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500 Millionen gegen den KI-Jobschock

In den USA sammelt die Initiative RAISE US unter Gina Raimondo über 500 Millionen Dollar, um Arbeitskräfte für die KI-Wirtschaft umzuschulen. Ausgerechnet Amazon, Microsoft, Anthropic und die OpenAI Foundation finanzieren mit.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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1. JULI 2026
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Handgezeichnete Skizze einer Holzleiter an einer Ziegelwand mit einem Schutzhelm an einer Sprosse und einer Werkzeugtasche, mit elektroblauem Akzent, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Ein Bündnis aus Politik und Tech-Grössen02Umschulung statt Kündigung03Warum die Eile?04Auch für die Schweiz eine offene Frage
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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Konzerne, die KI bauen, zahlen für die Umschulung der Betroffenen – ein 500-Millionen-Testfall dafür, ob sich der KI-Umbau des Arbeitsmarkts gestalten lässt.

Während KI immer mehr Büroarbeit übernimmt, formiert sich in den USA eine ungewöhnliche Allianz: Ausgerechnet die Konzerne, die diese Technologie bauen, stecken nun eine halbe Milliarde Dollar in die Umschulung von Arbeitskräften. Hinter der Initiative RAISE US steht mit Gina Raimondo eine frühere US-Handelsministerin.

Ein Bündnis aus Politik und Tech-Grössen

Raimondo hat die überparteiliche Non-Profit-Organisation gemeinsam mit dem früheren Gouverneur von Indiana, Eric Holcomb, gegründet und Ende Juni vorgestellt. Bereits jetzt sind über 500 Millionen Dollar zusammengekommen – Ziel ist eine Milliarde über mehrere Jahre.

Als Ankerpartner mit dabei sind unter anderem:

  • Amazon, Microsoft, Anthropic und die OpenAI Foundation
  • Grosskonzerne wie IBM, Cisco, General Motors und Bank of America

Der Startschuss fällt in vier US-Bundesstaaten – Arkansas, Connecticut, Maryland und Utah – mit Gouverneuren aus beiden politischen Lagern.

Umschulung statt Kündigung

Statt Menschen erst nach der Entlassung aufzufangen, will RAISE US früher ansetzen. Zu den geplanten Programmen gehören eine Art Lohnversicherung, finanzielle Anreize für Firmen, Mitarbeitende umzuschulen statt zu entlassen, sowie KI-gestützte Berufsberatung und kurze, praxisnahe Weiterbildungen.

Raimondo formuliert das Problem scharf:

Amerika hat eine Technologie-Strategie, um das globale KI-Rennen anzuführen. Was noch fehlt, ist eine Strategie für die Menschen – und ohne sie können wir nicht führen.

Warum die Eile?

Der Druck ist real. In einer Erhebung von Anthropic unter rund 9'700 Nutzern gaben über 35 Prozent an, sie erwarteten, dass KI innerhalb eines Jahres den Grossteil ihrer Arbeitsaufgaben übernehmen werde. Am stärksten betroffen sind Berufseinsteiger in Support-, Verwaltungs- und Content-Rollen.

Der Haken ist offensichtlich: Dieselben Firmen, die die Umschulung finanzieren, bauen die Technologie, die sie nötig macht. Ob eine private Initiative eine Umwälzung dieser Grösse abfedern kann, ist offen – eine ältere Auswertung staatlicher US-Programme zeigt, dass klassische Umschulung Betroffene nur selten in wirklich krisensichere Jobs brachte.

Auch für die Schweiz eine offene Frage

Die Debatte endet nicht an der US-Grenze. Auch hierzulande verschiebt KI, welche Einstiegsjobs es überhaupt noch gibt. RAISE US ist der bisher grösste Versuch, dem etwas entgegenzusetzen – und ein Testfall dafür, ob sich der Umbau des Arbeitsmarkts überhaupt gestalten lässt, statt ihn einfach geschehen zu lassen.

Quellen

Fortune: RAISE US — Raimondo co-founds group for the coming AI jobs earthquake↗ EXTERNER LINKThe Next Web: RAISE US — AI giants back a $500m worker retraining push↗ EXTERNER LINKForbes: Why AI Giants Are Investing $500 Million To Retrain American Workforce↗ EXTERNER LINKEdTech Innovation Hub: RAISE US launches with $500 million+ secured↗ EXTERNER LINK
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