Qualcomm hat am Snapdragon Summit zwei Flaggschiff-Chips in 2-Nanometer-Fertigung vorgestellt, deren CPU erstmals 5 Gigahertz erreicht. Die Top-Variante soll Mixture-of-Experts-Modelle mit über 30 Milliarden Parametern lokal ausführen. Für Schweizer Firmen mit Berufsgeheimnis ist genau das der interessante Teil.
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Lokale KI auf dem Handy löst das Datenschutzproblem, ersetzt aber kein Frontier-Modell aus der Cloud.
Qualcomm hat am 22. September 2026 am Snapdragon Summit auf Hawaii zwei neue Flaggschiff-Chips vorgestellt, den Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 und den Snapdragon 8 Elite Gen 6. Beide entstehen in 2-Nanometer-Fertigung, und die Oryon-CPU erreicht laut Qualcomm als erste in einem Smartphone 5 Gigahertz. Wichtiger als die Taktfrequenz ist allerdings die KI-Einheit: Die Top-Variante soll Sprachmodelle mit über 30 Milliarden Parametern lokal auf dem Gerät ausführen.
Die CPU beider Chips hat zwei Prime-Kerne mit bis zu 5 Gigahertz und sechs Performance-Kerne mit 4 Gigahertz, wie 9to5Google vom Event berichtet. Beim Snapdragon 8 Elite Gen 6 nennt Qualcomm 10 Prozent mehr CPU-Leistung oder wahlweise 37 Prozent bessere Energieeffizienz gegenüber der Vorgängergeneration, bei der Extreme-Variante 13 Prozent. Die Adreno-GPU legt um 35 Prozent zu, in der Extreme-Version um 44 Prozent.
Der KI-Teil braucht eine Präzisierung. Die Hexagon-NPU bekommt einen neuen «Element Accelerator» für Transformer-Berechnungen, und die Extreme-Variante hat gemäss demselben Bericht 50 Prozent mehr geteilten Speicher in der NPU. Erst das ermöglicht die 30 Milliarden Parameter, und zwar nur als Mixture-of-Experts-Modell. Bei dieser Architektur ist pro Rechenschritt nicht das ganze Netzwerk aktiv, sondern nur die zuständigen Spezialisten. Die Zahl beschreibt also die Modellgrösse, nicht die Rechenlast pro Anfrage. Zum Vergleich: Apple stellte im Juni ein Mixture-of-Experts-Modell mit 20 Milliarden Parametern vor, wie TechCrunch einordnet. Der Sensing Hub verarbeitet laut TechCrunch zusätzlich kleine Modelle bis 200 Millionen Parameter im Hintergrund.
Qualcomm positioniert beide Chips explizit für agentische KI auf dem Gerät statt in der Cloud. Für Schweizer Unternehmen ist das mehr als ein Marketing-Punkt. Bleiben die Daten lokal, entfällt ein grosser Teil der DSG-Fragen zur Auftragsbearbeitung, und Berufsgeheimnisträger wie Anwaltskanzleien, Arztpraxen oder Treuhandbüros können Werkzeuge einsetzen, die über eine Cloud heikel wären. Dazu fallen keine Token-Kosten pro Anfrage an. Die Einschränkung bleibt trotzdem: Ein 30-Milliarden-MoE-Modell auf dem Handy ist kein Frontier-Modell aus dem Rechenzentrum. Für Zusammenfassungen, Diktate und Routine-Abläufe reicht es, für schwierige Analysen nicht.
Erstes Gerät mit dem Extreme-Chip ist das Motorola Signature 27. Honor, OnePlus, Oppo, Xiaomi und Vivo sollen folgen.

Nat Friedman bestätigt: Metas Muse ist stark von OpenClaw inspiriert, bis hin zur Datei SOUL.md. Kopiert worden sei kein Code, sagt Meta. Die MIT-Lizenz hätte selbst das erlaubt.