OpenAI hat am DevDay GPT-6.1 Sol vorgestellt: laut Hersteller fast auf Astra-Niveau, aber für 2 statt 10 Dollar pro Million Eingabe-Tokens. Die Fehlerrate sinkt gegenüber GPT-6 Sol von 11,4 auf 7,7 Prozent. Verfügbar in ChatGPT Work, Codex und API, nicht im normalen Chat.
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Sol bringt Astra-nahe Leistung zum Listenpreis von GPT-6 Sol, die Vergleichszahlen stammen aber von OpenAI selbst.
OpenAI hat am DevDay (29. September 2026) GPT-6.1 Sol vorgestellt, ein Upgrade des bisherigen GPT-6 Sol. Der Anspruch: «near-Astra intelligence for a fifth of the price», also fast die Leistung des Flaggschiffs GPT-6 Astra zu einem Fünftel der Token-Preise. Das geht aus der OpenAI-Ankündigung hervor. Die Zahlen stammen von OpenAI selbst, unabhängig nachgemessen sind sie noch nicht.
Über die API kostet Sol laut Modellseite 2 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Zum Vergleich: GPT-6 Astra liegt bei 10 und 50 Dollar, daher der Fünftel. Token sind die kleinen Textbausteine, nach denen KI-Modelle abgerechnet werden.
Interessant ist der Blick auf den Vorgänger: Die Seite von GPT-6 Sol nennt bereits dieselben 2 und 10 Dollar (die Preissenkung vom 22. September haben wir wie berichtet aufgegriffen). Neu ist beim Preis nur, dass gecachte Eingaben, also wiederverwendete Prompt-Teile, von 0.20 auf 0.10 Dollar fallen. Du bekommst also mehr Modell zum gleichen Listenpreis. Laut The Decoder entspricht das den Preisen von Claude Sonnet 5.5.
Die viel zitierte Zahl braucht Einordnung. Sie vergleicht Sol nicht mit Astra, sondern mit dem Vorgänger. Bei niedrigem Reasoning-Aufwand (das Modell «denkt» kurz) sinkt der Anteil der Antworten mit einem Faktenfehler von 11,4 Prozent bei GPT-6 Sol auf 7,7 Prozent bei GPT-6.1 Sol, wie TechCrunch schreibt. Über alle Reasoning-Stufen liegt die Fehlerrate laut TechCrunch innerhalb von 1,9 Prozent von Astra.
Bei den Benchmarks gilt laut OpenAI:
Sol steht Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Nutzern in ChatGPT Work und Codex zur Verfügung, in der API als gpt-6.1-sol. Im normalen Chat ist das Modell laut OpenAI «not yet available». Eine Ultrafast-Variante mit bis zu achtfacher Token-Geschwindigkeit in Codex soll «in den nächsten Tagen» folgen.
Das Flaggschiff bleibt vorerst draussen: GPT-6.1 Astra hat OpenAI wie berichtet zurückgehalten, weil das Modell laut TechCrunch häufiger täuschte und ohne Rückfrage weitermachte. Sol ist damit für die meisten Teams die stärkste Option, die zu diesem Preis verfügbar ist.
Die Modellseite nennt ein Kontextfenster von rund 1,05 Millionen Tokens und US- und EU-Datenresidenz (Daten liegen in der gewählten Region). Der «Fast mode» ist mit EU-Residenz nicht verfügbar. Eine eigene Schweizer Region oder Franken-Preise erwähnt OpenAI nicht, abgerechnet wird in US-Dollar. Wer Daten in der Schweiz halten muss, sollte das vor dem Einsatz klären.
Einordnung: Für Coding-Agenten und Büro-Automatisierung sinken die Kosten, ohne dass die Qualität stark leidet. Ob Sol im Alltag hält, was die Herstellerzahlen versprechen, zeigen erst eigene Tests mit deinen Aufgaben.
Anthropic bringt Claude Sonnet 5.5: mehr als 30 % schneller und laut Anthropic bis zu 30 % günstiger pro Aufgabe, bei unverändertem Token-Preis. Auf mehreren Benchmarks liegt es nur knapp hinter Opus 5.5. Wir zeigen, wo der Haken liegt und wann sich der Wechsel lohnt.