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Uni Genf entwickelt KI, die Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit vorhersagt

Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. MangroveGS analysiert hunderte Gensignaturen gleichzeitig und funktioniert bei vier Krebsarten.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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24. MÄRZ 2026
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Illustration eines Labortischs mit Mikroskop und DNA-Modell, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Labortischs mit Mikroskop und DNA-Modell, kinewsletter.ch Stil (Dark Mode)
INHALT
01Hunderte Gene statt einzelner Marker02Vom Darmkrebs zu vier Krebsarten03Weniger Übertherapie, bessere Studien
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01Hunderte Gene statt einzelner Marker02Vom Darmkrebs zu vier Krebsarten03Weniger Übertherapie, bessere Studien
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MangroveGS der Uni Genf sagt Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit voraus – und könnte Patienten unnötige Chemotherapien ersparen.

Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. Das Tool heisst MangroveGS und übertrifft damit bisherige Methoden deutlich.

Hunderte Gene statt einzelner Marker

Was MangroveGS (Mangrove Gene Signatures) von bisherigen Ansätzen unterscheidet: Statt einzelne genetische Marker zu analysieren, wertet das System gleichzeitig hunderte von Gensignaturen aus. Das macht es robuster gegenüber individuellen Schwankungen – ein häufiges Problem bei Krebsprognosen.

Konkret funktioniert es so: Tumorzellen werden aus einer Gewebeprobe isoliert und ihre RNA sequenziert. Die KI analysiert die Genexpressionsmuster und berechnet daraus einen Metastasen-Risikoscore. Das Ergebnis wird verschlüsselt über ein eigenes Portal an die behandelnden Ärzte übermittelt.

«Krebs sollte eher als eine verzerrte Form der Entwicklung verstanden werden» – Prof. Ariel Ruiz i Altaba, UNIGE

Vom Darmkrebs zu vier Krebsarten

Entwickelt wurde MangroveGS am Department für Genetische Medizin und Entwicklung der UNIGE, unter der Leitung von Prof. Ariel Ruiz i Altaba zusammen mit Arwen Conod und Aravind Srinivasan. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Cell Reports publiziert.

Der Clou: Obwohl das Tool primär für Darmkrebs trainiert wurde, funktionieren die identifizierten Gensignaturen auch bei Magen-, Lungen- und Brustkrebs. Diese Übertragbarkeit auf verschiedene Krebsarten ist ungewöhnlich und macht MangroveGS besonders wertvoll für die klinische Praxis.

Weniger Übertherapie, bessere Studien

Für Krebspatienten könnte das konkret bedeuten: Wer ein niedriges Metastasen-Risiko hat, wird nicht unnötig mit aggressiver Chemotherapie belastet. Und für klinische Studien liessen sich gezielter die richtigen Teilnehmer auswählen. Die Schweiz zeigt damit einmal mehr, dass sie in der medizinischen KI-Forschung ganz vorne mitspielt.

Quellen

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