NewsKategorienWissenNewsletter-ArchivEvents
AnmeldenKostenlos abonnieren
JEDEN MONTAG
Die wichtigsten KI-News der Woche — in 5 Minuten.

Der wöchentliche KI-Newsletter für die Schweiz. Kompakt, relevant, zero Bullshit. 5 Minuten lesen, 1 Woche informiert.

FOLGE UNS
LIXIG
NAVIGATION
KI NewsArchivNewsletter-ArchivAutorenÜber unsKontakt
KATEGORIEN
KI-ForschungKI-BusinessRegulierung & EthikKI in der SchweizKI-Tools & AppsNeue Modelle
WISSEN & REFERENZ
KI-GlossarKI-Events SchweizEvent einreichenLLM-VergleichSchweizer KI-StartupsFirmen & OrganisationenKI-Regulierung SchweizKI-Rechenzentren SchweizKI in der VerwaltungApertus in der Praxis
RECHTLICHES
ImpressumDatenschutzAGB
© 2026 Inoo GmbH · Altstätten SG · Schweiz
Ein Produkt von InooSwiss Made Software
HOME·NEWS·REGULIERUNG & ETHIK

USA verbannen DeepSeek aus allen zivilen Bundesbehörden

Das US-Heimatschutzministerium ordnet an, DeepSeek aus den IT-Systemen ziviler Bundesbehörden zu entfernen und keine Produkte mehr zu kaufen. Das gilt auch für Drittprodukte auf DeepSeek-Basis, Ausnahmen sind beantragbar. China spricht von einer Überdehnung des Sicherheitsbegriffs.

Pascal Eugster
Pascal Eugster
GRÜNDER & ENTWICKLER
21. OKTOBER 2026
2 MIN. LESEZEIT
Skizze eines geöffneten Serverschranks in einem Behördenraum, aus dem Netzwerkkabel abgezogen herunterhängen; daneben liegen ein Stecker und ein Vorhängeschloss auf einem Klemmbrett.
Skizze eines geöffneten Serverschranks in einem Behördenraum, aus dem Netzwerkkabel abgezogen herunterhängen; daneben liegen ein Stecker und ein Vorhängeschloss auf einem Klemmbrett.
INHALT
01Sofort raus, Ausnahmen nur mit Begründung02Datenabfluss nach China als Hauptsorge03Peking spricht von Überdehnung04Was heisst das für dich?
INHALT
01Sofort raus, Ausnahmen nur mit Begründung02Datenabfluss nach China als Hauptsorge03Peking spricht von Überdehnung04Was heisst das für dich?
Inoo GmbH
Präsentiert & entwickelt von
kinewsletter.ch ist ein Projekt der Inoo GmbH

KI-Beratung und Softwareentwicklung aus dem St. Galler Rheintal.

inoo.ch →
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die USA schliessen DeepSeek samt darauf aufbauenden Drittprodukten aus zivilen Bundesbehörden aus; für dich heisst das vor allem, bei Drittprodukten zu prüfen, welches KI-Modell dahintersteckt.

Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat am 20. Oktober 2026 angeordnet, dass zivile Bundesbehörden DeepSeek aus ihren IT-Systemen entfernen und keine DeepSeek-Produkte mehr einkaufen dürfen. Betroffen sind laut BleepingComputer nicht nur Produkte des chinesischen KI-Labors und seiner Tochterfirmen, sondern auch Drittprodukte, die auf DeepSeek-Technologie aufbauen. Ein generelles Verbot für Private ist es laut BleepingComputer nicht.

Sofort raus, Ausnahmen nur mit Begründung

Die Anordnung wurde im Federal Register (dem Amtsblatt der US-Regierung) veröffentlicht. Behörden müssen DeepSeek-Produkte umgehend aus Einkaufskatalogen und Listen zugelassener Produkte streichen und aus ihren Systemen entfernen. Alternativ können sie eine Ausnahme beantragen. Die Anträge sind laut BleepingComputer innerhalb von 60 Tagen einzureichen und müssen den Bedarf begründen sowie Risikominderungen vorschlagen. Über sie entscheidet die Cybersicherheitsbehörde CISA schriftlich. Wer die Vorgabe technisch nicht allein umsetzen kann, bekommt Unterstützung von der CISA.

Datenabfluss nach China als Hauptsorge

Das DHS begründet den Schritt mit Sicherheitsbedenken: Daten von US-Regierungsnutzern könnten nach chinesischem Recht für Behörden in China zugänglich sein, berichtet TechCrunch. Als Beleg nennt die Anordnung laut BleepingComputer unter anderem einen Bericht von NowSecure vom Februar 2025 über die DeepSeek-iOS-App. Dieser bemängelte unverschlüsselte Datenübertragungen, schwache Verschlüsselung und die Weitergabe von Daten an ByteDance, den TikTok-Mutterkonzern.

WEITERLESENDas könnte dich auch interessieren.

Schalter mit Glasscheibe und kleiner Tischglocke; unter der Tischkante auf der Seite der Angestellten steckt ein grosser, blau gefüllter gefalteter Zettel.

Neu ist die Richtung nicht. Ein Gesetz vom Dezember 2025 hatte DeepSeek bereits in Systemen der Nachrichtendienste eingeschränkt, die neue Anordnung weitet das auf die zivilen Behörden aus. Zusätzlich verweist TechCrunch auf ein CISA-Advisory (AA26-251A) vom September. Es wirft DeepSeek und fünf weiteren chinesischen KI-Firmen vor, mit Distillation (dabei wird ein Modell mit den Antworten eines fremden, stärkeren Modells trainiert) Wissen aus US-Systemen abzuschöpfen. OpenAI und Anthropic hatten zuvor selbst von verdächtigen Versuchen berichtet.

Peking spricht von Überdehnung

Chinas Aussenministerium kritisierte den Schritt. Sprecherin Mao Ning sagte laut TechCrunch, man lehne es ab, «den Begriff der nationalen Sicherheit zu überdehnen» und Technologie- und Handelsfragen zu politisieren.

Was heisst das für dich?

Einordnung: Ein vergleichbares Verbot für Schweizer Behörden ist uns nicht bekannt. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) erklärte im Februar 2025 gegenüber 20 Minuten, das Datenschutzniveau in China sei deutlich tiefer, DeepSeek bleibe aber an das Schweizer Datenschutzgesetz gebunden; Netzwoche hat das aufgegriffen. Ein Verbot gab es nie, Massnahmen setzen eine Prüfung des Einzelfalls voraus. Der Fall zeigt dir trotzdem, worauf es sich zu achten lohnt: Gib keine vertraulichen Firmen- oder Kundendaten in DeepSeek-Dienste ein, und prüfe bei Drittprodukten, welches KI-Modell dahintersteckt. Genau diese Lücke schliesst die US-Anordnung ausdrücklich.

Quellen

TechCrunch, 20.10.2026↗ EXTERNER LINKBleepingComputer, 20.10.2026↗ EXTERNER LINKNetzwoche, 03.02.2025↗ EXTERNER LINK
FIRMEN IN DIESEM ARTIKEL
DeepSeekOpenAIAnthropic
TEILEN
LinkedIn→X / Twitter→E-Mail→
KOSTENLOS ABONNIEREN
Diese News jeden Montag in dein Postfach?
Schalter mit Glasscheibe und kleiner Tischglocke; unter der Tischkante auf der Seite der Angestellten steckt ein grosser, blau gefüllter gefalteter Zettel.
REGULIERUNG & ETHIK·21. OKTOBER 2026

WhatsApp-Hilfeseiten gaben KI versteckte Anweisungen

WhatsApp hat auf 80 Hilfeseiten versteckte Anweisungen für KI-Systeme platziert. Der Support-Chatbot sollte unter anderem keine Datenschutzbehörde empfehlen. WhatsApp spricht von einem Fehler; ob ein Bot die Vorgaben befolgte, ist nicht geprüft.

Illustration eines Schlüsselbunds am offenen Schlüsselkasten, ein Roboterarm greift danach, kinewsletter.ch Stil
Illustration eines Schlüsselbunds am offenen Schlüsselkasten, ein Roboterarm greift danach, kinewsletter.ch Stil
REGULIERUNG & ETHIK·17. OKTOBER 2026

Indien warnt: KI-Agenten drangen in Firmensysteme ein

Indiens Cybersicherheitsbehörde CERT-In meldet: KI-Agenten haben bei Tests auf echte Firmensysteme zugegriffen und vertrauliche Daten gelesen. Bemerkt hat es niemand.

Handgezeichnete Skizze eines Schreibtischs mit aufgeschlagenem Buch, Aktenstapel mit geschwärzten Stellen und einer leuchtend blauen Lupe
Handgezeichnete Skizze eines Schreibtischs mit aufgeschlagenem Buch, Aktenstapel mit geschwärzten Stellen und einer leuchtend blauen Lupe
REGULIERUNG & ETHIK·16. OKTOBER 2026

Anthropic gibt METR Zugang wie ein Mitarbeiter

Sechs METR-Forschende erhalten bei Anthropic Laptops, Büro und interne Werkzeuge. Veröffentlichen dürfen sie ohne Vetorecht des Unternehmens, nur Schwärzungen in engen Kategorien sind erlaubt. Die Regeln setzt Anthropic selbst.

Handgezeichnete Skizze einer Puppenbühne mit halb geöffnetem blauem Vorhang, schlaff hängender Marionette und Richterhammer auf einem Tischchen
Handgezeichnete Skizze einer Puppenbühne mit halb geöffnetem blauem Vorhang, schlaff hängender Marionette und Richterhammer auf einem Tischchen
REGULIERUNG & ETHIK·14. OKTOBER 2026

Character.AI meldet Insolvenz an – Disney bietet 20 Millionen

Die Chatbot-Plattform Character.AI hat Chapter 11 beantragt und soll bis Ende November oder Anfang Dezember verkauft werden. Disney bietet 20 Millionen Dollar für eine Lizenz.

Handgezeichnete Skizze einer Zugwand mit blau gerahmter Notbremse hinter Glas, Hammer an einer Kette und vier Wandschaltern
Handgezeichnete Skizze einer Zugwand mit blau gerahmter Notbremse hinter Glas, Hammer an einer Kette und vier Wandschaltern
REGULIERUNG & ETHIK·11. OKTOBER 2026

Nadella fordert eine Notbremse für KI-Modelle

Microsoft-Chef Satya Nadella verlangt, KI-Modelle von Anfang an als mögliches Sicherheitsrisiko zu behandeln: mit Protokollen, Kontrollen ausserhalb des Modells und einer Notbremse. Wir ordnen ein, was das für Firmen mit KI-Agenten heisst.

Handgezeichnete Skizze eines Schalters mit blauer Hinweisbox, blauem Wählscheibentelefon mit abgehobenem Hörer, Schreibtischlampe und Papierstapel
Handgezeichnete Skizze eines Schalters mit blauer Hinweisbox, blauem Wählscheibentelefon mit abgehobenem Hörer, Schreibtischlampe und Papierstapel
REGULIERUNG & ETHIK·10. OKTOBER 2026

Anthropic-Modell meldet der Polizei einen erfundenen Mordhinweis

Ein Testlauf mit Claude Haiku 4.5 reichte im Juli einen falschen Hinweis zu einem ungelösten Mordfall bei der Polizei von Philadelphia ein. Anthropic schaltet das Internet für interne Tests ab, das Weisse Haus verlangt Meldungen. Wir ordnen ein, was das für Firmen mit KI-Agenten heisst.

Mehr aus Regulierung & Ethik →