OpenAI rollt mit «Dreaming V3» eine neue Gedächtnis-Architektur für ChatGPT aus. Der Chatbot merkt sich Dinge künftig von allein – und schreibt alte Erinnerungen sogar selbstständig um.
Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.
ChatGPT merkt sich Kontext automatisch und hält ihn aktuell, statt auf manuell gespeicherte Notizen angewiesen zu sein.
Bisher musstest du ChatGPT explizit sagen, was es sich merken soll. Damit ist jetzt Schluss.
Am 4. Juni hat OpenAI begonnen, «Dreaming V3» auszurollen – einen Hintergrundprozess, der Erinnerungen automatisch zusammenfasst und die bisherige Liste manuell gespeicherter Notizen ersetzt. Kontext, der im Gespräch natürlich auftaucht, wird erfasst; bestehende Erinnerungen aktualisieren sich mit der Zeit von selbst. OpenAIs eigenes Beispiel: Aus «Die Nutzerin reist im Juli nach Singapur» wird nach der Reise automatisch «Die Nutzerin war im Juli 2026 in Singapur» – ganz ohne dein Zutun.
OpenAI beziffert den Fortschritt mit einem internen Test: Die Trefferquote beim Abrufen von Fakten sei von 41,5 Prozent (2024) auf 82,8 Prozent (2026) gestiegen. Die Werte für zeitabhängige Erinnerungen liegen im mittleren 70er-Bereich. Solche Hersteller-eigenen Benchmarks sind mit Vorsicht zu geniessen – unabhängig geprüft sind sie nicht.
Gleichzeitig führt OpenAI einen «Lockdown Mode» ein. Ist er aktiv, sperrt ChatGPT netzbasierte Funktionen: Live-Websuche, den Deep-Research-Modus, den Agenten-Modus, Datei-Downloads und teils web-gestützte Bilder. Gedacht ist das für Firmen, deren Mitarbeitende ChatGPT nutzen sollen, ohne dass sensible Daten über die agentischen Funktionen abfliessen. Privatnutzer aktivieren ihn unter Einstellungen → Sicherheit, Firmen über Rollenrechte.
Der Start erfolgt zunächst für Plus- und Pro-Abonnenten in den USA; weitere Länder sowie die Gratis-Stufe sollen in den kommenden Wochen folgen. Für dich in der Schweiz heisst das: noch etwas Geduld, bis das neue Gedächtnis hier ankommt.