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Weisses Haus öffnet Mythos für US-Behörden – Trump fragt: «Who?»

Das OMB gibt Kabinettsbehörden Zugang zu Anthropics gefährlichstem Modell. Zeitgleich trifft CEO Amodei Stabschefin Wiles im Westflügel – der Präsident will davon nichts wissen.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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17. APRIL 2026
ZULETZT AKTUALISIERT: 20. APRIL 2026
2 MIN. LESEZEIT
Mythos White House Illustration
Mythos White House Illustration Dark
INHALT
01Barbaccias Memo: Zugang trotz Pentagon-Blacklist02Amodei im Westflügel: «Produktiv und konstruktiv»0383,1 % auf CyberGym – eine neue Liga04Schweiz-Kontext
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01Barbaccias Memo: Zugang trotz Pentagon-Blacklist02Amodei im Westflügel: «Produktiv und konstruktiv»0383,1 % auf CyberGym – eine neue Liga04Schweiz-Kontext
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Das Weisse Haus öffnet Mythos für US-Kabinettsbehörden, während das Pentagon die Blacklist gegen Anthropic aufrechterhält – CEO Amodei verhandelt im Westflügel, Trump fragt: «Who?»

Barbaccias Memo: Zugang trotz Pentagon-Blacklist

OMB-CIO Gregory Barbaccia informierte am 16. April die Kabinettsbehörden – Treasury, State, DHS, Commerce, Justice und CISA –, dass eine modifizierte Version von Mythos «in den kommenden Wochen» freigeschaltet wird. Im Memo betont er, man arbeite «eng mit Model-Providern, der Intelligence Community und Industriepartnern» an Schutzmassnahmen.

Der Clou: Das Pentagon hat Anthropic seit dem 3. März als «Supply-Chain-Risk» eingestuft – ein Label, das bisher ausländischen Gegnern vorbehalten war. Am 8. April lehnte der D.C. Circuit einen Antrag auf Aussetzung dieser Einstufung ab. Die DoD-Blacklist bleibt also in Kraft, während das Weisse Haus parallel den Zugang für zivile Behörden öffnet.

Amodei im Westflügel: «Produktiv und konstruktiv»

Einen Tag nach dem Memo traf Anthropic-CEO Dario Amodei am 17. April Stabschefin Susie Wiles, Finanzminister Scott Bessent und National Cyber Director Sean Cairncross im Westflügel. Das Weisse Haus nannte das Treffen «einleitend», die Gespräche seien «produktiv und konstruktiv» verlaufen.

Trump selbst reagierte auf die Reporterfrage nach dem Treffen mit einem Schulterzucken: «Who?» – und nach Nachfrage: «I have no idea.» Das Bild einer Regierung, die intern um den Umgang mit der mächtigsten KI-Technologie ringt, könnte kaum deutlicher sein.

83,1 % auf CyberGym – eine neue Liga

Warum all der Aufwand? Mythos ist das erste Modell, das auf dem CyberGym-Benchmark 83,1 Prozent erreicht – Anthropics zweitbestes Modell kommt auf 66,6 Prozent. In internen Tests fand es einen 27 Jahre alten OpenBSD-Bug und einen 16 Jahre alten FFmpeg-Fehler, die Millionen automatisierter Tests überstanden hatten. Weniger als 1 Prozent der entdeckten Schwachstellen sind bisher gepatcht.

Schweiz-Kontext

Europa und die Schweiz bleiben beim Mythos-Zugang aussen vor – nur das britische AI Safety Institute (AISI) hat Testzugang. Für Schweizer Grossbanken mit EU-Entities ist die parallele EZB-Scrutiny-Initiative relevant: Die EZB berief Chief Risk Officers der Eurozone-Banken zu einem Sonder-Call ein, um Mythos-Risiken für das Finanzsystem zu prüfen. FINMA beobachtet die Lage.

Quellen

CSO Online – White House moves to give agencies Mythos access↗ EXTERNER LINKGizmodo – Trump: Who?↗ EXTERNER LINKTNW – Amodei heads to White House↗ EXTERNER LINKAnthropic – Claude Mythos Preview↗ EXTERNER LINK
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