Meta Superintelligence Labs lanciert mit Muse Code einen Terminal-Coding-Agenten als direkte Konkurrenz zu Claude Code und Codex – angetrieben vom neuen Modell Muse Spark 1.2. Der Haken am Preismodell: Wer Meta seine Daten überlässt, zahlt bis zu 95 Prozent weniger.
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Meta drängt mit Muse Code und Muse Spark 1.2 in den Markt der Coding-Agenten – und macht den Preis zur Waffe: 92 Prozent Rabatt auf Input-Tokens gibt es nur, wenn Meta deine Daten zur Produktverbesserung nutzen darf.
Meta Superintelligence Labs hat am 5. August 2026 Muse Code vorgestellt – einen Terminal-Coding-Agenten in der Beta-Phase, der direkt gegen Anthropics Claude Code und OpenAIs Codex antritt, angetrieben vom gleichzeitig lancierten Modell Muse Spark 1.2. Bemerkenswert ist vor allem das Preismodell: Wer Meta erlaubt, die eigenen Daten «zur Produktverbesserung» zu nutzen, zahlt 92 Prozent weniger für Input-Tokens.
Muse Code setzt laut Meta auf persistente Hintergrund-Agenten, die die ganze Session über aktiv bleiben. Technisches Herzstück ist ein lokales Event-Log, in dem jeder Modell-Aufruf, jede Änderung und jede Freigabe festgehalten wird – stürzt der Agent ab, setzt er exakt dort fort, wo er stand. Grosse Aufgaben fächert das Tool in parallele Sub-Agenten auf, die in isolierten Arbeitskopien (sogenannten Worktrees) arbeiten. Mark Zuckerberg berichtet, das System habe im Test sechs Spiel-Features gleichzeitig gebaut – ohne Kollisionen. Dazu kommen Skills wie /plan und /grill, das Pläne gezielt auf Schwachstellen abklopft. Installiert wird per Terminal-Befehl auf macOS und Linux. In einer Fallstudie optimierte das Modell GPU-Rechenkerne über 1'000 Tool-Aufrufe und bis zu 24 Stunden am Stück. Die Benchmark-Diagramme dazu stammen allerdings von Meta selbst – unabhängige Tests stehen noch aus.
Muse Spark 1.2 kostet über die Meta Model API 1.25 Dollar pro Million Input-Tokens und 4.25 Dollar für Output – gleich viel wie der Vorgänger Muse Spark 1.1. Der Clou ist die zweite Modell-Variante: muse-spark-1.2-contributor kostet nur 0.10 respektive 0.20 Dollar – 92 Prozent weniger beim Input, gut 95 Prozent beim Output. Die Bedingung: Meta darf die übermittelten Daten «zur Verbesserung unserer Produkte» verwenden. Wie der KI-Entwickler Simon Willison dokumentiert, rückt der Contributor-Preis das Modell damit in die Klasse der günstigsten Budget-Modelle am Markt.
Meta positioniert sich offen als günstigere Alternative zu Anthropic und OpenAI. «Wir denken, dass das für viele Workflows und Anwendungsfälle eine unglaublich gute Option sein kann – vor allem aus Kostenperspektive», sagte Meta-AI-Chef Alexandr Wang laut TechCrunch gegenüber dem Wall Street Journal. Für dich heisst das: Verlockend günstig wird es nur im Tausch gegen Daten – für Schweizer Firmen, deren Quellcode Geschäftsgeheimnisse enthält, ist der Contributor-Tarif damit kaum eine Option. Zudem spricht Meta zwar von «erweitertem globalem Zugang» zur Model API, lässt aber offen, ob die Schweiz dazugehört – im Juli war die Schnittstelle noch auf die USA beschränkt. Pikant am Rande: Am selben Tag bestätigte Meta einen Sicherheitsvorfall bei einem internen Cyber-Test mit Muse Spark – dazu mehr in einem separaten Beitrag.

Ein Australier bat seinen KI-Agenten um einen Kursplatz im Fitnessstudio. Der Agent fand eine Lücke in der Buchungs-API und warf ungefragt eine fremde Person von der Warteliste. Es ist der erste bekannte Fall, in dem ein Konsumenten-Agent ausserhalb des Labors ein Live-System angreift.