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PwC-Studie: 74 Prozent des KI-Werts fliessen an nur 20 Prozent der Unternehmen

Eine neue PwC-Studie mit 1'217 Führungskräften zeigt: 74 Prozent des KI-Werts fliessen an nur 20 Prozent der Unternehmen. Die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern wächst rasant.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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14. APRIL 2026
3 MIN. LESEZEIT
Illustration Wolkenkratzer und Stadt-Skyline, kinewsletter.ch Stil
Illustration Wolkenkratzer und Stadt-Skyline, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
01Die Kernzahlen02Was die Gewinner anders machen03Warum das für die Schweiz zählt04Die unbequeme Konsequenz05Einordnung
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01Die Kernzahlen02Was die Gewinner anders machen03Warum das für die Schweiz zählt04Die unbequeme Konsequenz05Einordnung
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Wer KI nur für Effizienzsteigerung nutzt, verliert – echter Wert entsteht durch Geschäftsmodell-Neuerfindung.

Die Schere bei KI-Investitionen geht auseinander – und zwar dramatisch. Eine neue PwC-Studie mit 1'217 Führungskräften aus 25 Branchen zeigt: Drei Viertel des wirtschaftlichen KI-Nutzens werden von nur einem Fünftel der Unternehmen abgeschöpft. Für Schweizer KMU und Grossunternehmen ist die Botschaft klar: Wer KI nur für Effizienzsteigerung nutzt, gehört zu den Verlierern.

Die Kernzahlen

Die PwC «2026 AI Performance Study» liefert drei Leitsätze:

  • 74 Prozent des KI-Wirtschaftswerts konzentrieren sich bei 20 Prozent der Organisationen
  • Führende Unternehmen sind 2.6-mal wahrscheinlicher darin, KI zur Neuerfindung ihres Geschäftsmodells einzusetzen
  • Der stärkste Erfolgsfaktor ist Wachstum durch Branchenkonvergenz – nicht Kostenreduktion

Die Studie bestätigt damit das «Winner takes most»-Muster, das aus anderen Technologiewellen bekannt ist: Plattformökonomie, Cloud-Adoption, Mobile Apps. Wer spät kommt, holt nur selten auf.

Was die Gewinner anders machen

PwC identifiziert drei Muster bei den 20 Prozent der KI-Gewinner:

1. Sie nutzen KI für Wachstum, nicht für Sparen. Die Effizienzdividende ist gering – die Wachstumsdividende ist riesig.

2. Sie setzen auf Branchenkonvergenz. KI macht es einfacher, in angrenzende Märkte vorzustossen. Retailer werden zu Finanzdienstleistern, Versicherer zu Mobility-Anbietern.

3. Sie ändern ihr Geschäftsmodell. KI wird nicht in bestehende Prozesse eingebettet – sie wird zur Grundlage neuer Angebote.

Warum das für die Schweiz zählt

Schweizer Unternehmen stehen vor einer strategischen Weichenstellung. Der Standort hat die Zutaten – Kapital, Talent, Forschungsinfrastruktur. Was häufig fehlt: die Bereitschaft, KI nicht als Tool, sondern als Geschäftsmodell-Treiber zu denken.

Die PwC-Daten sind ein Warnsignal. Wer heute KI einsetzt, um Callcenter zu verkleinern oder E-Mails automatisch zu beantworten, hebt vielleicht 5 Prozent Effizienz. Wer KI nutzt, um ein neues Produkt zu bauen oder in einen neuen Markt vorzustossen, kann den Umsatz verdoppeln.

Die unbequeme Konsequenz

Für die meisten Mittelständler bedeutet die Studie: Bei der bisherigen KI-Strategie bleiben reicht nicht. Wer zu den 80 Prozent gehört, die nur 26 Prozent des Werts abschöpfen, verliert im Vergleich zur Konkurrenz. Das Problem: Umsteuern kostet Geld und braucht Zeit – beides ist in Konjunktur-Szenarien knapp.

Die Studie zeigt auch, was KI allein nicht kann: strategische Klarheit erzeugen. Wer vorher nicht wusste, wohin sein Unternehmen will, findet es auch mit KI nicht heraus. Wer eine klare Vision hat, kann sie mit KI schneller umsetzen.

Einordnung

Die PwC-Studie reiht sich in eine Serie ähnlicher Erkenntnisse ein. Der McKinsey State of AI Report, der Stanford AI Index und die Deloitte Generative AI Survey kommen zu ähnlichen Schlüssen: KI verstärkt bestehende Unterschiede, statt sie auszugleichen.

Für Schweizer Führungskräfte heisst das: KI ist keine Tech-Frage mehr. Es ist eine Strategie-Frage.

Quellen

PwC: 2026 AI Performance Study↗ EXTERNER LINK
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