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Anthropic schreibt erstmals schwarze Zahlen – 10,9 Milliarden in einem Quartal

Anthropic erwartet im Juni-Quartal seinen ersten operativen Gewinn von 559 Millionen Dollar bei 10,9 Milliarden Umsatz. 130 Prozent mehr als im Vorquartal – schneller als Zoom, Google und Facebook in ihrer vergleichbaren Phase.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
22. MAI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration eines Banktresors mit offenem Hauptbuch, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Banktresors mit Hauptbuch (Dark), kinewsletter.ch Stil
INHALT
01130 Prozent Wachstum in drei Monaten02Compute wird vom Bremsklotz zur Effizienz-Story03Der Haken: Profit ist kein Dauerzustand
INHALT
01130 Prozent Wachstum in drei Monaten02Compute wird vom Bremsklotz zur Effizienz-Story03Der Haken: Profit ist kein Dauerzustand
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Anthropic erwartet im zweiten Quartal 559 Millionen operativen Gewinn bei 10,9 Milliarden Umsatz - das erste profitable Quartal überhaupt.

Anthropic ist auf dem besten Weg in sein erstes operativ profitables Quartal. Nach Informationen des Wall Street Journal und CNBC erwartet das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 einen operativen Gewinn von 559 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 10,9 Milliarden – mehr als doppelt so viel wie die 4,8 Milliarden aus dem ersten Quartal.

130 Prozent Wachstum in drei Monaten

Das Tempo dieses Wachstums hat die Bestmarken von Zoom, Google und Facebook in der vergleichbaren Phase übertroffen. Die Zahlen stammen aus Investorenunterlagen für die laufende Finanzierungsrunde, die Anthropic auf eine Bewertung jenseits von OpenAI heben könnte.

Bemerkenswert: Letzten Sommer hatte das Unternehmen seinen Investoren noch erklärt, frühestens 2028 mit ganzjähriger Profitabilität zu rechnen. Jetzt schreibt der Claude-Hersteller schon im zweiten Quartal des laufenden Jahres schwarze Zahlen – inklusive Trainingskosten, aber ohne Stock-Based Compensation.

Compute wird vom Bremsklotz zur Effizienz-Story

Ein Treiber des Sprungs: Anthropic gibt jeden Umsatzdollar deutlich günstiger aus. Lag der Compute-Anteil im ersten Quartal noch bei 71 Cent pro Umsatzdollar, sinkt er im aktuellen Quartal auf 56 Cent. Das ist keine Kleinigkeit, sondern der Unterschied zwischen «Geld verbrennen» und «Geld verdienen».

Gleichzeitig stockt Anthropic kräftig auf: Das Unternehmen zahlt SpaceX 1,25 Milliarden Dollar pro Monat für Compute-Kapazität in den Colossus-Rechenzentren – ein Vertrag über 40 Milliarden bis Mai 2029, der 220'000 NVIDIA-GPUs und 300 Megawatt Rechenleistung sichert.

Der Haken: Profit ist kein Dauerzustand

Anthropic warnt selbst, dass die schwarzen Zahlen womöglich nicht das ganze Jahr halten. Geplante Investitionen in Compute und Training werden die Kosten in den nächsten Quartalen wieder hochtreiben. Drei Trillion-Dollar-IPOs stehen 2026 im Raum – Anthropic, OpenAI und SpaceX. Wer als erster über die Ziellinie kommt, ist offen, aber Anthropic spielt jetzt mit einer Profit-Story, die OpenAI bislang nicht vorweisen kann.

Quellen

Anthropic set to hit $10.9 billion in revenue in Q2, source says – CNBC↗ EXTERNER LINKAnthropic On Track for First Operating Profit as Revenue Surges – PYMNTS↗ EXTERNER LINKAnthropic Projects First Profitable Quarter, $10.9B Revenue – Crypto Briefing↗ EXTERNER LINKAnthropic Targets First Profit as Revenue Hits $10.9B – Winbuzzer↗ EXTERNER LINKAnthropic estimates show US$559M operating profit on US$10.9B quarter – Digitimes↗ EXTERNER LINK
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