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HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

KI-Agenten fluten die Behörden – und die meisten Anträge sind berechtigt

Eine neue Studie dokumentiert 84 Fälle in 11 Ländern, in denen billiger KI-Text zu Antragsfluten bei Behörden führte. Der überraschende Befund: Es ist kaum Spam – die Leute hatten meist schon vorher Anspruch, nur war ihnen der Papierkram zu mühsam. Auch Schweizer Ombudsstellen kennen den Effekt.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
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12. SEPTEMBER 2026
5 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Illustration: Behoerdenschalter mit ueberquellendem Ablagekorb, Aktenstapeln und Briefkastenwand, kinewsletter.ch Stil
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REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

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REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

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REGULIERUNG & ETHIK·22. OKTOBER 2026

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REGULIERUNG & ETHIK·21. OKTOBER 2026

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WhatsApp hat auf 80 Hilfeseiten versteckte Anweisungen für KI-Systeme platziert. Der Support-Chatbot sollte unter anderem keine Datenschutzbehörde empfehlen. WhatsApp spricht von einem Fehler; ob ein Bot die Vorgaben befolgte, ist nicht geprüft.

Mehr aus Regulierung & Ethik →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

KI senkt die bürokratische Hürde – und legt damit offen, wie viele berechtigte Ansprüche bisher an Formularen scheiterten. Die schnellste Gegenmassnahme wären Gebühren. Sie träfen genau die Falschen.

Drei Forscher haben 84 Fälle in 11 Ländern dokumentiert, in denen billig erzeugter KI-Text zu Antrags- und Beschwerdefluten bei Behörden geführt hat: Bei der britischen Wohnungs-Ombudsstelle stiegen die Beschwerden von 2'600 im Jahr 2022 auf gut 7'000 im Jahr 2025, bei der US-Verbraucherschutzbehörde CFPB verfünffachten sie sich im selben Zeitraum. Der überraschende Befund der Studie "Characterizing Agentic Flooding of Government Services", die im Oktober an der AAAI-Konferenz für KI-Ethik präsentiert wird: Es handelt sich kaum um Spam. Die Antragstellenden waren fast immer schon vorher anspruchsberechtigt – sie scheiterten bloss am Papierkram.

Wenn 2'600 Beschwerden zu 7'000 werden

Chris Schmitz, Lewis Hammond von der Cooperative AI Foundation und Alan Chan von GovAI haben für ihr Paper 2'288 Behördendienste in zwölf Ländern durchforstet – von Australien über Brasilien und Deutschland bis Südkorea. Übrig blieben 84 Fälle, die drei Bedingungen gleichzeitig erfüllten: ein plausibler Mechanismus, wie KI die Mühe des Antragstellens senkt, ein messbarer Nachfragesprung, und eine ausdrückliche Aussage von Behörden oder glaubwürdigen Dritten, dass KI der Grund sei. In 58 der 84 Fälle war es die betroffene Behörde selbst, die auf KI zeigte.

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