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OpenAI sammelt weitere $10 Milliarden ein, beerdigt Sora und signalisiert IPO

OpenAI sammelt über die $110-Milliarden-Runde hinaus weitere $10 Milliarden ein, stellt seine Video-KI Sora nach nur sechs Monaten ein und gibt das klarste IPO-Signal bisher.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
26. MÄRZ 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Filmprojektors mit Filmrollen und Dollarscheinen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Filmprojektors mit Filmrollen und Dollarscheinen, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01$120 Milliarden und kein Ende in Sicht02$15 Millionen pro Tag verbrannt: Sora ist Geschichte03Foundation, neues Modell und Safety-Umbau04IPO-Kurs mit Turbo – auch für Schweizer Investoren relevant
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01$120 Milliarden und kein Ende in Sicht02$15 Millionen pro Tag verbrannt: Sora ist Geschichte03Foundation, neues Modell und Safety-Umbau04IPO-Kurs mit Turbo – auch für Schweizer Investoren relevant
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

OpenAI räumt vor dem Börsengang auf: unprofitable Projekte wie Sora werden gestrichen, die Bewertung auf $850 Milliarden getrieben.

OpenAI dominierte die Schlagzeilen am 24. März mit gleich drei grossen Meldungen: noch mehr Geld, das Ende eines teuren Experiments – und das klarste IPO-Signal bisher.

$120 Milliarden und kein Ende in Sicht

CFO Sarah Friar bestätigte auf CNBC, dass OpenAI über die $110-Milliarden-Runde vom Februar hinaus weitere $10 Milliarden einsammelt. Gesamtvolumen: über $120 Milliarden. Die Bewertung steigt auf geschätzte $850 Milliarden. Co-Leads der neuen Tranche sind Andreessen Horowitz, D.E. Shaw Ventures, MGX (Abu Dhabi), TPG und T. Rowe Price, mit Microsoft-Beteiligung.

Friars Kommentar dazu: «We're starting to build that outcome» – ein kaum verhülltes IPO-Signal. OpenAI bereitet sich offensichtlich darauf vor, an die Börse zu gehen – und poliert vorher die Bilanz.

$15 Millionen pro Tag verbrannt: Sora ist Geschichte

Das erklärt auch die zweite grosse Nachricht: OpenAI stellt seine Video-KI Sora nach nur sechs Monaten ein. App, API und Sora.com werden abgeschaltet. Der geplante $1-Milliarden-Deal mit Disney – der über 200 Charaktere aus Disney, Marvel, Pixar und Star Wars umfassen sollte – ist damit hinfällig. Laut Berichten floss nie Geld.

Die Zahlen machen die Entscheidung nachvollziehbar: Sora verbrannte bis zu $15 Millionen pro Tag an Inferenzkosten (also die Rechenleistung, die nötig ist, um Videos zu generieren), erzielte aber insgesamt nur $2,1 Millionen Umsatz. Die Downloads fielen von 3,3 Millionen im November auf 1,1 Millionen im Februar. Kurz: Sora war ein Prestige-Projekt, das finanziell nie funktionierte – und vor einem IPO ist das untragbar.

Foundation, neues Modell und Safety-Umbau

Daneben gab OpenAI drei weitere Meldungen bekannt: Die neue OpenAI Foundation startet mit $1 Milliarde für 2026, fokussiert auf den Schutz vor biologischen KI-Risiken und die Förderung von KI in den Lebenswissenschaften. Ein neues Modell mit dem Codenamen «Spud» wurde als fertig entwickelt bestätigt – Details stehen noch aus.

Und organisatorisch bewegt sich einiges: Sam Altman hat die direkte Aufsicht über Sicherheitsteams abgegeben, um sich auf Rechenzentren und Fundraising zu konzentrieren. Für ein Unternehmen, das sich «safety-first» auf die Fahne schreibt, ist das ein beachtlicher Prioritätenwechsel.

IPO-Kurs mit Turbo – auch für Schweizer Investoren relevant

OpenAI räumt auf, bevor der Börsengang kommt: unprofitable Projekte werden gestrichen, die Bewertung auf Rekordniveau getrieben, die Struktur für institutionelle Investoren optimiert. Für dich als KI-Nutzer ändert sich kurzfristig wenig – ausser dass Sora-Nutzer sich nach Alternativen umsehen müssen. Langfristig zeigt der IPO-Kurs aber, wohin die Reise geht: OpenAI will nicht mehr das sympathische Forschungslabor sein, sondern ein Tech-Gigant.

Quellen

CNBC↗ EXTERNER LINKBloomberg↗ EXTERNER LINKThe Neuron↗ EXTERNER LINKAxios↗ EXTERNER LINK
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