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Roche baut die grösste Pharma-KI-Fabrik – mit 3'500 NVIDIA-Chips

Roche rüstet massiv auf: Über 3'500 Blackwell-GPUs machen den Basler Pharmakonzern zum KI-Schwergewicht der Branche. An der NVIDIA GTC 2026 vorgestellt, fliesst die Rechenpower in Wirkstoffforschung, Diagnostik und Produktion.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
17. MÄRZ 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 18. MÄRZ 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Pharma-Labors mit Roboter-Pipette und GPU-Server-Rack im kinewsletter.ch Skizzen-Stil
Illustration Pharma-Labor mit Roboter-Pipette und GPU-Server-Rack, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
01Vom Labor ins Rechenzentrum0225 Prozent schneller zum Medikament03Basel als Pharma-KI-Zentrum
INHALT
01Vom Labor ins Rechenzentrum0225 Prozent schneller zum Medikament03Basel als Pharma-KI-Zentrum
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Roche betreibt mit über 3'500 NVIDIA Blackwell-GPUs die grösste KI-Fabrik der Pharmabranche – und entwickelt Medikamente damit bereits 25 Prozent schneller.

Roche hat an der NVIDIA GTC 2026 eine massive Aufrüstung angekündigt: Über 3'500 Blackwell-GPUs – verteilt auf Rechenzentren in den USA und Europa – machen den Basler Pharmakonzern zum KI-Schwergewicht der Branche.

Vom Labor ins Rechenzentrum

Mit 2'176 neuen Blackwell-GPUs erweitert Roche seine bestehende NVIDIA-Infrastruktur auf über 3'500 Chips – der grösste GPU-Fussabdruck, den je ein Pharmakonzern öffentlich gemacht hat. Die Partnerschaft mit NVIDIA besteht seit 2023 und wird nun zur vollwertigen «KI-Fabrik» ausgebaut.

Die Rechenpower fliesst in drei Bereiche: Wirkstoffforschung, Diagnostik und Produktion. Mit der NVIDIA-Plattform BioNeMo trainiert Roche biologische und molekulare Foundation Models – also KI-Modelle, die Proteinstrukturen und chemische Verbindungen verstehen und neue Wirkstoffkandidaten vorschlagen können.

25 Prozent schneller zum Medikament

Die ersten Ergebnisse sind konkret: Bei Genentech, der US-Tochter von Roche, nutzen bereits 90 Prozent der Kleinmolekül-Programme KI. Ein Onkologie-Wirkstoff wurde 25 Prozent schneller entwickelt, ein Backup-Kandidat in sieben statt über 24 Monaten identifiziert.

Auch in der Produktion setzt Roche auf NVIDIA – mit digitalen Zwillingen über die Plattform Omniverse. Eine neue GLP-1-Fabrik in North Carolina wird zuerst virtuell simuliert und optimiert, bevor sie gebaut wird.

Basel als Pharma-KI-Zentrum

Für die Schweiz ist die Ankündigung ein Signal: Roche, mit Hauptsitz in Basel, investiert massiv in KI – und zeigt, dass die grössten Pharma-KI-Projekte nicht nur im Silicon Valley stattfinden. Wafaa Mamilli, Chief Digital and Technology Officer bei Roche, betont: Mit hochwertigen Daten und smarterer KI wolle man Erkenntnisse aus Pharma und Diagnostik schneller nutzbar machen.

Wenn ein Konzern mit über 100'000 Mitarbeitenden KI so tief in seine Kernprozesse einbaut, ist das mehr als ein Pilotprojekt – es ist eine strategische Wette auf die Zukunft der Medikamentenentwicklung.

Quellen

NVIDIA Blog↗ EXTERNER LINKRoche Medienmitteilung↗ EXTERNER LINKData Center Dynamics↗ EXTERNER LINK
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