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DeepMind kartiert alle 9 Milliarden DNA-Mutationen

Rund 1 Petabyte vorberechnete Wirkungs-Vorhersagen für jede mögliche Punktmutation im menschlichen Genom — 30-mal grösser als die AlphaFold-Datenbank und gratis für die Forschung.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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10. SEPTEMBER 2026
4 MIN. LESEZEIT
Illustration eines DNA-Doppelhelix-Modells auf einer Laborbank neben Mikroskop und Glasröhrchen, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines DNA-Doppelhelix-Modells auf einer Laborbank neben Mikroskop und Glasröhrchen, kinewsletter.ch Stil
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

DeepMind hat die teuerste Hürde der Genomforschung einmal für alle bezahlt: fertige Wirkungs-Vorhersagen für jede der 9 Milliarden möglichen Punktmutationen, inklusive einer Rangzahl, die erstmals auch die 98 Prozent nicht-kodierende DNA abdeckt.

Google DeepMind hat am 8. September 2026 den AlphaGenome Atlas veröffentlicht: eine Datenbank mit vorberechneten Vorhersagen dazu, was jede der rund 9 Milliarden möglichen Einzelbuchstaben-Mutationen im menschlichen Genom molekularbiologisch bewirkt. Der Datensatz umfasst laut DeepMind rund 1 Petabyte und ist damit über 30-mal grösser als die AlphaFold-Datenbank. Für nicht-kommerzielle Forschung ist er ab sofort gratis zugänglich – über ein Web-Portal, die AlphaGenome-API und als Skill in Google Antigravity.

Ein Petabyte statt monatelanger Rechenzeit

Das zugrunde liegende Modell AlphaGenome ist nicht neu: DeepMind hat es 2025 vorgestellt und im Januar 2026 in einem Nature-Paper im Detail beschrieben. Es vergleicht eine originale DNA-Sequenz mit einer veränderten und sagt voraus, wie sich der Unterschied auf die Genregulation auswirkt – also darauf, wann und wo ein Gen abgelesen wird.

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