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Jeder Zweite nutzt Chatbots – und kaum einer traut ihnen

Eine Pew-Umfrage zeigt: 49 Prozent der US-Erwachsenen nutzen Chatbots, fast ein Viertel täglich. Doch nur 16 Prozent glauben, dass KI der Gesellschaft guttut. Verbreitung und Vertrauen laufen auseinander.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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19. JUNI 2026
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Illustration einer Wahlurne mit Stimmzetteln, kinewsletter.ch Stil
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INHALT
01Von einem Drittel auf die Hälfte – in zwei Jahren02Das Misstrauen wächst mit03Was das für die Schweiz heisst
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01Von einem Drittel auf die Hälfte – in zwei Jahren02Das Misstrauen wächst mit03Was das für die Schweiz heisst
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Chatbots verbreiten sich schneller als das Vertrauen in sie – Nutzung und Skepsis wachsen gleichzeitig.

Chatbots sind im Alltag angekommen, das Vertrauen aber nicht. Das zeigt eine grosse Umfrage des Pew Research Center vom 17. Juni: In den USA hat inzwischen rund die Hälfte aller Erwachsenen schon einmal mit einem KI-Chatbot gearbeitet – doch nur eine kleine Minderheit glaubt, dass KI der Gesellschaft guttut.

Von einem Drittel auf die Hälfte – in zwei Jahren

49 Prozent der US-Erwachsenen haben laut Pew bereits Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot genutzt. 2024 waren es erst 33 Prozent. Und es bleibt nicht beim Ausprobieren: Etwa 24 Prozent greifen täglich zu einem Chatbot, 12 Prozent sogar mehrmals am Tag, 4 Prozent fast pausenlos.

Der unangefochtene Platzhirsch ist ChatGPT: 44 Prozent der Befragten nennen OpenAIs Werkzeug – mehr als jedes andere. Wofür die Leute es einsetzen, ist breit gestreut:

  • 42 % suchen damit nach Informationen
  • 38 % erledigen Aufgaben im Job
  • 25 % nutzen es zum Spass
  • 24 % erstellen Bilder oder Videos
  • je 20 % holen sich medizinischen Rat oder Tipps zu Ernährung und Fitness

Das Misstrauen wächst mit

So selbstverständlich die Nutzung wird, so gross bleibt die Skepsis. Nur 16 Prozent der Befragten glauben, dass künstliche Intelligenz einen positiven Effekt auf die Gesellschaft haben wird. Die Mehrheit ist unentschieden oder rechnet mit negativen Folgen.

Die Menschen tippen ihre Fragen in den Chatbot – und zweifeln gleichzeitig daran, dass die Technik die Welt besser macht.

Diese Kluft ist das eigentlich Spannende: Vertrauen und Verbreitung laufen auseinander. Anders als beim Smartphone oder beim Internet, wo Nutzung meist mit Begeisterung einherging, wächst hier die Verbreitung schneller als die Zuversicht.

Was das für die Schweiz heisst

Die Zahlen stammen aus den USA, doch das Muster dürfte auch hierzulande bekannt vorkommen: Viele nutzen KI im Alltag und Beruf, bleiben aber vorsichtig, was die grossen Versprechen angeht. Für Unternehmen heisst das konkret: Wer KI einführt, gewinnt die Leute nicht über Hype, sondern über spürbaren Nutzen und Transparenz. Und wer KI-Antworten – etwa zu Gesundheit – ungeprüft übernimmt, sollte die Skepsis der Mehrheit ernst nehmen.

Quellen

Americans and AI 2026 (Pew Research Center)↗ EXTERNER LINK16% of Americans think AI will benefit society (TechSpot)↗ EXTERNER LINKJust 16% believe AI will positively impact society (Gizmodo)↗ EXTERNER LINK
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