NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·NEUE MODELLE

GPT-6.1 Sol: fast Astra-Niveau zu einem Fünftel des Preises

OpenAI hat am DevDay GPT-6.1 Sol vorgestellt: laut Hersteller fast auf Astra-Niveau, aber für 2 statt 10 Dollar pro Million Eingabe-Tokens. Die Fehlerrate sinkt gegenüber GPT-6 Sol von 11,4 auf 7,7 Prozent. Verfügbar in ChatGPT Work, Codex und API, nicht im normalen Chat.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
30. SEPTEMBER 2026
3 MIN. LESEZEIT
Tuschezeichnung einer Balkenwaage: links fünf kleine Münzen, rechts ein grosses elektroblaues sonnenförmiges Gewicht
Tuschezeichnung einer Balkenwaage: links fünf kleine Münzen, rechts ein grosses elektroblaues sonnenförmiges Gewicht
INHALT
01Zwei Dollar rein, zehn Dollar raus02Fehlerrate: 11,4 auf 7,7 Prozent03Nur in Work und Codex, nicht im Chat04Was für Schweizer Firmen zählt
INHALT
01Zwei Dollar rein, zehn Dollar raus02Fehlerrate: 11,4 auf 7,7 Prozent03Nur in Work und Codex, nicht im Chat04Was für Schweizer Firmen zählt
Inoo GmbH
Präsentiert & entwickelt von
kinewsletter.ch ist ein Projekt der Inoo GmbH

KI-Beratung und Softwareentwicklung aus dem St. Galler Rheintal.

inoo.ch →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Sol bringt Astra-nahe Leistung zum Listenpreis von GPT-6 Sol, die Vergleichszahlen stammen aber von OpenAI selbst.

OpenAI hat am DevDay (29. September 2026) GPT-6.1 Sol vorgestellt, ein Upgrade des bisherigen GPT-6 Sol. Der Anspruch: «near-Astra intelligence for a fifth of the price», also fast die Leistung des Flaggschiffs GPT-6 Astra zu einem Fünftel der Token-Preise. Das geht aus der OpenAI-Ankündigung hervor. Die Zahlen stammen von OpenAI selbst, unabhängig nachgemessen sind sie noch nicht.

Zwei Dollar rein, zehn Dollar raus

Über die API kostet Sol laut Modellseite 2 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Zum Vergleich: GPT-6 Astra liegt bei 10 und 50 Dollar, daher der Fünftel. Token sind die kleinen Textbausteine, nach denen KI-Modelle abgerechnet werden.

Interessant ist der Blick auf den Vorgänger: Die Seite von GPT-6 Sol nennt bereits dieselben 2 und 10 Dollar (die Preissenkung vom 22. September haben wir wie berichtet aufgegriffen). Neu ist beim Preis nur, dass gecachte Eingaben, also wiederverwendete Prompt-Teile, von 0.20 auf 0.10 Dollar fallen. Du bekommst also mehr Modell zum gleichen Listenpreis. Laut The Decoder entspricht das den Preisen von Claude Sonnet 5.5.

Fehlerrate: 11,4 auf 7,7 Prozent

Die viel zitierte Zahl braucht Einordnung. Sie vergleicht Sol nicht mit Astra, sondern mit dem Vorgänger. Bei niedrigem Reasoning-Aufwand (das Modell «denkt» kurz) sinkt der Anteil der Antworten mit einem Faktenfehler von 11,4 Prozent bei GPT-6 Sol auf 7,7 Prozent bei GPT-6.1 Sol, wie TechCrunch schreibt. Über alle Reasoning-Stufen liegt die Fehlerrate laut TechCrunch innerhalb von 1,9 Prozent von Astra.

Bei den Benchmarks gilt laut OpenAI:

  • DeepSWE v1.1 (Programmieraufgaben): Astra-Niveau, 6,4 Punkte vor GPT-6 Sol
  • OSWorld 2.0 (Computer bedienen): 2,1 Punkte hinter Astra, bei etwa einem Siebtel der Kosten
  • Terminal-Bench Science: doppelt so gut wie GPT-6 Sol, im Schnitt 5.47 Dollar pro Aufgabe gegenüber 23.80 Dollar bei Astra

Nur in Work und Codex, nicht im Chat

Sol steht Plus-, Pro-, Business-, Enterprise- und Edu-Nutzern in ChatGPT Work und Codex zur Verfügung, in der API als gpt-6.1-sol. Im normalen Chat ist das Modell laut OpenAI «not yet available». Eine Ultrafast-Variante mit bis zu achtfacher Token-Geschwindigkeit in Codex soll «in den nächsten Tagen» folgen.

Das Flaggschiff bleibt vorerst draussen: GPT-6.1 Astra hat OpenAI wie berichtet zurückgehalten, weil das Modell laut TechCrunch häufiger täuschte und ohne Rückfrage weitermachte. Sol ist damit für die meisten Teams die stärkste Option, die zu diesem Preis verfügbar ist.

Was für Schweizer Firmen zählt

Die Modellseite nennt ein Kontextfenster von rund 1,05 Millionen Tokens und US- und EU-Datenresidenz (Daten liegen in der gewählten Region). Der «Fast mode» ist mit EU-Residenz nicht verfügbar. Eine eigene Schweizer Region oder Franken-Preise erwähnt OpenAI nicht, abgerechnet wird in US-Dollar. Wer Daten in der Schweiz halten muss, sollte das vor dem Einsatz klären.

Einordnung: Für Coding-Agenten und Büro-Automatisierung sinken die Kosten, ohne dass die Qualität stark leidet. Ob Sol im Alltag hält, was die Herstellerzahlen versprechen, zeigen erst eigene Tests mit deinen Aufgaben.

Quellen

Introducing GPT-6.1 Sol (OpenAI)↗ EXTERNER LINKGPT-6.1 Sol Model (OpenAI API Docs)↗ EXTERNER LINKGPT-6 Astra Model (OpenAI API Docs)↗ EXTERNER LINKGPT-6 Sol Model (OpenAI API Docs)↗ EXTERNER LINKOpenAI launches GPT-6.1 Sol (TechCrunch)↗ EXTERNER LINKGPT-6.1 Sol comes close to Astra at a fifth of the price (The Decoder)↗ EXTERNER LINKOpenAI releases GPT-6.1 Sol at a fifth of GPT-6 Astra's token prices (The Next Web)↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
OpenAIAnthropic
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Handgezeichnete Skizze einer grossen Holzkiste mit blauer Seilschleife, die an einem Flaschenzug in einer Lagerhalle hängt, daneben Wandkalender und Stroh
Handgezeichnete Skizze einer grossen Holzkiste mit blauer Seilschleife, die an einem Flaschenzug in einer Lagerhalle hängt, daneben Wandkalender und Stroh
NEUE MODELLE·8. OKTOBER 2026

Mistral Large 4: Eine Billion Parameter aus Europa

Mistral stellt Large 4 als öffentliche Vorschau vor: rund eine Billion Parameter, in Europa trainiert, offene Gewichte bis Ende Oktober. Die Benchmarks sind Herstellerangaben, die Lizenz ist noch offen. Wir ordnen ein, was das für Schweizer Firmen heisst.

Handgezeichnete Skizze eines grossen aufgeschlagenen Buchs auf einem Lesepult mit blauem Akzent, daneben Kisten mit Ordnern
Handgezeichnete Skizze eines grossen aufgeschlagenen Buchs auf einem Lesepult mit blauem Akzent, daneben Kisten mit Ordnern
NEUE MODELLE·6. OKTOBER 2026

Reflection AI zeigt Beam, offenes Modell gegen China

Das US-Start-up Reflection AI stellt Beam vor, ein Modell mit offenen Gewichten und 501 Milliarden Parametern. Es soll chinesischen Modellen mit deutlich weniger Rechenaufwand Konkurrenz machen. Alle Zahlen sind Herstellerangaben, die Gewichte folgen im Oktober.

Tuschezeichnung einer Marionettenbühne: Hinter einem leeren Bildschirmrahmen halten zwei Hände ein Spielkreuz, an dessen Fäden eine Maske hängt; die Maske ist leuchtend blau.
Tuschezeichnung einer Marionettenbühne: Hinter einem leeren Bildschirmrahmen halten zwei Hände ein Spielkreuz, an dessen Fäden eine Maske hängt
NEUE MODELLE·3. OKTOBER 2026

Tavus: Fast jeder Zweite hält KI-Avatar Griffin für echt

Das US-Startup Tavus meldet, dass 48 Prozent der Testpersonen seinen KI-Videoavatar Griffin nach einer Minute für einen Menschen hielten. Die Zahl stammt vom Hersteller, die Stichprobe war mit 54 Personen klein. Für die Schweiz ist sie trotzdem ein Warnsignal, weil Betrüger Video-Fälschungen bisher selten, Stimmklone dafür umso öfter einsetzen.

Handgezeichnete Skizze eines grossen blauen Schilds mit Schlüsselloch und Schaltkreisen vor Server-Racks, daneben eine Lupe über Code mit einem Käfer
Handgezeichnete Skizze eines grossen blauen Schilds mit Schlüsselloch und Schaltkreisen vor Server-Racks, daneben eine Lupe über Code mit einem Käfer
NEUE MODELLE·1. OKTOBER 2026

Gemini 4 Argon: Google startet bei den Cyber-Verteidigern

Google stellt Gemini 4 Argon vor, zunächst nur für ausgewählte Cybersecurity-Organisationen im Fairwind-Programm. Laut Google findet und patcht das Modell kritische Schwachstellen selbstständig. Wir ordnen Zahlen, Bloomberg-Zweifel und den Schweiz-Bezug ein.

Handgezeichnete Skizze einer grossen blauen Stoppuhr neben einem Münzstapel und Zahnrädern, dahinter Tempo-Linien
Handgezeichnete Skizze einer grossen blauen Stoppuhr neben einem Münzstapel und Zahnrädern, dahinter Tempo-Linien
NEUE MODELLE·29. SEPTEMBER 2026

Sonnet 5.5: 30 % schneller zum gleichen Preis wie Sonnet 5

Anthropic bringt Claude Sonnet 5.5: mehr als 30 % schneller und laut Anthropic bis zu 30 % günstiger pro Aufgabe, bei unverändertem Token-Preis. Auf mehreren Benchmarks liegt es nur knapp hinter Opus 5.5. Wir zeigen, wo der Haken liegt und wann sich der Wechsel lohnt.

Illustration einer geöffneten Enigma-Chiffriermaschine auf einem Holzschreibtisch mit freiliegenden Rotoren, leeren Papierbögen und einer Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer geöffneten Enigma-Chiffriermaschine auf einem Holzschreibtisch mit freiliegenden Rotoren, leeren Papierbögen und einer Schreibtischlampe, kinewsletter.ch Stil
KI-FORSCHUNG·27. SEPTEMBER 2026

GPT-6 Astra knackt Enigma-Funkspruch von 1941 – in zwei Tagen

OpenAIs GPT-6 Astra hat einen deutschen Heeres-Funkspruch vom 10. Juli 1941 entschlüsselt, der seit 2005 als ungelöst galt. Das Modell suchte sich das Ziel selbst aus und schrieb Enigma-Simulator und Enigma-Bombe eigenständig in Python und C++. Dieselbe Autonomie ist der Grund, weshalb OpenAI seine leistungsfähigsten Modelle gerade gestoppt hat.

Mehr aus Neue Modelle →