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Software-Aktien stürzen ab – KI-Agenten machen Investoren nervös

HubSpot -39%, Figma -40%, Atlassian -35%: Cloud-Software-Aktien erleben 2026 einen historischen Ausverkauf. Neue KI-Agenten wie Claude Cowork schüren die Angst, dass ganze Software-Kategorien überflüssig werden.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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9. FEBRUAR 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 5. MÄRZ 2026
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Software Aktien stürzen wegen KI ab
KI lässt Aktien abstürzen
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Börse wettet bereits darauf, dass KI-Agenten klassische Software ablösen. Für Schweizer Unternehmen stellt sich die Frage: Lohnen sich teure SaaS-Abos noch – oder übernehmen KI-Agenten bald den Job?

Cloud-Software war jahrelang der Liebling der Börse. 2026 ist sie zum Sorgenkind geworden – weil KI-Agenten plötzlich das können, wofür Unternehmen bisher teure Abo-Software bezahlt haben.

Minus 20 Prozent seit Jahresbeginn

Der WisdomTree Cloud Computing Fund – ein Massstab für die gesamte Cloud-Software-Branche – hat seit Jahresbeginn rund 20% verloren, allein in der vergangenen Woche waren es 6,5%. Einzelne Titel trifft es noch härter: HubSpot (CRM und Marketing-Automatisierung) ist um 39% gefallen, Figma (Design-Tool) um 40%, Atlassian (Projektmanagement mit Jira und Confluence) um 35% und Shopify um 29%.

Der jüngste Auslöser: Anthropic stellte neue Legal- und Marketing-Features für Claude Cowork vor – ein Produktivitäts-Tool, das komplette Arbeitsabläufe in den Bereichen Recht und Marketing übernehmen kann. Für Investoren war das ein weiteres Signal, dass KI-Agenten ganze Software-Kategorien ersetzen könnten.

Gleichzeitig fliessen die Milliarden in die andere Richtung: Anthropic unterzeichnete eine Finanzierungsrunde über 10 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 350 Milliarden. OpenAI peilt Berichten zufolge über 800 Milliarden an. Googles Mutterkonzern Alphabet hat seinen Börsenwert auf 4 Billionen Dollar gesteigert. Der Markt hat sein Urteil gefällt: KI-Infrastruktur gewinnt, klassische Software verliert.

Die Milliarden-Dollar-Frage: SaaS-Abo oder KI-Agent?

Die Angst klingt so: Wenn ein KI-Agent in Sekunden eine Website bauen, einen Marketingplan erstellen oder ein Vertragsdokument prüfen kann – wozu dann noch Figma, HubSpot oder eine Legal-Software?

Box-CEO Aaron Levie beschreibt die Stimmung als «kognitive Dissonanz»: Die Technologie sei fantastisch für die eigenen Produkte, aber gleichzeitig fürchte der Markt, sie werde die Branche zerstören. Er nennt es «the most exciting moment» in der 20-jährigen Firmengeschichte – während seine Aktie 17% im Minus steht. Analysten von Stifel weisen darauf hin, dass die Geschäftszahlen vieler Unternehmen solide aussehen. Die Kunden kündigen ihre Software-Abos nicht massenweise. Noch nicht.

Für dich als Nutzer von Atlassian, HubSpot oder Shopify in der Schweiz heisst das vorerst: Die Tools laufen weiter. Aber die Frage, ob sich teure SaaS-Lizenzen langfristig noch lohnen, wenn KI-Agenten ähnliche Aufgaben übernehmen, wird 2026 sehr konkret.

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