Swiss AI Magazine feiert Premiere in Zürich, der START Summit bringt 7'000 Teilnehmende nach St. Gallen, und die Informatiktage feiern ihr 10-jähriges Jubiläum mit ETH-Tag der offenen Tür. Die Schweizer KI-Szene wächst.

In einer einzigen Woche finden in der Schweiz drei KI-relevante Events statt – vom Launch der ersten gedruckten KI-Fachzeitschrift über Europas grösste Startup-Konferenz bis zu den Zürcher Informatiktagen mit Disney-Roboter.
Manchmal passiert alles gleichzeitig: Heute wird in Zürich die erste gedruckte Schweizer KI-Fachzeitschrift lanciert, in St. Gallen startet Europas grösste studentisch organisierte Startup-Konferenz, und die Informatiktage feiern ihr Jubiläum. Ein Überblick über die Schweizer KI-Woche.
Das Swiss AI Magazine 2026 wird heute Abend in Zürich lanciert – die erste gedruckte Schweizer KI-Fachzeitschrift, organisiert von der Swiss AI Summit Community. Inhaltlich deckt das Magazin Thought Leadership, Case Studies und Expertenperspektiven zu Innovation, Governance und Praxisanwendungen ab. Vorbestellte Printexemplare können am Launch-Event abgeholt werden, inklusive Networking-Apéro.
Dass die Schweizer KI-Szene jetzt ein eigenes Printmagazin bekommt, zeigt: Das Thema ist aus der Nische herausgewachsen. Der Hauptevent Swiss AI Summit findet am 16. November 2026 in Zürich statt.
Europas grösste studentisch organisierte Startup-Konferenz startet heute in St. Gallen mit Vorevents und Pitching-Qualifikationen. Der Hauptevent am 19.–20. März in den Olma-Hallen erwartet über 7'000 Teilnehmende aus mehr als 30 Ländern, 1'000 Investoren und 1'350 Startups.
Für KI-Interessierte besonders relevant: Die AI Pitching Competition von Merantix fokussiert auf skalierbare KI-Geschäftsmodelle – der Gewinner erhält Zugang zum Merantix-Ökosystem und AI Campus Berlin. Die Deep Tech Pitching Competition bietet CHF 10'000 equity-free. Parallel läuft der START Hack, Swisscom Ventures hostet die Investor Night, und Yokoy-Mitgründerin Melanie Gabriel spricht.
Die Informatiktage feiern ihr 10-jähriges Jubiläum mit Events in der Greater Zurich Area. Highlight am Samstag, 21. März: Der ETH-Tag der offenen Tür mit einer Demo von Disney Research Zürichs Olaf-Roboter – demselben, der gerade auf der NVIDIA GTC für Aufsehen sorgt und am 29. März in Disneyland Paris debütiert.
Dazu: Ein Panel zu «KI: Zwischen Innovation und Unsicherheit», der ETH «Digital Einstein»-Avatar, ein Vortrag zu physischer Intelligenz von Dr. Valentin Hartmann, und Beiträge vom ETH AI Center und dem Swiss Data Science Center.
Drei Events, eine Botschaft: Die Schweizer KI-Szene professionalisiert sich – vom Fachmagazin über Startup-Pitches bis zur Forschung. Wer in der Nähe von Zürich oder St. Gallen ist, hat diese Woche keine Ausrede.
In einer einzigen Woche finden in der Schweiz drei KI-relevante Events statt – vom Launch der ersten gedruckten KI-Fachzeitschrift über Europas grösste Startup-Konferenz bis zu den Zürcher Informatiktagen mit Disney-Roboter.

Eine in Science publizierte Harvard-Studie hat OpenAIs Reasoning-Modell o1-preview in 76 echten ER-Fällen gegen zwei Internisten antreten lassen. Das Modell traf in 67% der Fälle die exakte oder nahe Diagnose – die Ärzte in 55% bzw. 50%.
Die Lücke zwischen KI-Decision-Support und ärztlicher Erstdiagnose schliesst sich schneller, als Standesregeln und Haftungsrecht in der Schweiz folgen können.

Das Lausanner EPFL-Spin-off DPhi Space hat mit Clustergate-2 eine satellitenbasierte Rechenplattform live im Orbit demonstriert. Auf dem Momentus-Satelliten Vigoride-7 wurde erstmals ein Large Language Model (Liquid AI LFM2-3B) ausgeführt – um automatisch eine Beschreibung eines Erdbildes zu generieren.
Erstmals führt ein Schweizer Unternehmen ein generatives KI-Modell autonom auf einem Satelliten aus – ein praktischer Meilenstein für «Edge AI in Space» und ein Schweiz-Highlight in einer KI-Welt voller Mega-Funding-Schlagzeilen.

Eine Beobachter-Recherche von Otto Hostettler und Lukas Lippert deckt auf: Rund 100 ETH- und EPFL-Wissenschaftler warnten das Schweizer Parlament im Sommer 2025 vor «zu strengen» KI-Gesetzen. Ihre Hochschulen erhalten Millionen von Meta, Google und ByteDance.
Akademisches Lobbying gegen Schweizer KI-Regulierung kommt von Forschern, deren Hochschulen Millionen von genau jenen Konzernen erhalten, die zu regulieren sind. Eine Story, die Schweizer Politik und Forschungs-Community gleichermassen beschäftigt.