Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. MangroveGS analysiert hunderte Gensignaturen gleichzeitig und funktioniert bei vier Krebsarten.

MangroveGS der Uni Genf sagt Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit voraus – und könnte Patienten unnötige Chemotherapien ersparen.
Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. Das Tool heisst MangroveGS und übertrifft damit bisherige Methoden deutlich.
Was MangroveGS (Mangrove Gene Signatures) von bisherigen Ansätzen unterscheidet: Statt einzelne genetische Marker zu analysieren, wertet das System gleichzeitig hunderte von Gensignaturen aus. Das macht es robuster gegenüber individuellen Schwankungen – ein häufiges Problem bei Krebsprognosen.
Konkret funktioniert es so: Tumorzellen werden aus einer Gewebeprobe isoliert und ihre RNA sequenziert. Die KI analysiert die Genexpressionsmuster und berechnet daraus einen Metastasen-Risikoscore. Das Ergebnis wird verschlüsselt über ein eigenes Portal an die behandelnden Ärzte übermittelt.
«Krebs sollte eher als eine verzerrte Form der Entwicklung verstanden werden» – Prof. Ariel Ruiz i Altaba, UNIGE
Entwickelt wurde MangroveGS am Department für Genetische Medizin und Entwicklung der UNIGE, unter der Leitung von Prof. Ariel Ruiz i Altaba zusammen mit Arwen Conod und Aravind Srinivasan. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Cell Reports publiziert.
Der Clou: Obwohl das Tool primär für Darmkrebs trainiert wurde, funktionieren die identifizierten Gensignaturen auch bei Magen-, Lungen- und Brustkrebs. Diese Übertragbarkeit auf verschiedene Krebsarten ist ungewöhnlich und macht MangroveGS besonders wertvoll für die klinische Praxis.
Für Krebspatienten könnte das konkret bedeuten: Wer ein niedriges Metastasen-Risiko hat, wird nicht unnötig mit aggressiver Chemotherapie belastet. Und für klinische Studien liessen sich gezielter die richtigen Teilnehmer auswählen. Die Schweiz zeigt damit einmal mehr, dass sie in der medizinischen KI-Forschung ganz vorne mitspielt.

Die Schweizer Online-Apotheke DocMorris hat eine strategische Partnerschaft mit Google angekündigt. Die gesamte IT-Infrastruktur wird auf Google Cloud migriert, ein KI-Gesundheitsbegleiter auf Basis von Googles Gemini-Modellen ist in Entwicklung. Ein Signal für die digitale Transformation der Schweizer Gesundheitsbranche.
DocMorris setzt als erste grosse Schweizer Gesundheitsfirma voll auf Google-KI – ein Signal für die Branche, aber auch ein Testfall für Datensouveränität im Gesundheitswesen.

Die NVIDIA GTC 2026 liefert an Tag 2 und 3 Mega-Deals: Uber bringt 100'000 Robotaxis auf die Strasse, der Groq-3-Chip verspricht 35-fache Effizienz – und mit ABB und Cosmo Pharmaceuticals stehen gleich zwei Schweizer Unternehmen im Rampenlicht.
NVIDIA verwandelt die GTC in eine Plattform für Branchenpartnerschaften – von autonomen Uber-Taxis über Groq-3-Inferenz-Chips bis zu ABBs Physical-AI-Robotern und Cosmo Pharmaceuticals' Echtzeit-KI-Endoskopie.

Swiss AI Magazine feiert Premiere in Zürich, der START Summit bringt 7'000 Teilnehmende nach St. Gallen, und die Informatiktage feiern ihr 10-jähriges Jubiläum mit ETH-Tag der offenen Tür. Die Schweizer KI-Szene wächst.
In einer einzigen Woche finden in der Schweiz drei KI-relevante Events statt – vom Launch der ersten gedruckten KI-Fachzeitschrift über Europas grösste Startup-Konferenz bis zu den Zürcher Informatiktagen mit Disney-Roboter.