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Ein Rücktritt bei Anthropic bringt die Untergangsdebatte ins Abendprogramm

Ein Anthropic-Forscher kündigt öffentlich und warnt vor sich selbst verbessernder KI – zwei Tage später läuft das Thema auf CNN, Fox News und bei Joe Rogan. Was belegt ist, was Interessenpolitik, und wo die Schweiz steht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
11. SEPTEMBER 2026
4 MIN. LESEZEIT
Illustration von Broadcast-Mikrofon, TV-Kamera und leerem Studiostuhl, kinewsletter.ch Stil
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Meta liess 332 Anzeigen mit Missbrauchsdarstellungen durch die Prüfung

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Drei unerfahrene Bergsteiger mussten am 31. August vom Mount Shasta gerettet werden. Route und Packliste hatten sie mit Google Gemini geplant – laut Sheriff ein «kritischer Fehltritt», weil der Chatbot viel zu wenig Proviant empfahl. Der Fall zeigt, wo die Grenzen von KI-Auskünften liegen – und was das für Touren in den Alpen bedeutet.

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Ein US-Startup entfernt aus offenen KI-Modellen die antrainierten Verweigerungsmechanismen und verkauft den Zugang für 5 Dollar pro Million Token. Was in der Open-Source-Szene seit Jahren gebastelt wird, ist damit ein schlüsselfertiger Dienst – bezahlbar per Kreditkarte, ohne Identitätsprüfung.

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DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Existenzrisiko-Debatte ist im Mainstream angekommen, aber weder die Warnungen noch die Entwarnungen sind interessenfrei. Die Schweiz reguliert bis Ende 2026 sektoriell weiter – und hostet im November mit den Swiss AI Safety Days an der ETH die grösste kontinentaleuropäische Debatte dazu.

Der Anthropic-Forscher Jacob Coxon hat am 8. September 2026 öffentlich gekündigt und seinen Arbeitgeber sowie OpenAI beschuldigt, mit sich selbst verbessernder KI «unser aller Leben zu verspielen». Innerhalb von zwei Tagen sass er bei Anderson Cooper auf CNN und bei Fox News im Studio; laut The Decoder griffen US-Politiker das Thema in sozialen Medien auf und Joe Rogan widmete der KI-Sicherheit eine ganze Podcast-Folge. Damit hat ein Thema, das jahrelang in Fachforen verhandelt wurde, den Massenmarkt erreicht – und mit ihm die Frage, wie ernst man diese Warnungen nehmen soll.

Drei Jahre Pretraining, dann der Rücktritt

Coxon arbeitete nach eigenen Angaben drei Jahre lang an Pretraining-Forschung bei OpenAI und Anthropic – also an jener Phase, in der ein Sprachmodell sein Grundwissen aus riesigen Datenmengen lernt. In seinem Abschieds-Thread auf X schrieb er, die Leute, die diese Technologie bauen, «glauben aufrichtig, dass sie uns alle bis Ende des Jahrzehnts töten könnte». Sein Vorwurf, zitiert von TechCrunch: Die Labore rennen «geradewegs auf sich selbst verbessernde Superintelligenz zu».

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