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xAI-Krise: Musk gibt Fehler zu und baut die Firma von Grund auf neu

Elon Musk hat auf X eingeräumt, dass xAI «nicht richtig gebaut» wurde und von Grund auf neu aufgebaut wird. 10 der 12 ursprünglichen Co-Gründer haben das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig wirbt Musk zwei Top-Ingenieure von Cursor ab, um bei Coding-KI aufzuholen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
13. MÄRZ 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Baugerüsts an einem Gebäude, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Baugerüsts an einem Gebäude, kinewsletter.ch Stil (Dark)
INHALT
0110 von 12 Gründern sind weg02Cursor-Ingenieure sollen die Wende bringen03250 Milliarden wert, aber ohne Fundament
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0110 von 12 Gründern sind weg02Cursor-Ingenieure sollen die Wende bringen03250 Milliarden wert, aber ohne Fundament
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xAI verliert 10 von 12 Co-Gründern und wird von Grund auf neu aufgebaut – der spektakulärste Einbruch einer KI-Firma seit Langem zeigt, dass Geld und Rechenleistung allein nicht reichen.

Elon Musk hat auf X eingeräumt, was in der Branche seit Wochen gemunkelt wurde: «xAI was not built right first time around, so is being rebuilt from the foundations up» – auf Deutsch: xAI wurde nicht richtig aufgebaut und wird von Grund auf neu konstruiert. Das ist kein kosmetischer Umbau, sondern ein Eingeständnis auf höchster Ebene.

10 von 12 Gründern sind weg

Von den zwölf ursprünglichen Co-Gründern, die 2023 mit Musk antraten, sind nur noch zwei übrig: Manuel Kroiss und Ross Nordeen. Zuletzt verliessen Zihang Dai und Guodong Zhang das Unternehmen – beide aus dem Coding-Team, beide mit Google-DeepMind-Hintergrund. Zhang leitete das «Imagine»-Team und wurde laut Berichten von Musk persönlich für die schwache Performance bei Coding-Aufgaben verantwortlich gemacht.

Die Abgangswelle begann bereits Anfang 2026 und beschleunigte sich nach der Übernahme durch SpaceX am 2. Februar – einem 250-Milliarden-Dollar-Deal, der die Firma in ein Konglomerat mit Raketen und Satelliten eingliederte. SpaceX- und Tesla-Manager wurden in xAI eingesetzt, um Mitarbeitende zu bewerten. Wer den Anforderungen nicht genügte, wurde entlassen.

Cursor-Ingenieure sollen die Wende bringen

Am 12. März präsentierte Musk seine Antwort auf die Talentflucht: Andrew Milich und Jason Ginsberg, beide bisher Head of Engineering bei Cursor – dem KI-Coding-Tool, das mit rund 20 Ingenieuren einen Jahresumsatz von 2 Milliarden Dollar erreicht hat. Milich war zuvor Mitgründer von Skiff und bei Notion, Ginsberg war CTO von Skiff.

Die Botschaft ist klar: xAI will über Produkt-Engineering statt nur Forschung aufholen. Musk prognostiziert, dass Grok bis Mitte 2026 bei Coding zu OpenAI und Anthropic aufschliessen könnte – ein ambitioniertes Ziel, wenn man bedenkt, dass Claude Code und Codex aktuell deutlich führen.

250 Milliarden wert, aber ohne Fundament

Der Widerspruch ist frappant: xAI wurde im Januar bei einer 20-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde mit 230 Milliarden Dollar bewertet. Einen Monat später übernahm SpaceX die Firma für 250 Milliarden. Und jetzt sagt der Gründer selbst, dass das Fundament nicht stimmt.

Für den KI-Markt ist das ein Lehrstück: Compute-Power (xAI betreibt eines der grössten GPU-Cluster der Welt) und Kapital allein bauen kein konkurrenzfähiges Produkt. Talent und Unternehmenskultur sind entscheidend – und genau daran scheitert xAI gerade. Das Rennen zwischen OpenAI, Anthropic und xAI ist intensiver denn je.

Quellen

TechCrunch↗ EXTERNER LINKCNBC↗ EXTERNER LINKBloomberg↗ EXTERNER LINK
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