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Meta ist der letzte Holdout bei der US-KI-Prüfung

Seit Anfang Juni lassen die grossen US-KI-Labore ihre Modelle freiwillig vom Staat auf Sicherheitsrisiken prüfen. OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und xAI machen mit – nur Meta zögert und wird laut New York Times von der Regierung per E-Mail gedrängt. Der Fall zeigt den Kontrast zwischen US-Selbstverpflichtung und dem verbindlichen EU AI Act.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
25. JUNI 2026
2 MIN. LESEZEIT
Handgezeichnete Skizze eines Amtstischs mit Stempel, versiegelter Akte und Regierungsgebäude im Fenster, kinewsletter.ch Stil
Skizze Amtstisch mit Stempel, Akte und Regierungsgebaeude, kinewsletter.ch Stil
INHALT
01Ein Programm, ein Nachzügler02Wer prüft – und worauf03Meta winkt ab – und gleichzeitig zu04Warum dich das auch betrifft
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01Ein Programm, ein Nachzügler02Wer prüft – und worauf03Meta winkt ab – und gleichzeitig zu04Warum dich das auch betrifft
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Meta ist der einzige grosse US-Entwickler, der die freiwillige Sicherheitsprüfung von KI-Modellen noch nicht unterschrieben hat – ein Test für das Modell freiwilliger Selbstverpflichtung.

Seit Anfang Juni können KI-Firmen ihre Modelle in den USA freiwillig vom Staat prüfen lassen, bevor sie live gehen. Fünf der grossen US-Labore machen mit. Eines fehlt noch: Meta.

Ein Programm, ein Nachzügler

Anfang Juni unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine Verfügung, die einen freiwilligen Prüfrahmen für besonders leistungsfähige «Frontier»-Modelle schafft. Der Staat erhält bis zu 30 Tage Zeit, ein Modell vor der Veröffentlichung auf Sicherheits- und Cyberrisiken zu testen.

Laut der New York Times haben OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und xAI bereits zugesagt. Meta ist der einzige grosse US-Entwickler, der bisher nicht unterschrieben hat – und wird nun per E-Mail von der Regierung dazu gedrängt.

Wer prüft – und worauf

Die Prüfungen laufen über das neu geschaffene Center for AI Standards and Innovation (CAISI). Drei Behörden teilen sich die Arbeit:

  • NSA (Auslandsgeheimdienst) – prüft nachrichtendienstliche Risiken
  • CISA (Cyber-Sicherheitsbehörde) – prüft Angriffsflächen
  • NIST (Normungsinstitut) – entwickelt die Bewertungsmassstäbe

Im Zentrum steht die Frage, was ein Modell im Bereich Cyberangriffe und nationale Sicherheit anrichten könnte, bevor es Millionen Menschen zur Verfügung steht.

Meta winkt ab – und gleichzeitig zu

Meta hatte im April sein bislang stärkstes Modell Muse Spark vorgestellt, hält sich beim Prüfprogramm aber zurück. Offiziell gibt sich der Konzern dennoch kooperativ.

«Wir unterstützen die Bemühungen der Regierung und erwarten, die Vereinbarung bald abzuschliessen.» – Francis Brennan, Meta-Sprecher

Warum dich das auch betrifft

Freiwillig heisst: kein Gesetz, kein Zwang – ein Deal zwischen Staat und Industrie. Das ist schneller als ein Gesetzgebungsverfahren, aber auch fragiler, denn jeder Anbieter kann theoretisch wieder aussteigen.

Für die Schweiz und Europa ist der Vorgang ein Kontrastprogramm: Während die EU mit dem AI Act auf verbindliche Regeln setzt, testen die USA das Modell der freiwilligen Selbstverpflichtung. Welcher Weg am Ende mehr Sicherheit bringt, ist die eigentlich spannende Frage – und Meta ist gerade ihr Lackmustest.

Quellen

Benzinga – Meta faces pressure to submit advanced AI models for federal testing↗ EXTERNER LINKCrypto Briefing – Trump administration presses Meta for voluntary AI security reviews↗ EXTERNER LINKMeta AI – Introducing Muse Spark↗ EXTERNER LINK
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