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Microsoft behandelt KI-Agenten wie Insider-Bedrohungen

Microsoft stellt neue Sicherheitsfunktionen für KI-Agenten vor und sagt offen, dass auch Spitzenmodelle nicht blind vertrauenswürdig sind. Dazu gehören Guardian Agents, eine Sandbox und Rechte pro Aufgabe. Preise und Verfügbarkeit nennt Microsoft nicht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. OKTOBER 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines kleinen Roboters mit Mitarbeiterausweis vor einem Drehkreuz im Büro; Ausweis und Drehkreuz leuchten in Blau
Handgezeichnete Skizze eines kleinen Roboters mit Mitarbeiterausweis vor einem Drehkreuz im Büro; Ausweis und Drehkreuz leuchten in Blau
INHALT
01Unberechenbar statt böswillig02Was Microsoft konkret einbaut03Ein selbstbewusster Kurswechsel
INHALT
01Unberechenbar statt böswillig02Was Microsoft konkret einbaut03Ein selbstbewusster Kurswechsel
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Microsoft empfiehlt, Agenten wie Insider mit Rechten pro Aufgabe zu führen und Kontrolle von den Modellanbietern zu trennen, verkauft die passenden Produkte aber gleich selbst.

Microsoft hat am 19. Oktober neue Sicherheitsfunktionen für KI-Agenten vorgestellt und begründet sie mit einer deutlichen Ansage: Agenten seien wie Insider im Unternehmen zu behandeln, denn selbst Spitzenmodelle liessen sich nicht blind vertrauen. Preise und Verfügbarkeitsdaten nennt Microsoft im Blog nicht.

Unberechenbar statt böswillig

Hayete Gallot, bei Microsoft für das Sicherheitsgeschäft zuständig, schrieb laut TechCrunch, Spitzenmodelle könnten unabhängig von ihrer Herkunft nicht vertraut werden. Das Problem sei nicht Bosheit und auch nicht leichtes Hacken, sondern Unberechenbarkeit: Modelle werden darauf trainiert, Aufgaben zu erledigen, nicht darauf, Regeln einer Organisation einzuhalten. Satya Nadella formuliert es im Blog so: Das vertrauenswürdigste Agentensystem sei nicht das mit dem Modell, dem man am meisten vertraut. Schon Anfang Oktober hatte Nadella in einem Blogbeitrag gefordert, KI-Modelle bräuchten eine «Notbremse», nun folgen die Produkte dazu.

Was Microsoft konkret einbaut

Die Neuerungen erweitern «Project Perception», Microsofts Sicherheitsprojekt für Agenten, und ergänzen Defender, Entra und Agent 365:

  • Guardian Agents überwachen die Agenten, die ein Unternehmen einsetzt.
  • Die Erkennung lokaler Agenten wächst um 35 auf 60 Typen, darunter Claude Code, OpenAI Codex und GitHub Copilot.
  • Der Microsoft Execution Container lässt Agenten in einer Sandbox (einer abgeschotteten Umgebung) mit streng geregeltem Zugriff laufen.

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Handgezeichnete Skizze einer runden Torte, aus der ein Stück auf einem Tortenheber zu kleinen Setzlingen gereicht wird; das Stück leuchtet in Blau
  • Dynamic Permissions vergeben Rechte pro Aufgabe und zeitlich begrenzt. Bei folgenreichen Aktionen kann eine menschliche Freigabe verlangt werden.
  • Dynamic Agent Risk bewertet das Risiko eines Agenten laufend, Dynamic Conditional Access reagiert abgestuft, von weniger Rechten bis zum Stopp.
  • Ein selbstbewusster Kurswechsel

    TechCrunch nennt die Haltung überraschend, weil Microsoft in OpenAI und Anthropic investiert hat und ein eigenes KI-Labor betreibt. Zugleich verkauft Microsoft genau die Produkte, die es empfiehlt. Die Autorin hält die Logik trotzdem für stimmig: Wer prüft, sollte unabhängig von den Geprüften sein, wie bei Revisoren.

    Für dich heisst das, falls du Agenten im Unternehmen einsetzt: Rechte pro Aufgabe vergeben, Agenten inventarisieren und riskante Schritte von Menschen freigeben lassen. Auch die Netzwoche hat über die Ankündigung berichtet. Schweiz-spezifische Angaben macht Microsoft nicht. Die Konferenz Ignite findet vom 17. bis 20. November statt.

    Quellen

    Microsoft Security Blog, 19.10.2026↗ EXTERNER LINKTechCrunch, 19.10.2026↗ EXTERNER LINKNetzwoche, 19.10.2026↗ EXTERNER LINK
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    Handgezeichnete Skizze einer runden Torte, aus der ein Stück auf einem Tortenheber zu kleinen Setzlingen gereicht wird; das Stück leuchtet in Blau
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