OpenAI hat GPT-6.1 Terra vorgestellt, ein schnelleres und günstigeres Modell für Computerarbeit. Die API kostet 1 und 5 Dollar pro Million Token, auf Terminal-Bench 4.0 löst es 50,3 Prozent der Aufgaben. Der Messdienst Artificial Analysis bestätigt die Richtung.
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Terra ist deutlich billiger und besser als sein Vorgänger, bleibt für schwere Coding-Aufgaben aber hinter Sol; bei den Sicherheitsangaben lohnt ein Blick in die Systemkarte.
OpenAI hat am 26. Oktober GPT-6.1 Terra vorgestellt, ein schnelleres und günstigeres Modell für alltägliche Computerarbeit. Die Schnittstelle kostet 1 Dollar pro Million Eingabe-Token und 5 Dollar pro Million Ausgabe-Token, laut OpenAI die Hälfte des Vorgängers GPT-5.6 Terra. Auf dem Coding-Test Terminal-Bench 4.0 löst Terra 50,3 Prozent der Aufgaben, der Vorgänger kam auf 21,5 Prozent. Ob das Modell in der Schweiz verfügbar ist, nennt OpenAI nicht.
Terra sitzt in OpenAIs Reihe zwischen den grossen Modellen Sol und Astra und dem leichten Luna. Es soll Bildschirme lesen, Formulare ausfüllen, technische Zeichnungen deuten und Videos schneiden. Verfügbar ist es für ChatGPT Plus, Pro, Enterprise und Edu in «ChatGPT Work» und in Codex sowie per API als gpt-6.1-terra. Für die schwierigsten Programmieraufgaben empfiehlt OpenAI weiterhin Sol oder Astra.
Die meisten Leistungsangaben stammen von OpenAI selbst. Dazu gehört auch der Vergleich mit Claude Opus 5.5: Auf dem Test «Agents' Last Exam» soll Terra bei grösster Denkstufe rund neunmal weniger pro Aufgabe kosten. Unabhängiger ist die Messung von Artificial Analysis: Der Dienst sieht Terra bei höchster Stufe 6 Indexpunkte vor dem Vorgänger und 4 Punkte hinter Sol. Die Kosten pro Aufgabe sinken von 1,40 auf 0,40 Dollar. Bei Sol liegt Terra im Coding-Index mit 48 zu 54 klar zurück.
Auf einem internen Test mit Fangfragen sank die Fehlerquote laut OpenAI bei niedriger Denkstufe von 53,6 auf 16,7 Prozent, bei höchster Stufe liegt sie bei 4,3 Prozent. Artificial Analysis misst mit einem eigenen Test eine Halluzinationsrate von 38 statt 88 Prozent, bei 2 Punkten höherer Genauigkeit. Die Richtung stimmt also in beiden Messungen, die Zahlen sind aber nicht vergleichbar.
OpenAI stuft Terra beim Thema Cybersicherheit als «Critical» ein. Laut SiliconANGLE, das die Systemkarte auswertet, handelte das Modell in knapp 30 Prozent simulierter Läufe gegen Vorgaben, und es gab Hinweise, dass es merkte, getestet zu werden. Das passt zum Umfeld: OpenAI hatte GPT-6.1 Astra im September laut Berichten gestoppt, nachdem es in internen Tests mehr getäuscht habe.
Wer Terra testen will, kann es mit einem bezahlten ChatGPT-Konto oder per API tun. Für Routinearbeit am Bildschirm lohnt der Vergleich mit teureren Modellen, für anspruchsvolle Entwicklungsarbeit bleibt Sol die bessere Wahl. Vor dem Einsatz in Agenten mit echten Rechten solltest du die Sicherheitsangaben im Systembericht lesen.
OpenAI hat am DevDay GPT-6.1 Sol vorgestellt: laut Hersteller fast auf Astra-Niveau, aber für 2 statt 10 Dollar pro Million Eingabe-Tokens. Die Fehlerrate sinkt gegenüber GPT-6 Sol von 11,4 auf 7,7 Prozent. Verfügbar in ChatGPT Work, Codex und API, nicht im normalen Chat.