Das Start-up Recursive veröffentlicht Flint, ein offenes Coding-Modell mit 40 Milliarden Parametern, das auf einem Laptop läuft. Recursive sagt, ein automatisiertes Forschungssystem habe fast jeden Entwicklungsschritt übernommen. Die Benchmark-Zahlen stammen vom Hersteller.
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Flint läuft lokal und offline unter Apache 2.0, braucht aber mehr Anleitung als grosse Bezahl-Assistenten; die Benchmarks sind nicht unabhängig geprüft.
Das US-Start-up Recursive hat mit Flint ein offenes Coding-Modell veröffentlicht, das auf einem Laptop läuft. Es steht seit dem 21. Oktober unter der Apache-2.0-Lizenz zum Download bereit. Recursive sagt, ein automatisiertes Forschungssystem habe fast jeden Entwicklungsschritt übernommen.
Flint ist ein Mixture-of-Experts-Modell mit 40 Milliarden Parametern, von denen pro Aufgabe nur etwa 2,5 Milliarden aktiv sind. Das Kontextfenster umfasst rund 262'000 Token. Laut Recursive erreicht es auf einem MacBook Pro mit M4-Pro-Chip über 125 Token pro Sekunde, auf Nvidias RTX Spark über 150, etwa doppelt so schnell wie vergleichbare Modelle. TechCrunch nennt 131 Token pro Sekunde, im Vergleich zu 58 bis 69 bei ähnlichen Modellen. Weil es lokal läuft, funktioniert es offline, Code verlässt den Rechner nicht und es fallen keine Gebühren pro Token an.
Recursive sagt, das System «Eureka Machine» habe die Ideen für Trainingsmethode, Architektur und chipspezifischen Code erzeugt und getestet, Menschen hätten vor allem zugeschaut und die besten Ergebnisse ausgewählt. Ein kleines Team habe Flint in unter vier Monaten gebaut. Laut TechCrunch half das System unter anderem dabei, das Modell um 71 Prozent zu verkleinern, fast ohne Qualitätsverlust.
Die Benchmark-Zahlen stammen von Recursive selbst, nicht von einem unabhängigen Labor. Das Modell führe seine Grössenklasse bei SWE-Bench Pro, SWE-Bench Verified und Terminal-Bench an. Auf Recursives eigenem Durchschnitt aus sechs Tests liegt laut TechCrunch nur Alibabas Qwen3.8 27B vorne. Wired-Autor Will Knight liess Flint drei kleine Aufgaben lösen, was klappte. Das Unternehmen räumt ein, Flint brauche mehr Anleitung als grosse Bezahl-Assistenten und grosse Aufgaben sollten in kleine Schritte zerlegt werden. Recursive kam im Mai mit 650 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 4,65 Milliarden Dollar aus dem Stealth-Modus. Einen Schweiz-Bezug gibt es nicht.
OpenAI hat zwei neue Evals für selten genutzte Programmiersprachen vorgestellt, MultiLangBench und eine COBOL-Migration. Laut eigenen Angaben schafft GPT-6.1 Sol 86,6 % bei niedrigem Reasoning-Aufwand, GPT-5.6 Sol kommt auf 5,4 %. Das Eval-Setup ist auf GitHub öffentlich, die Zahlen stammen aber von OpenAI selbst.