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Apple baut Siri komplett um – mit Googles Gemini

Apple baut Siri an der WWDC 2026 komplett um – angetrieben von einem Gemini-Modell von Google. Über ein neues Extensions-System kannst du künftig selbst wählen, ob Gemini, ChatGPT oder Claude antwortet.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
9. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines zylindrischen Smart-Speakers mit einem elektroblau leuchtenden Lichtring und Schallwellen, daneben eine Topfpflanze
Handgezeichnete Skizze eines zylindrischen Smart-Speakers mit einem elektroblau leuchtenden Lichtring und Schallwellen, daneben eine Topfpflanze (Dark Mode)
INHALT
01Siri läuft jetzt auf Gemini02Du wählst, welche KI antwortet03Drei Stufen für den Datenschutz04Was das für dich heisst
INHALT
01Siri läuft jetzt auf Gemini02Du wählst, welche KI antwortet03Drei Stufen für den Datenschutz04Was das für dich heisst
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Apple lizenziert Googles Gemini für Siri – und lässt dich erstmals frei zwischen Gemini, ChatGPT und Claude wählen.

Apple hat an der WWDC 2026 das getan, was lange undenkbar schien: Der Konzern baut Siri von Grund auf neu – und lässt den Sprachassistenten von einem Modell der Konkurrenz antreiben. Tim Cook präsentierte die Neuerung in seiner letzten Keynote als CEO, bevor er am 1. September an Hardware-Chef John Ternus übergibt.

Siri läuft jetzt auf Gemini

Das Herzstück des neuen Siri ist ein massgeschneidertes Modell von Google Gemini mit rund 1,2 Billionen Parametern. Apple lizenziert es für kolportierte rund eine Milliarde Dollar pro Jahr – und bestätigte den Deal erstmals offiziell auf der Bühne. Nach zwei Jahren Verspätungen und einem 250-Millionen-Vergleich wegen beworbener, aber nie gelieferter Siri-Funktionen ist das ein bemerkenswerter Strategiewechsel: Apple baut sein wichtigstes KI-Feature nicht selbst, sondern mietet die Intelligenz ein.

Das neue Siri bekommt eine eigene App mit Chat-Oberfläche, eine systemweite «Search or Ask»-Geste und Zugriff auf den persönlichen Kontext – also Mails, Fotos, Nachrichten, Kalender und Dateien. Damit holt Apple auf, was ChatGPT und Claude längst können.

Du wählst, welche KI antwortet

Der interessanteste Teil steckt im Kleingedruckten. Über ein neues Extensions-System kannst du in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 selbst bestimmen, welches Modell die Apple-Intelligence-Funktionen antreibt: Googles Gemini (Standard), OpenAIs ChatGPT oder Anthropics Claude. Jedes Modell hat eine eigene Stimme, damit klar bleibt, wer gerade antwortet.

Für Anthropic ist das die grösste Consumer-Ausweitung der Firmengeschichte. Apple zählt über zwei Milliarden aktive Geräte – schon ein kleiner Anteil an Nutzern, die Claude wählen, würde die Nutzerbasis spürbar vergrössern.

Drei Stufen für den Datenschutz

Damit nicht jede Anfrage bei Google landet, nutzt Siri ein dreistufiges Routing: Einfache Aufgaben verarbeitet das iPhone lokal, mittelschwere laufen über Apples Private Cloud Compute, und nur die anspruchsvollsten Anfragen gehen an das Gemini-Modell – das laut Apple auf eigenen Servern läuft, nicht bei Google. Ob diese Trennung der Prüfung von Regulatoren standhält, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Was das für dich heisst

Konkret: iOS 27 Beta 1 ist bereits für Entwickler verfügbar, die öffentliche Version folgt im Herbst. Das iPhone 11 fällt aus dem Support, die vollen Apple-Intelligence-Funktionen brauchen ein iPhone 15 Pro oder neuer. Wer in der Schweiz ein aktuelles iPhone nutzt, bekommt damit erstmals die freie Wahl zwischen drei der stärksten KI-Modelle – direkt im Betriebssystem, ohne separate App.

Quellen

TechCrunch – WWDC 2026: Everything announced on Siri AI, iOS 27, Apple Intelligence↗ EXTERNER LINKCNBC – WWDC 2026: Apple makes its big Siri AI reveal↗ EXTERNER LINKThe Next Web – Apple finally ships its AI do-over: Siri AI, a standalone app, and a three-tier privacy stack↗ EXTERNER LINKMacRumors – WWDC 2026: Gemini-Powered Siri, iOS 27, macOS 27 and More↗ EXTERNER LINK
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