NewsKategorienNewsletter-ArchivÜber unsKostenlos abonnieren

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
Alle NewsNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·KI-FORSCHUNG

300 Millionen für eine KI, die Physik versteht

Das Londoner Startup PhysicsX sammelt 300 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 2,4 Milliarden. Seine «Large Physics Models» ersetzen tagelange physikalische Simulationen durch Berechnungen in Sekunden.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
9. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines aufgeschnittenen Düsentriebwerks auf einer Werkbank mit elektroblau leuchtendem Kern, Messschieber und Arbeitslampe
Handgezeichnete Skizze eines aufgeschnittenen Düsentriebwerks auf einer Werkbank mit elektroblau leuchtendem Kern, Messschieber und Arbeitslampe (Dark Mode)
INHALT
01Sekunden statt Tage02Wer mitfinanziert03Warum das zählt
INHALT
01Sekunden statt Tage02Wer mitfinanziert03Warum das zählt
in
PARTNER · INOO GMBH
Wie viel KI verträgt dein Betrieb? In 30 Minuten Klartext.

Kostenloses Erstgespräch — herstellerneutral, direkt aus dem Rheintal.

Gespräch buchen →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Während alle über Chatbots reden, entsteht mit «physischer KI» eine zweite Welle, die Ingenieurarbeit massiv beschleunigt.

Während die grossen KI-Labors um den nächsten Chatbot ringen, sammelt ein Londoner Startup 300 Millionen Dollar für eine ganz andere Idee: eine KI, die nicht plaudert, sondern Physik berechnet. PhysicsX gab die Finanzierungsrunde am 8. Juni bekannt – und wird damit neu mit rund 2,4 Milliarden Dollar bewertet.

Sekunden statt Tage

PhysicsX baut eine KI, die klassische physikalische Simulationen ersetzt. Wer heute ein Bauteil wie eine Turbinenschaufel, einen Chip oder ein Flugzeugteil entwickelt, muss durchrechnen, wie es sich unter Hitze, Druck und Strömung verhält. Solche Simulationen dauern Stunden bis Tage. Die Modelle von PhysicsX liefern das Ergebnis in Sekunden.

Im Zentrum stehen sogenannte Large Physics Models – das Pendant zu Sprachmodellen, nur trainiert auf riesigen Datensätzen aus Thermodynamik und Strömungslehre statt auf Texten. Die KI sagt voraus, wie sich Hardware im realen Einsatz verhält, ohne dass jedes Mal ein teurer Prototyp gebaut werden muss.

Wer mitfinanziert

Die Runde führt der Staatsfonds Temasek aus Singapur an, neu dabei sind M&G Investments und Intrepid Growth Partners. Mit an Bord bleiben prominente Bestandsinvestoren – darunter Chip-Riese NVIDIA, der Anlagenbauer Applied Materials, Siemens sowie Atomico und General Catalyst. Diese Mischung aus Industrie und Tech zeigt, worum es geht: KI nicht für den Bildschirm, sondern für die Fabrikhalle.

Warum das zählt

Das Geld fliesst vor allem in die Forschung an den Large Physics Models. PhysicsX ist im vergangenen Jahr auf über 300 Mitarbeitende gewachsen und hat den Umsatz verdoppelt. Der Anwendungsbereich reicht von Triebwerken über Halbleiter bis zu Verteidigungstechnik.

Einordnung: Die meiste KI-Aufmerksamkeit gilt Chatbots und Bildgeneratoren. Dabei entsteht parallel eine zweite Welle – «physische KI», die Ingenieurarbeit beschleunigt. Für den Industriestandort Europa, und damit auch für Schweizer Maschinen- und Präzisionsbauer, könnte diese Entwicklung am Ende handfester sein als jeder neue Chatbot.

Quellen

PhysicsX – PhysicsX Announces $300M Series C to Accelerate Physics AI for Industrial Engineering↗ EXTERNER LINKThe Next Web – PhysicsX raises $300M at $2.4bn for AI physics simulation↗ EXTERNER LINKSifted – PhysicsX hits $2.4bn valuation after $300m Temasek-led funding round↗ EXTERNER LINKBenzinga – NVIDIA-Backed PhysicsX Raises $300 Million At $2.4 Billion Valuation↗ EXTERNER LINK
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Freitag in dein Postfach?

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Illustration eines Mikroskops im Labor, kinewsletter.ch Stil
Dark Illustration, kinewsletter.ch Stil
KI-FORSCHUNG·19. JUNI 2026

KI besteht nur jede dritte Forschungsaufgabe

OpenAIs neuer Test LifeSciBench prüft KI an 750 echten Aufgaben aus der Life-Science-Forschung. Das beste Modell löst nur 36 Prozent – ein nützlicher Dämpfer für überzogene Erwartungen an KI im Labor.

Handgezeichnete Skizze eines Bildschirms mit einer kurvigen Strasse in eine Berglandschaft, davor ein Spielzeugauto und eine Kamera auf einem Stativ
Handgezeichnete Skizze eines Bildschirms mit einer kurvigen Strasse in eine Berglandschaft, davor ein Spielzeugauto und eine Kamera auf einem Stativ (Dark Mode)
KI-FORSCHUNG·12. JUNI 2026

Diese KI träumt sich Strassen für Roboterautos

Das Startup Decart hat mit Oasis 3 ein Weltmodell vorgestellt, das fotorealistische Strassenszenen in Echtzeit erfindet – ein endloser Fahrsimulator, um selbstfahrende Autos auch mit seltenen Situationen zu trainieren. Noch fahren die Autos aber durch Wände.

Handgezeichnete Skizze eines Computerchips auf einer Werkbank mit elektroblau leuchtenden aufsteigenden Blasen, Druckmanometer und Kühlschlauch
Handgezeichnete Skizze eines Computerchips auf einer Werkbank mit elektroblau leuchtenden aufsteigenden Blasen, Druckmanometer und Kühlschlauch (Dark Mode)
KI-FORSCHUNG·11. JUNI 2026

Kühlen wie im Atomreaktor – KI-Server ohne Wasser

Ein MIT-Spin-off namens Ferveret kühlt KI-Chips mit einem Trick aus der Kernreaktor-Physik – ganz ohne Wasser und mit deutlich weniger Strom. Im Test holte das System 35 Prozent mehr Rechenleistung aus derselben Energie.