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Zero Data Retention: OpenAI kontert Anthropics 30-Tage-Logs

OpenAI hält Zero Data Retention auch für seine stärksten Modelle aufrecht und zeigt mit «Private Safety Processing» erstmals, wie Missbrauch über mehrere Gespräche hinweg erkannt werden soll – ohne dass Mitarbeitende je Kundeninhalte sehen. Anthropic geht den umgekehrten Weg und speichert bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage lang. Für Schweizer Kanzleien, Banken und Spitäler ist das der Unterschied zwischen «geht» und «geht nicht».

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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20. AUGUST 2026
4 MIN. LESEZEIT
Illustration einer Tresortür mit Zahlenschloss und leerem Stahlregal, kinewsletter.ch Stil
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«Unannehmbares Risiko»: Studie zu ChatGPT for Teens

Common Sense Media stuft ChatGPT for Teens als unannehmbares Risiko ein: Elternalarme blieben aus, Krisenverweise fehlten oft, der Lernmodus liess sich umgehen. OpenAI bestreitet die Methodik. Wir ordnen ein, was das für Familien in der Schweiz heisst.

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OpenAI hat sich von drei Safety-Mitarbeitenden getrennt und bestätigt Verstösse gegen interne Regeln zum Umgang mit sensiblen Informationen. Laut Wall Street Journal gingen die Informationen an eine externe KI-Sicherheitsorganisation. Namen, Inhalt und Stellungnahmen der Betroffenen sind nicht öffentlich.

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KI-Chefs unterschreiben freiwilligen «Super Intelligence»-Accord

Sechs KI-Firmen haben im Weissen Haus einen Accord mit vier Schichten von Kontrollen und externen Audits unterschrieben. Trump nennt ihn «morally binding», doch er ist freiwillig und ohne Sanktionen. Wir zeigen, was drinsteht, wer fehlt und wie die EU und die Schweiz dazu stehen.

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Datenschutz wird zum Verkaufsargument im KI-Markt – und OpenAI stellt sich mit Zero Data Retention bewusst gegen Anthropics 30-Tage-Speicherung.

OpenAI hat am 19. August 2026 bestätigt, dass Zero Data Retention (ZDR) – also die Zusicherung, Prompts und Modellantworten nach der Verarbeitung nicht zu speichern – auch für die leistungsfähigsten Modelle bestehen bleibt. Gleichzeitig zeigt das Unternehmen als Vorschau Private Safety Processing: ein Sicherheitssystem, das Missbrauchsmuster über mehrere zusammenhängende Interaktionen hinweg erkennen soll, ohne dass OpenAI-Mitarbeitende die Inhalte zu sehen bekommen. Der Kontrast zum Konkurrenten ist der eigentliche Punkt: Anthropic verlangt bei seinen fähigsten Modellen 30 Tage Datenaufbewahrung. OpenAI verspricht null.

Wenn ein einzelner Prompt nichts verrät

Das Problem, das beide Labs lösen wollen, ist dasselbe. Je mehr ein Modell kann, desto seltener steht der Missbrauch in einer einzelnen Anfrage. Bisherige ZDR-taugliche Schutzsysteme bewerten jede Interaktion für sich – und genau dort entwischen die geduldigen Angreifer.

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