonprofits das Geld. Das sieht wie Gemeinnützigkeit aus, ist aber auch clever: Es entzieht Musk-Kritikern das Argument der Bereicherung.
Und während die Juristen klappern, wirst du 2026 Zeuge einer Rechtsauseinandersetzung, die die Zukunft der KI-Industrie mitgestalten könnte. Anfang Mai weisst du mehr.

Die Schweizer Wettbewerbskommission hat KI zum zentralen Schwerpunkt ihrer Jahresbilanz 2025 gemacht. Ihre Warnung: Algorithmen könnten de facto Kartelle bilden – ganz ohne menschliche Absprache.
Wer dynamische Pricing-Algorithmen einsetzt, sollte aufmerksam sein – auch ohne bewusste Absprache kann algorithmisches Gleichschalten kartellrechtlich relevant werden.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat Strafanzeige wegen eines von Grok generierten sexistischen Textes eingereicht. Es ist der erste prominente Fall von KI-generierter Diffamierung in der Schweiz – ein Präzedenzfall zeichnet sich ab.
Wer einen Chatbot gezielt für beleidigende Inhalte einsetzt, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen – die Verantwortung verschwindet nicht hinter dem Prompt.

Das EU-Parlament hat mit 569 zu 45 Stimmen den Digital Omnibus verabschiedet – ein Änderungspaket zum AI Act, das Fristen verlängert, Nudifier-KI verbietet und den KMU-Schutz erweitert. Der erste Trilog fand noch am selben Tag statt.
Schweizer KI-Unternehmen, die in den EU-Markt liefern, erhalten durch die Fristverlängerungen im Digital Omnibus deutlich mehr Vorbereitungszeit für Compliance.