Im neuen curl-Release stecken neun Sicherheitslücken, sechs davon meldete das KI-System der Firma AISLE – kurz nachdem die Systeme von OpenAI und Anthropic nichts mehr gefunden hatten. Die Funde sind echt und amtlich belegt. Der daraus gebastelte Wettkampf ist es nicht.
Forschende der EPFL koppeln ein Sprachmodell mit einem Gauss-Prozess, der zu jeder Vorhersage eine Unsicherheit mitliefert. Die Methode GOLLuM findet in 23 Benchmark-Aufgaben gute Versuchsbedingungen mit über 40 Prozent weniger Experimenten als klassische Verfahren – publiziert in Nature Machine Intelligence.
KI-Systeme finden heute echte Lücken in einer der bestgeprüften Codebasen der Welt – aber wer daraus «Modell X schlägt Modell Y» macht, vergleicht einen eingespielten Dauerläufer mit einem einmaligen Gastauftritt.
Am 2. September 2026 ist curl 8.22.0 erschienen, und mit dem Release wurden neun Sicherheitslücken in curl und libcurl veröffentlicht. Sechs davon schreibt das curl-Projekt in seinen Advisories Stanislav Fort von Aisle Research zu – gefunden vom KI-System der Sicherheitsfirma AISLE. Pikant ist der Zeitpunkt: Neun Tage zuvor hatte curl-Gründer Daniel Stenberg öffentlich notiert, dass Anthropics Mythos, OpenAIs Codex Security und der Analyzer Zeropath in curl nichts mehr fanden. AISLE vermarktet das nun als «6:0». Die Lücken sind echt und unabhängig belegt – die Rangliste dahinter hält der Prüfung nicht stand.
Das Schöne an dieser Geschichte: Man muss sie nicht dem Anbieter glauben. Das curl-Projekt dokumentiert jede Lücke selbst. In der offiziellen CVE-Tabelle stehen alle sechs mit Reporter «Stanislav Fort (Aisle Research)» und alle mit Schweregrad Low – von einem Use-after-free in der OpenSSL-Anbindung bis zu zwei Cookie-Problemen. Behoben sind sie in 8.22.0.
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