NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-BUSINESS

Anthropic überholt OpenAI bei Business-Kunden – erstmals mit 34,4 Prozent

Ramps Mai-Index zeigt eine historische Premiere: 34,4 Prozent der US-Firmen zahlen für Anthropic, 32,3 für OpenAI. Vor zwölf Monaten lag Anthropic bei 9 Prozent.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
17. MAI 2026
3 MIN. LESEZEIT
Boersensaal mit Kreidetafel und gekreuzten Balkendiagrammen – kinewsletter.ch Illustration
Boersensaal mit Kreidetafel und gekreuzten Balkendiagrammen – Dark Mode – kinewsletter.ch Illustration
INHALT
01Vom Underdog zum Spitzenreiter in zwölf Monaten02Claude Code als Wachstumsmotor – und die drei Stolpersteine03Was das für Schweizer Firmen heisst
INHALT
01Vom Underdog zum Spitzenreiter in zwölf Monaten02Claude Code als Wachstumsmotor – und die drei Stolpersteine03Was das für Schweizer Firmen heisst
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Anthropic hat in zwölf Monaten den Business-Markt umgepflügt – doch laut Ramp drohen Compute-Engpässe, steigende Token-Kosten und eine günstige Open-Source-Welle, die alles wieder kippen kann.

Die monatliche Ramp-Auswertung von über 50'000 US-Firmen zeigt: Mehr Unternehmen zahlen jetzt für Anthropic als für OpenAI. Eine Verfolgungsjagd, die vor einem Jahr noch undenkbar war – und die Anthropic genauso schnell wieder verlieren könnte.

Vom Underdog zum Spitzenreiter in zwölf Monaten

Ramp, eine US-Fintech-Firma mit Ausgaben-Daten von mehr als 50'000 Unternehmen, veröffentlicht monatlich seinen AI Index. Die Mai-Ausgabe vom 13. Mai meldet eine historische Premiere: 34,4 Prozent der gemessenen Firmen zahlen für Anthropic-Dienste, nur noch 32,3 Prozent für OpenAI. Im April-Vergleich heisst das +3,8 Prozentpunkte für Anthropic, −2,9 Prozentpunkte für OpenAI. Die Gesamt-AI-Adoption stieg leicht auf 50,6 Prozent.

Der eigentliche Schock liegt im Jahresvergleich. Im Mai 2025 zahlten gerade einmal 9 Prozent der Ramp-Firmen für Anthropic. In zwölf Monaten hat sich der Wert vervierfacht. OpenAI legte im selben Zeitraum nur 0,3 Prozentpunkte zu – die Firma stagniert auf hohem Niveau, während Anthropic die Kurve hochläuft. Auch auf der OpenRouter-Bestenliste, einer anderen Stichprobe, lag OpenAI das letzte Mal im Dezember 2025 vor Anthropic.

Claude Code als Wachstumsmotor – und die drei Stolpersteine

Anthropic-Ökonom Ara Kharazian erklärt den Erfolg mit einer klaren Strategie: «Start mit einer sehr technischen Kundenbasis, Fokus auf deren Bedürfnisse, exzellente Umsetzung, dann Verbreiterung über Tools wie Cowork.» Claude Code, die agentische Coding-CLI, ist laut Anthropic das schnellst wachsende Produkt der Firmengeschichte – und das ist es, was Finance, Tech und Professional Services in den letzten Monaten ins Boot geholt hat.

Doch Kharazian selbst warnt offen vor drei Risiken, die Anthropics Vorsprung schmelzen lassen können:

  • Falsche Anreize: Anthropic verdient mehr, je teurer die genutzten Modelle. Ubers CTO hat letzte Woche öffentlich gemacht, dass das KI-Budget für 2026 dank Claude Code bereits aufgebraucht ist. Wenn Firmen anfangen, gezielt zu günstigeren Modellen zu routen, kippt der Boom.
  • Claude wird schlechter: Nutzer berichten seit Wochen von häufigen Ausfällen, Rate-Limits und enttäuschenden Antworten. Anthropic hat im April die Limits zurückgesetzt und sich mit SpaceXs Colossus-Rechenzentrum zusätzliche Compute-Kapazität gesichert – aber das Vertrauen ist angeknackst.
  • Teurer statt günstiger: Eine aktuelle Modell-Änderung verdreifacht laut Ramp-Kollege Rafael Hajjar die Token-Kosten für jeden Prompt mit Bild. In einer Marktphase, in der Cost-Cutting beginnt, ist das kein Schachzug, der hilft.

Was das für Schweizer Firmen heisst

Für dich als Schweizer Tech-Entscheider sind zwei Signale relevant. Erstens: Der Lock-in-Mythos zerbricht. Ramp schreibt explizit, die Switching-Kosten zwischen Frontier-Modellen seien «minimal» – wer heute Claude Code nutzt, kann morgen auf OpenAI Codex umsteigen. Zweitens: Die schnellst wachsenden KI-Vendors auf Ramp sind aktuell AI-Inference-Plattformen für günstige Open-Source-Modelle. Das ist die unterschätzte Bewegung im Markt – während alle auf Anthropic-vs-OpenAI starren, baut sich darunter eine Schicht günstiger Alternativen auf.

Schweizer Mittelständler, die jetzt KI-Verträge unterzeichnen, sollten mindestens jährlich neu evaluieren. Die Daten zeigen: Marktanteil bei KI-Modellen kann in zwölf Monaten kippen. Vendor-Bindung mit drei- oder fünfjährigen Laufzeiten ist unter diesen Bedingungen nicht klug.

Quellen

Ramp AI Index May 2026: Anthropic beats OpenAI on business adoption↗ EXTERNER LINKTechCrunch: Anthropic now has more business customers than OpenAI↗ EXTERNER LINKVentureBeat: Anthropic finally beat OpenAI in business AI adoption — but 3 big threats↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
AnthropicOpenAI
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Tuschskizze eines offenen Tresors mit elektroblauer Tür, davor Bücherstapel und Münzen
Tuschskizze eines offenen Tresors mit elektroblauer Tür, davor Bücherstapel und Münzen
KI-BUSINESS·30. SEPTEMBER 2026

Anthropic-Prospekt: 4,6 Mrd. Umsatz, 518 Mrd. Verpflichtungen

Der durchgesickerte S-1 von Anthropic zeigt 4,6 Milliarden Dollar Umsatz 2025, einen operativen Verlust von über 8 Milliarden und 518 Milliarden an Rechenzusagen. Wir klären, was eingereicht und was geleakt ist, und ordnen Kundenkonzentration und Risikofaktoren für Schweizer Firmen ein.

Handgezeichnete Skizze einer offenen Tresortür in einem Büro, die Tür ist elektroblau ausgefüllt, daneben ein Tisch mit Buch und Schlüsselbund
Handgezeichnete Skizze einer offenen Tresortür in einem Büro, die Tür ist elektroblau ausgefüllt, daneben ein Tisch mit Buch und Schlüsselbund
KI-BUSINESS·29. SEPTEMBER 2026

Meta verkauft seinen KI-Stack an Firmen und holt den MongoDB-CEO

Meta startet die Enterprise Platform mit Muse-Agent, Business Agent, Muse API und Muse Code. Leiten soll sie CJ Desai, bisher CEO von MongoDB. Preise und Schweiz-Start sind offen, und die jüngste Muse-Sicherheitslücke bleibt eine Vertrauensfrage.

Tuschskizze eines Mikrochips in Elektroblau, auf dem ein kleiner 3D-Landschaftswürfel und ein Roboterarm stehen
Tuschskizze eines Mikrochips in Elektroblau, auf dem ein kleiner 3D-Landschaftswürfel und ein Roboterarm stehen
KI-BUSINESS·29. SEPTEMBER 2026

AMD kauft Fei-Fei Lis World Labs für 8,2 Milliarden Dollar

AMD übernimmt das World-Model-Startup von Fei-Fei Li für rund 8,2 Milliarden Dollar in Aktien. Li wird Chief Scientist bei AMD. Der Kauf zielt auf Nvidias Cosmos und betrifft auch die Robotik-Simulation, die in der Schweiz eine Rolle spielt.

Tuschskizze eines Tresors und eines verschlossenen Gitterkäfigs mit Roboterarm auf einer Werkbank, der Käfig in Elektroblau
Tuschskizze eines Tresors und eines verschlossenen Gitterkäfigs mit Roboterarm auf einer Werkbank, der Käfig in Elektroblau
KI-BUSINESS·29. SEPTEMBER 2026

Nvidia baut den Not-Aus für KI-Agenten in den Chip

Nvidia lanciert die «Open Agent Safety Platform»: Die quelloffene Runtime OpenShell bekommt mit Sentry einen Hardware-Wächter auf BlueField-4-DPUs, der regelverletzende Agenten laut Nvidia in Millisekunden isoliert. Über 100 Partner sind dabei, OpenAI fehlt. Gegen Prompt Injection hilft der Wächter nur bedingt.

Tuschezeichnung eines Bankschalters aus Marmor mit Messinggitter, aufgeschlagenem Kontobuch und hohem Rundbogenfenster; im Vordergrund liegt ein leuchtend blauer Telefonhörer.
Tuschezeichnung eines Bankschalters aus Marmor mit Messinggitter, aufgeschlagenem Kontobuch und hohem Rundbogenfenster
KI-BUSINESS·28. SEPTEMBER 2026

Geklonte Stimme kostet italienische Bank 95 Millionen

Eine WhatsApp vom Chef, ein bestätigender Anruf vom Anwalt – beides gefälscht. Wie Betrüger bei Fideuram 95 Millionen Euro auslösten, welche der kursierenden Zahlen stimmt, und welche vier Massnahmen das BACS Schweizer Firmen empfiehlt.

Illustration einer Waage, auf deren gesenkter Schale ein einzelnes elektroblaues Gewicht einen hohen Münzstapel aufwiegt, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer Waage, auf deren gesenkter Schale ein einzelnes elektroblaues Gewicht einen hohen Münzstapel aufwiegt, kinewsletter.ch Stil
KI-BUSINESS·27. SEPTEMBER 2026

Anthropic-Gründer wollen 50,1 Prozent der Stimmen – mit 2 Prozent Kapital

Sieben Anthropic-Mitgründer sollen über eine Spezial-Aktienklasse zusammen 50,1 Prozent der Stimmen halten – bei je rund 2 Prozent Kapital. Ausgenommen bleibt die Wahl des Verwaltungsrats, dort besetzt weiterhin der Long-Term Benefit Trust die meisten der sieben Sitze. Die Aktionäre stimmen in den kommenden Tagen ab.

Mehr aus KI-Business →