kinewsletter.chkinewsletter.ch
News
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
Newsletter-Archiv
Search
News
Kategorien
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
Newsletter-ArchivÜber unsSuche
Kostenlos abonnieren
kinewsletter.chkinewsletter.ch

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

Navigation

Alle NewsNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt

Rechtliches

ImpressumDatenschutzAGB

© 2026Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz

Swiss Made SoftwareEin Produkt vonInooInoo
  1. Home
  2. KI-News
  3. KI in der Schweiz
  4. Amazon kauft Zürcher Roboter-Startup RIVR – Bezos' ETH-Wette zahlt sich aus
KI in der Schweiz

Amazon kauft Zürcher Roboter-Startup RIVR – Bezos' ETH-Wette zahlt sich aus

Amazon hat RIVR Technologies AG übernommen, ein ETH-Spinoff für vierbeinige Lieferroboter auf Rädern. Die Roboter transportieren Pakete autonom vom Lieferwagen bis zur Haustür – über Treppen, Bordsteine und unebenes Gelände.

Freitag, 27. März 2026~2 Min. Lesezeit
Pascal Eugster
Pascal EugsterGründer & Entwickler
Lieferroboter auf Rädern klettert Treppenstufen – Illustration zur RIVR-Übernahme durch Amazon
Lieferroboter auf Rädern klettert Treppenstufen – Illustration zur RIVR-Übernahme durch Amazon
Das Wichtigste

Amazon sichert sich mit RIVR Schweizer Spitzentechnologie für die letzte Meile der Paketlieferung – Jeff Bezos hatte schon 2024 persönlich in das ETH-Spinoff investiert.

Amazon hat RIVR Technologies AG übernommen, ein ETH-Spinoff für vierbeinige Lieferroboter auf Rädern. Die Übernahme markiert einen der grössten Deeptech-Exits der Schweiz – und zeigt, warum Amazon-Gründer Jeff Bezos schon vor zwei Jahren in Zürich investiert hat.

60 Pfund bis zur Haustür – auf vier Rädern und zwei Beinen

Die Roboter von RIVR (ehemals Swiss-Mile) sind keine gewöhnlichen Lieferdrohnen. Sie transportieren Pakete autonom vom Lieferwagen bis zur Haustür – und zwar über Treppen, Bordsteine und unebenes Gelände. Der RIVR Two kann über 27 Kilogramm tragen, fährt bis zu 14 km/h und wechselt zwischen Fahren und Gehen, je nach Terrain. Konkret: Der Roboter rollt auf vier Rädern die Strasse entlang, steht auf zwei Beine auf und klettert die Treppe hoch.

Gründer und CEO Marko Bjelonic hatte die Technologie an der ETH Zürich im Bereich maschinelles Lernen und Robotik entwickelt. Pilotprojekte liefen bereits mit der Schweizerischen Post und Migros Online in Zürich.

Bezos investierte schon 2024 – jetzt gehört ihm das ganze Unternehmen

Die Übernahme kam nicht aus dem Nichts. Bezos Expeditions, der persönliche Investmentarm von Jeff Bezos, hatte bereits im März 2024 an der 22-Millionen-Dollar-Seed-Runde teilgenommen. Amazon selbst investierte über seinen Industrial Innovation Fund – einen 1-Milliarde-Dollar-Fonds für Lager- und Logistiktechnologien.

Amazon kommunizierte die Übernahme diskret: Statt einer Pressekonferenz informierte der Konzern seine Lieferpartner per internem Schreiben.

«We want to share that we’ve recently acquired RIVR, a company focused on technology that can help with doorstep delivery.»

Der Kaufpreis wurde nicht offengelegt – für das Zürcher Deeptech-Ökosystem ist der Exit aber ein wichtiges Signal.

Werkplatz Zürich als Robotik-Magnet

Die RIVR-Übernahme reiht sich in einen Trend ein: ETH-Spinoffs in der Robotik sind für US-Tech-Giganten hochattraktiv. Amazon will die Roboter einsetzen, um die letzte Meile der Paketlieferung sicherer und effizienter zu machen – der teuerste und personalintensivste Teil der Logistikkette.

Für Schweizer Robotik-Startups ist das ein doppeltes Signal: Die Technologie aus Zürich hat Weltklasse-Niveau, aber die grossen Deals laufen über US-Konzerne. Die Frage bleibt, ob die Schweiz künftig solche Unternehmen auch selbst skalieren kann – oder ob der Exit nach Übersee der Regelfall bleibt.

Quellen

  • CNBC(wird in neuem Tab geöffnet)
  • Swissinfo(wird in neuem Tab geöffnet)
  • TechCrunch(wird in neuem Tab geöffnet)
Teilen:

Das könnte dich auch interessieren

Sensorchip auf Labortisch mit Lötkolben und Lupe – Illustration zum ETH Anti-Deepfake-Chip
Sensorchip auf Labortisch mit Lötkolben und Lupe – Illustration zum ETH Anti-Deepfake-Chip
KI in der Schweiz
27. März 2026

ETH-Chip macht Deepfakes erkennbar – direkt bei der Aufnahme

ETH-Forscher haben einen Sensorchip entwickelt, der Bilder, Video und Audio im Moment der Aufnahme kryptographisch signiert. Fälschungen werden nicht im Nachhinein erkannt, sondern von Anfang an verunmöglicht.

Der ETH-Chip löst das Deepfake-Problem dort, wo es entsteht: bei der Aufnahme – statt immer bessere Erkennungsalgorithmen gegen immer bessere Generierungsmodelle antreten zu lassen.

Weiterlesen
Illustration eines Labortischs mit Mikroskop und DNA-Modell, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Labortischs mit Mikroskop und DNA-Modell, kinewsletter.ch Stil
KI in der Schweiz
24. März 2026

Uni Genf entwickelt KI, die Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit vorhersagt

Forscher der Universität Genf haben ein KI-Tool entwickelt, das vorhersagen kann, ob ein Tumor streuen wird – mit rund 80 Prozent Trefferquote. MangroveGS analysiert hunderte Gensignaturen gleichzeitig und funktioniert bei vier Krebsarten.

MangroveGS der Uni Genf sagt Krebsmetastasen mit 80% Genauigkeit voraus – und könnte Patienten unnötige Chemotherapien ersparen.

Weiterlesen
Illustration einer Apothekenflasche mit digitalem Gehirn und Cloud-Server – symbolisiert DocMorris AI-First Partnerschaft mit Google
Illustration einer Apothekenflasche mit digitalem Gehirn und Cloud-Server – symbolisiert DocMorris AI-First Partnerschaft mit Google
KI-Business
20. März 2026

DocMorris wird mit Google zum «AI-First»-Unternehmen

Die Schweizer Online-Apotheke DocMorris hat eine strategische Partnerschaft mit Google angekündigt. Die gesamte IT-Infrastruktur wird auf Google Cloud migriert, ein KI-Gesundheitsbegleiter auf Basis von Googles Gemini-Modellen ist in Entwicklung. Ein Signal für die digitale Transformation der Schweizer Gesundheitsbranche.

DocMorris setzt als erste grosse Schweizer Gesundheitsfirma voll auf Google-KI – ein Signal für die Branche, aber auch ein Testfall für Datensouveränität im Gesundheitswesen.

Weiterlesen