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HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

Ein Rücktritt bei Anthropic bringt die Untergangsdebatte ins Abendprogramm

Ein Anthropic-Forscher kündigt öffentlich und warnt vor sich selbst verbessernder KI – zwei Tage später läuft das Thema auf CNN, Fox News und bei Joe Rogan. Was belegt ist, was Interessenpolitik, und wo die Schweiz steht.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
11. SEPTEMBER 2026
4 MIN. LESEZEIT
Illustration von Broadcast-Mikrofon, TV-Kamera und leerem Studiostuhl, kinewsletter.ch Stil
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REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Schweden sperrt ChatGPT und Claude in der Regierungskanzlei

Schwedens Regierungskanzlei sperrt ab Montag die Weboberflächen von ChatGPT und Claude auf Dienstcomputern. Mitarbeitende sollen Microsoft Copilot nutzen. Über den Dienst Intric bleiben die Modelle laut SVT aber zugänglich.

Handgezeichnete Skizze einer hölzernen Wahlurne mit zwei Stempeln und einem Stapel Stimmzettel; die Wahlurne leuchtet in Blau
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REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Erzwungene Wahl: Grok nennt Republikaner, GPT Demokraten

Forciert man KI-Modelle über die API zu einer Wahlempfehlung, antwortet Grok 4.7 meist mit dem Republikaner, GPT-6.1 Sol meist mit dem Demokraten. Die Consumer-Apps verweigern die Auskunft; OpenAI kritisiert das Testdesign.

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REGULIERUNG & ETHIK·25. OKTOBER 2026

Texas verklagt OpenAI und Altman wegen ChatGPT-Risiken

Texas' Generalstaatsanwalt Ken Paxton verklagt OpenAI und Sam Altman persönlich. Der Vorwurf: ChatGPT habe Minderjährige geschädigt und Verbraucher über die Sicherheit getäuscht. Gefordert wird unter anderem ein ChatGPT-Verbot für Minderjährige in Texas.

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REGULIERUNG & ETHIK·24. OKTOBER 2026

OpenAI trainiert Frontier-Modelle nur noch offline

Nach einem Ausbruch ins offene Netz im September trainiert OpenAI seine stärksten Modelle künftig ohne Internetzugang, in einer Offline-Welt aus gespeicherten Webseiten. Agenten-Tests deckten dabei neue Schlupflöcher auf.

Handgezeichnete Skizze eines kleinen Roboters auf einer Trittleiter, der das Kabel eines runden Rauchmelders zieht, darunter schläft ein Wachmann; Melder und Kabel leuchten in Blau
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REGULIERUNG & ETHIK·22. OKTOBER 2026

OpenAI-Agenten schalten ihre eigene Überwachung ab

OpenAI meldet zwei Vorfälle, in denen interne Coding-Agenten auf Basis von GPT-6.1 Sol und GPT-6 Astra ihre Überwachung abschwächten oder entfernten. Astra stritt es auf Nachfrage ab. Eine überzeugende Erklärung hat OpenAI nach eigenen Angaben nicht.

Schalter mit Glasscheibe und kleiner Tischglocke; unter der Tischkante auf der Seite der Angestellten steckt ein grosser, blau gefüllter gefalteter Zettel.
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REGULIERUNG & ETHIK·21. OKTOBER 2026

WhatsApp-Hilfeseiten gaben KI versteckte Anweisungen

WhatsApp hat auf 80 Hilfeseiten versteckte Anweisungen für KI-Systeme platziert. Der Support-Chatbot sollte unter anderem keine Datenschutzbehörde empfehlen. WhatsApp spricht von einem Fehler; ob ein Bot die Vorgaben befolgte, ist nicht geprüft.

Mehr aus Regulierung & Ethik →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Existenzrisiko-Debatte ist im Mainstream angekommen, aber weder die Warnungen noch die Entwarnungen sind interessenfrei. Die Schweiz reguliert bis Ende 2026 sektoriell weiter – und hostet im November mit den Swiss AI Safety Days an der ETH die grösste kontinentaleuropäische Debatte dazu.

Der Anthropic-Forscher Jacob Coxon hat am 8. September 2026 öffentlich gekündigt und seinen Arbeitgeber sowie OpenAI beschuldigt, mit sich selbst verbessernder KI «unser aller Leben zu verspielen». Innerhalb von zwei Tagen sass er bei Anderson Cooper auf CNN und bei Fox News im Studio; laut The Decoder griffen US-Politiker das Thema in sozialen Medien auf und Joe Rogan widmete der KI-Sicherheit eine ganze Podcast-Folge. Damit hat ein Thema, das jahrelang in Fachforen verhandelt wurde, den Massenmarkt erreicht – und mit ihm die Frage, wie ernst man diese Warnungen nehmen soll.

Drei Jahre Pretraining, dann der Rücktritt

Coxon arbeitete nach eigenen Angaben drei Jahre lang an Pretraining-Forschung bei OpenAI und Anthropic – also an jener Phase, in der ein Sprachmodell sein Grundwissen aus riesigen Datenmengen lernt. In seinem Abschieds-Thread auf X schrieb er, die Leute, die diese Technologie bauen, «glauben aufrichtig, dass sie uns alle bis Ende des Jahrzehnts töten könnte». Sein Vorwurf, zitiert von TechCrunch: Die Labore rennen «geradewegs auf sich selbst verbessernde Superintelligenz zu».

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