OpenAI reicht laut Berichten diese Woche eine vertrauliche IPO-Vorlage bei der SEC ein. Ziel: ein Börsengang im September zu einer Bewertung zwischen 852 Milliarden und 1 Billion Dollar. Mit Goldman Sachs und Morgan Stanley als Lead-Banken.
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OpenAI reicht diese Woche eine vertrauliche IPO-Vorlage bei der SEC ein - mit Kurs auf einen September-Listing zwischen 852 Milliarden und 1 Billion Dollar.
OpenAI reicht laut Reuters und Bloomberg noch in dieser Woche eine vertrauliche Börsenprospekt-Vorlage bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Ziel: ein Börsengang im September 2026 zu einer Bewertung zwischen 852 Milliarden und 1 Billion Dollar.
Das Mandat halten Goldman Sachs und Morgan Stanley – die beiden Häuser, die schon Reddit, ARM und Klaviyo an die Börse begleitet haben. Eine vertrauliche Einreichung ist kein öffentlicher S-1: Sie erlaubt der SEC einen ersten Review, ohne dass Finanzzahlen, Risikofaktoren oder Cap-Table sofort offenliegen. Wenn alles glattläuft, könnten die Bücher im August öffnen und der Handel im September beginnen.
Den endgültigen S-1 mit auditierter Bilanz, Material Contracts und Related-Party-Geschäften müssen die Banker dann vier bis sechs Wochen vor dem Trading-Tag nachreichen.
OpenAI ist nicht allein im Anflug. SpaceX hat seinen S-1 am 20. Mai 2026 öffentlich eingereicht, Ticker SPCX, Nasdaq-Debut am 12. Juni, Zielbewertung 1,75 Billionen. Anthropic plant ebenfalls den Gang aufs Parkett. Alle drei Unternehmen würden – falls die Preisspannen halten – mit Bewertungen über einer Billion an die Börse gehen. Eine solche Konzentration an Trillion-Dollar-IPOs hat es seit der Dot-Com-Welle nicht gegeben.
Für dich als ChatGPT-Nutzer ändert sich erst mal wenig – aber ein börsennotiertes OpenAI muss Quartalszahlen veröffentlichen, Risiken offenlegen und Investoren bedienen. Das macht das Unternehmen transparenter, aber auch abhängiger vom Aktienkurs. Sam Altman hatte lange betont, dass OpenAI «nie» an die Börse müsse. Bei einer Billion Marktwert ist «nie» offenbar diese Woche.
Konkret heisst das: Spätestens mit dem öffentlichen S-1 erfahren wir endlich, was OpenAI wirklich umsetzt, wie tief die Microsoft-Verflechtung geht und wie das Unternehmen seine 30+ Milliarden Compute-Verpflichtungen einpreist.