Elon Musk hat auf X eingeräumt, dass xAI «nicht richtig gebaut» wurde und von Grund auf neu aufgebaut wird. 10 der 12 ursprünglichen Co-Gründer haben das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig wirbt Musk zwei Top-Ingenieure von Cursor ab, um bei Coding-KI aufzuholen.

xAI verliert 10 von 12 Co-Gründern und wird von Grund auf neu aufgebaut – der spektakulärste Einbruch einer KI-Firma seit Langem zeigt, dass Geld und Rechenleistung allein nicht reichen.
Elon Musk hat auf X eingeräumt, was in der Branche seit Wochen gemunkelt wurde: «xAI was not built right first time around, so is being rebuilt from the foundations up» – auf Deutsch: xAI wurde nicht richtig aufgebaut und wird von Grund auf neu konstruiert. Das ist kein kosmetischer Umbau, sondern ein Eingeständnis auf höchster Ebene.
Von den zwölf ursprünglichen Co-Gründern, die 2023 mit Musk antraten, sind nur noch zwei übrig: Manuel Kroiss und Ross Nordeen. Zuletzt verliessen Zihang Dai und Guodong Zhang das Unternehmen – beide aus dem Coding-Team, beide mit Google-DeepMind-Hintergrund. Zhang leitete das «Imagine»-Team und wurde laut Berichten von Musk persönlich für die schwache Performance bei Coding-Aufgaben verantwortlich gemacht.
Die Abgangswelle begann bereits Anfang 2026 und beschleunigte sich nach der Übernahme durch SpaceX am 2. Februar – einem 250-Milliarden-Dollar-Deal, der die Firma in ein Konglomerat mit Raketen und Satelliten eingliederte. SpaceX- und Tesla-Manager wurden in xAI eingesetzt, um Mitarbeitende zu bewerten. Wer den Anforderungen nicht genügte, wurde entlassen.
Am 12. März präsentierte Musk seine Antwort auf die Talentflucht: Andrew Milich und Jason Ginsberg, beide bisher Head of Engineering bei Cursor – dem KI-Coding-Tool, das mit rund 20 Ingenieuren einen Jahresumsatz von 2 Milliarden Dollar erreicht hat. Milich war zuvor Mitgründer von Skiff und bei Notion, Ginsberg war CTO von Skiff.
Die Botschaft ist klar: xAI will über Produkt-Engineering statt nur Forschung aufholen. Musk prognostiziert, dass Grok bis Mitte 2026 bei Coding zu OpenAI und Anthropic aufschliessen könnte – ein ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass Claude Code und Codex aktuell deutlich führen.
Der Widerspruch ist frappant: xAI wurde im Januar bei einer 20-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde mit 230 Milliarden Dollar bewertet. Einen Monat später übernahm SpaceX die Firma für 250 Milliarden. Und jetzt sagt der Gründer selbst, dass das Fundament nicht stimmt.
Für den KI-Markt ist das ein Lehrstück: Compute-Power (xAI betreibt eines der grössten GPU-Cluster der Welt) und Kapital allein bauen kein konkurrenzfähiges Produkt. Talent und Unternehmenskultur sind entscheidend – und genau daran scheitert xAI gerade. Das Rennen zwischen OpenAI, Anthropic und xAI ist intensiver denn je.
xAI verliert 10 von 12 Co-Gründern und wird von Grund auf neu aufgebaut – der spektakulärste Einbruch einer KI-Firma seit Langem zeigt, dass Geld und Rechenleistung allein nicht reichen.

OpenAI startet B2B Signals: Frontier-Firmen verbrauchen 3,5-mal mehr KI-Intelligenz pro Mitarbeitenden als typische Unternehmen – und schicken 16-mal mehr Codex-Nachrichten. Der Vorsprung wächst, und OpenAI liefert ab sofort quartalsweise neue Zahlen.
Die Lücke zwischen Spitzenfirmen und dem Mittelfeld wächst – wer KI nur als Chat-Assistenz nutzt, fällt zurück; wer Agenten produktiv einsetzt, zieht davon.

Anthropic verpflichtet sich gegenüber Google Cloud zu Ausgaben von 200 Milliarden Dollar über fünf Jahre – plus 40 Milliarden Direktinvestment von Alphabet. Die grösste Cloud-Verpflichtung, die je publik wurde.
Anthropic verpflichtet sich zu 200 Mrd. Dollar Ausgaben bei Google Cloud über 5 Jahre – die grösste Cloud-Verpflichtung der KI-Geschichte.

Anthropic hat einen Compute-Deal mit SpaceX über die volle Kapazität des Colossus-1-Datacenters in Memphis verkündet: 300 Megawatt, über 220'000 NVIDIA-GPUs. Parallel verdoppeln sich die 5h-Limits in Claude Code, die Peak-Hour-Drosselung fällt weg, und API-Limits für Opus steigen massiv. Im Vertrag versteckt: Interesse an orbitaler Compute-Kapazität.
Mehr Compute, weniger Limits, härteres Statement im Compute-Wettrüsten – und Musks SpaceX als unerwarteter Lieferant.