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OpenAI zerschlägt Scam-Netzwerk, das ChatGPT für Betrug nutzte

OpenAI hat ein Kambodscha-basiertes Betrugsnetzwerk zerschlagen, das ChatGPT für Romance-, Investment-, Glücksspiel- und Behörden-Impersonations-Scams einsetzte. Der Hinweis kam von WhatsApp – und Teile der Chats deuten laut OpenAI auf Menschenhandel in den Scam-Compounds hin.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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1. AUGUST 2026
2 MIN. LESEZEIT
Illustration einer grossen blauen Maskerade-Maske auf einem Tisch, dahinter ein Wähltelefon und eine Angel mit Goldmünze, kinewsletter.ch Stil
Illustration einer grossen blauen Maskerade-Maske auf einem Tisch, dahinter ein Wähltelefon und eine Angel mit Goldmünze, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Vier Maschen, ein Werkzeugkasten02Wenn Täter selbst Opfer sind03Das BACS warnt auch hierzulande
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01Vier Maschen, ein Werkzeugkasten02Wenn Täter selbst Opfer sind03Das BACS warnt auch hierzulande
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KI-Firmen werden zu Akteuren der Betrugsbekämpfung: Ein Meta-Hinweis führte zum OpenAI-Takedown, Threat-Signale gingen an Industrie und Behörden. Für dich heisst das trotzdem: Romance- und Anlagebetrug laufen zunehmend KI-gestützt – auch in der Schweiz, warnt das BACS.

OpenAI hat ein Betrugsnetzwerk aus Kambodscha zerschlagen, das ChatGPT als Werkzeug für gleich vier Scam-Maschen nutzte. In einem Ende Juli publizierten Bericht beschreibt das Unternehmen, wie es ein koordiniertes Netz von ChatGPT-Konten sperrte – ausgelöst durch einen Hinweis von WhatsApp.

Vier Maschen, ein Werkzeugkasten

Die Operation lief laut OpenAI sehr wahrscheinlich in oder um Poipet, eine Stadt an der thailändischen Grenze, die immer wieder mit Scam-Compounds in Verbindung gebracht wird. Das Netzwerk fuhr mehrere Betrugsarten parallel: Romance-Scams, angebliche Investment-Chancen mit Kryptowährungen und Gold, gefälschte Glücksspiel-Boni sowie Täter, die sich als Strafverfolgungsbehörden ausgaben und «Bussen» eintrieben. Oft wurden die Maschen kombiniert – erst Liebesgeflüster, dann der Anlagetipp. ChatGPT diente dabei zum Aufbau gefälschter Personas, zum Übersetzen und Verfassen von Nachrichten an die Opfer und sogar für die Verwaltung des Betriebs. Die Täter generierten laut Bericht auch Bilder gefälschter Dokumente, etwa Pässe und amtliche Schreiben.

Wenn Täter selbst Opfer sind

Der Bericht dokumentiert eine düstere Dimension: Einige Konten erstellten Inhalte, die laut OpenAI auf Menschenhandel und Zwangsarbeit hindeuten – etwa Jobinserate mit Gratisflug und Visum, Buchführung über Schulden und Bussen von Arbeitern, vereinzelt Hinweise auf Festhaltung und Fluchtversuche. OpenAI kann die Umstände einzelner Personen nicht unabhängig prüfen, hält aber fest: Wer Scams ausführt, kann selbst Opfer von Ausbeutung sein. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International dokumentieren solche Zwangsarbeit in Kambodschas Scam-Compounds seit Jahren. Die gesperrten Konten meldete OpenAI samt Threat-Signalen an Industriepartner und Behörden; die Schadenssumme ist unbekannt, die Chats deuten auf Hunderte Zielpersonen hin.

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Das BACS warnt auch hierzulande

Für dich relevant: Romance- und Anlagebetrug gehören laut dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) zu den Betrugsarten mit den grössten Schadenssummen in der Schweiz – und die Täter setzen zunehmend KI ein, etwa für täuschend echte Bilder. Die wichtigste BACS-Regel bleibt analog: kein Geld an Menschen überweisen, die du nie persönlich getroffen hast.

Quellen

Disrupting a Criminal Scam Operation (OpenAI, Primärquelle)↗ EXTERNER LINKOpenAI Shuts Down Cambodia-Based ChatGPT Scam Ring (TechBuzz)↗ EXTERNER LINKBACS Wochenrückblick 14/2026: Romance Scam – mit KI zur perfekten Täuschung↗ EXTERNER LINKBACS-Themenseite: Romance Scam↗ EXTERNER LINKAmnesty International: Report zu Kambodschas Scamming-Compounds (2026)↗ EXTERNER LINKNetzwoche: Romance Scammer erweitern Repertoire mit KI↗ EXTERNER LINK
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