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OpenCode gehackt: Schlüssel von 1,4 Prozent der Nutzer betroffen

Beim Coding-Tool OpenCode ist ein Angreifer in einen älteren Teil der Console eingedrungen. Gespeicherte Schlüssel von KI-Anbietern könnten offengelegt worden sein, Nutzer melden Abbuchungen in Hunderten Dollar. Anthropic und Google haben Schlüssel gesperrt.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
20. OKTOBER 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines offenen Wandtresors mit am Boden verstreuten Schlüsseln; die Schlüssel leuchten in Blau
Handgezeichnete Skizze eines offenen Wandtresors mit am Boden verstreuten Schlüsseln; die Schlüssel leuchten in Blau
INHALT
01Was bekannt ist02Rechnungen, Sperren, Rückerstattungen03Ein Rätsel namens «Distillation»04Was du jetzt tun solltest
INHALT
01Was bekannt ist02Rechnungen, Sperren, Rückerstattungen03Ein Rätsel namens «Distillation»04Was du jetzt tun solltest
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Wer API-Schlüssel in der OpenCode Console hinterlegt hat, sollte sie sofort ersetzen und die Nutzung seit dem 16. Oktober prüfen. Wie der Einbruch lief, ist noch offen.

Beim quelloffenen KI-Coding-Tool OpenCode ist ein Angreifer in einen älteren Teil des Dienstes «Console» eingedrungen. Betroffen sind laut OpenCode 1,4 Prozent der Console-Nutzer, die dort Schlüssel von KI-Anbietern hinterlegt hatten. Einige berichten von Abbuchungen in Hunderten Dollar.

Was bekannt ist

Der Einbruch geschah laut The Hacker News in der Nacht vom 16. Oktober. Die Console ist ein optionaler, gehosteter Dienst, in dem Nutzer API-Schlüssel (Zugangscodes) von OpenAI, Anthropic oder Google speichern können. Wer keine Mail von OpenCode erhielt, ist nicht betroffen. Die App und das Kommandozeilen-Tool sind nicht im Spiel, weil dort gespeicherte Schlüssel nie zu OpenCode gelangen, wie Mitgründer Dax Raad sagt. Raad meldete zudem, Angreifer hätten das System 48 Stunden lang ununterbrochen attackiert.

Rechnungen, Sperren, Rückerstattungen

Nutzer melden unbestätigte Beträge: 281 Dollar bei OpenAI und 168 Dollar bei Anthropic, an anderer Stelle 1'700 Dollar insgesamt, rund 200 Euro bei Google. OpenCode sagt, Rückerstattungen seien im Gang. Anthropic und Google haben die Schlüssel gesperrt, die sie als betroffen einstuften. OpenAI half laut TechCrunch beim Wiederherstellen des Zugangs und erstattet Kunden Guthaben, das in dem Angriff verbraucht wurde.

Ein Rätsel namens «Distillation»

OpenCode spricht von einem «grossangelegten Distillation-Angriff». Gemeint ist das massenhafte Abgreifen von Modellantworten, um damit ein anderes Modell zu trainieren. Wie das mit dem Einbruch zusammenhängt, hat OpenCode nicht erklärt, und Skeptiker sehen schlicht einen Einbruch. Offen sind auch der Einstieg, die Zahl der Schlüssel und der Beginn des Zugriffs. Gesichert ist ebenfalls nicht, dass Schlüssel kopiert wurden: OpenCode spricht von «möglicherweise» offengelegten.

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Brisant ist ein Nebenaspekt: Kommerzielle KI-Modelle halfen dem Team zuerst bei der Analyse und verweigerten sie später, als der Schadcode ihre Sicherheitsfilter auslöste. David Sacks, Co-Vorsitzender des US-Präsidentenrats für Wissenschaft und Technologie, schrieb, die Leitplanken seien nach hinten losgegangen.

Was du jetzt tun solltest

Hast du Schlüssel in der OpenCode Console hinterlegt, ersetze sie bei jedem Anbieter, aktualisiere alle Apps mit dem alten Schlüssel, prüfe die Nutzung seit dem 16. Oktober und setze Ausgabenlimits. Einen Schweiz-Bezug gibt es nicht.

Quellen

TechCrunch, 19.10.2026↗ EXTERNER LINKThe Hacker News, Oktober 2026↗ EXTERNER LINKOpenCode auf X, Oktober 2026↗ EXTERNER LINK
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